
GM schreibt E-Auto-Strategie mit 10,9 Milliarden Dollar ab – América Móvil kauft in Peru zu
Während General Motors seine Elektroauto-Pläne zurückschraubt und die Gewinnprognose anhebt, baut Carlos Slim sein Telekommunikationsimperium in Lateinamerika weiter aus.
Der US-Automobilkonzern General Motors hat im zweiten Quartal 2026 eine weitere Wertberichtigung in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar auf seine Elektroauto-Strategie vorgenommen. Damit summieren sich die Kosten für die Neuausrichtung seit der zweiten Jahreshälfte 2025 auf 10,9 Milliarden Dollar. Gleichzeitig übertraf der Konzern die Markterwartungen deutlich: Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 3,57 Dollar, der Umsatz legte um 1,9 Prozent auf 48 Milliarden Dollar zu. Vorstandschefin Mary Barra hob zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose für das Gesamtjahr an und stellte für 2026 nun ein bereinigtes operatives Ergebnis von 14 bis 16 Milliarden Dollar in Aussicht.
Die Milliardenabschreibungen sind vor allem auf den Abbau von Batteriekapazitäten und den Umbau von Fabriken für die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zurückzuführen. Auslöser war ein Einbruch der US-Nachfrage nach Elektroautos, nachdem die steuerliche Kaufprämie von 7.500 Dollar im September 2025 ausgelaufen war. GM lieferte in Nordamerika 31.000 Elektrofahrzeuge weniger aus als im Vorjahreszeitraum, während die Auslieferungen von Benzinern um 30.000 Stück zunahmen. Die Luxusmarke Cadillac kündigte an, ab dem kommenden Frühjahr eine neue Generation von Verbrenner-Modellen auf den Markt zu bringen. Zusätzlich belasten die Verlagerung von Produktionskapazitäten aus Mexiko in die USA sowie höhere Softwareausgaben das Ergebnis mit bis zu 1,5 Milliarden Dollar.
Parallel zu den Entwicklungen in Detroit setzt der mexikanische Telekommunikationskonzern América Móvil seinen Expansionskurs in Lateinamerika fort. Das Unternehmen von Carlos Slim vereinbarte den vollständigen Erwerb des peruanischen Glasfaseranbieters Wow Perú, der in nur fünf Jahren ein Netz in allen 24 Departamentos des Landes aufgebaut hat. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die peruanische Wettbewerbsbehörde Indecopi. América Móvil, das im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 24,3 Milliarden mexikanischen Pesos (plus 9,2 Prozent) erzielte, hatte bereits im Juli 2025 die Kontrolle über Claro Chile übernommen. Die brasilianische Tochter Claro Brasil steigerte ihren Umsatz um 5,1 Prozent auf 13,5 Milliarden Real.
Aus Washingtoner Sicht unterstreichen die GM-Zahlen die Wirksamkeit der protektionistischen Handelspolitik, die Anreize für die Rückverlagerung von Produktion schafft. In Europa beobachten Investoren die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: Während die Schweizer Novartis mit einem Quartalsgewinn von 3,26 Milliarden Dollar die Erwartungen übertraf und der Mischkonzern 3M seine Jahresprognose anhob, bleibt die Sorge vor einer schleichenden Deindustrialisierung durch hohe Energiekosten. Der nächste Belastungstest für die transatlantischen Handelsbeziehungen steht mit der für September erwarteten Entscheidung der US-Notenbank über den Leitzins an.
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
Die Märkte belohnen finanzielle Disziplin: GM hebt trotz Herausforderungen die Prognosen an, América Móvil wächst und expandiert.
Durch die Gegenüberstellung positiver und negativer Datenpunkte verschiedener Unternehmen erzeugt die Erzählung den Eindruck allgemeiner Marktgesundheit und strategischer Agilität und spielt sektorspezifische Risiken herunter.
Der Block lässt die von GM verbuchte EV-bezogene Belastung von 10,9 Milliarden US-Dollar sowie den breiteren Kontext der sinkenden EV-Nachfrage in den USA aus, was GMs angehobene Prognose in einem prekäreren Licht erscheinen ließe.
Die Automobilindustrie zahlt den Preis einer erzwungenen Transformation: Elektrofahrzeuge erweisen sich als teure Blase.
Durch die Isolierung einer einzigen großen Belastung und deren Darstellung als 'Pille, die geschluckt werden muss', impliziert die Erzählung Unvermeidbarkeit und Scheitern, wobei eine dramatische Metapher verwendet wird, um die Geschichte zu verankern.
Der Block lässt GMs Gesamtnettogewinn von 1,3 Milliarden US-Dollar und die angehobene Jahresprognose sowie die erfolgreiche Expansion von América Móvil aus, die einen Gegenpunkt zur negativen EV-Erzählung liefern würden.
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