
Hai-Attacken in Sydney, Galapagos und Bahamas: Drei Opfer mit schweren Verletzungen
Innerhalb kurzer Zeit wurden eine Australierin, eine Österreicherin und ein amerikanischer Junge von Haien angegriffen; alle überlebten, doch die körperlichen Folgen sind gravierend.
In den vergangenen Tagen haben sich an weit voneinander entfernten Orten der Welt drei schwere Hai-Angriffe ereignet. Betroffen sind eine 34-jährige Mutter aus Sydney, eine 30-jährige Touristin aus Österreich auf den Galapagosinseln sowie ein zwölfjähriger amerikanischer Junge auf den Bahamas. Alle drei Opfer überlebten die Attacken, erlitten jedoch teils lebensverändernde Verletzungen.
Die Australierin Leah Stewart war am 13. Juni am Strand von Coogee in Sydney in Ufernähe von einem Hai gebissen worden. Sie erlitt multiple Bisswunden an Armen und Beinen, massive Blutverluste und musste in der Folge einen Arm amputieren lassen. Nach mehr als einer Woche im künstlichen Koma wurde die Sedierung kurzzeitig reduziert; Stewart sprach erste Worte, richtete „Ich liebe euch“ an ihre Mutter und ihren Partner und erkundigte sich nach ihrer Tochter. Ihr Bruder bezeichnete dies in einer Mitteilung als „Wunder“. Die Patientin befindet sich weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung, weitere Operationen sind geplant.
Auf den Galapagosinseln wurde eine österreichische Staatsbürgerin aus Linz beim Schnorcheln vor der Insel Santa Fe von einem Hai attackiert. Das Tier verbiss sich in ihr rechtes Bein; Ärzte mussten den Unterschenkel amputieren. Gegenüber österreichischen Medien sagte die 30-Jährige, sie habe sofort gewusst, dass das Bein nicht zu retten sei. Der Hai biss zudem dreimal in das linke Bein, die Wunden dort heilen jedoch gut. Die Frau übt bereits das Gehen mit einer Gehhilfe und zeigte sich dankbar, überlebt zu haben. Nach örtlichen Angaben hat es auf den Galapagosinseln bislang keinen tödlichen Hai-Unfall gegeben; die genaue Haiart blieb unidentifiziert.
Vor den Exuma Cays auf den Bahamas wurde ein zwölfjähriger amerikanischer Junge beim Schwimmen mit seinem Bruder von einem Hai gebissen. Die Polizei der Bahamas bestätigte den Vorfall, machte jedoch keine Angaben zur Art der Verletzungen. Der Junge wurde per Boot nach New Providence gebracht und befindet sich in stabilem Zustand. Die Bahamas verzeichnen historisch eine der höchsten Raten nicht provozierter Hai-Angriffe weltweit, wenngleich solche Vorfälle absolut gesehen selten bleiben.
Die jüngsten Attacken fügen sich in eine Serie von Hai-Zwischenfällen ein. In Australien gab es allein im Januar vier Angriffe binnen zwei Tagen, darunter ein tödlich verletzter Zwölfjähriger im Hafen von Sydney. Die Regierung von New South Wales kündigte daraufhin eine ganzjährige Drohnenüberwachung an Stränden an. Auf den Galapagosinseln empfehlen Behörden, nur mit erfahrenen Guides zu tauchen. In allen drei aktuellen Fällen dauern die Ermittlungen zu den genauen Umständen an; die Haiarten konnten bislang nicht bestimmt werden. Die Opfer befinden sich in medizinischer Behandlung, der Genesungsprozess wird voraussichtlich langwierig sein.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die angelsächsische Presse berichtet mit einem Gefühl der Dringlichkeit und menschlichen Details über die Haiangriffe, wobei das wundersame Erwachen einer Mutter in Sydney und die Verletzung eines amerikanischen Jungen auf den Bahamas im Mittelpunkt stehen. Die Berichterstattung verbindet sachliche Aktualisierungen mit emotionalen Aussagen der Familien und betont die Widerstandskraft der Opfer.
Kontinentaleuropäische Medien berichten mit knapper, sachlicher Distanz über die Vorfälle. Eine deutschsprachige Geschichte hebt eine österreichische Touristin hervor, die auf den Galápagos-Inseln ein Bein verliert, während andere Dienste das Erwachen der Frau aus Sydney ohne Ausschmückung vermerken. Die Einordnung ist pragmatisch, mitunter mit einer subtilen Warnung vor den Gefahren des Meerestourismus.
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