
Mbappés aberkanntes Tor prägt den Beginn des WM-Achtelfinals zwischen Frankreich und Schweden
Im MetLife Stadium von New Jersey bleibt die Partie nach einer frühen Großchance der Franzosen torlos – der Sieger trifft auf Paraguay.
Ein Schuss, ein Jubel, dann die Ernüchterung: In der 20. Minute des WM-Achtelfinals zwischen Frankreich und Schweden schob Kylian Mbappé den Ball nach einem Steilpass von Michael Olise am schwedischen Torhüter Jacob Widell Zetterström vorbei ins Netz, doch der Treffer zählte nicht. Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie erkannte auf Abseits – eine knappe, aber aus Sicht des Videoassistenten korrekte Entscheidung, die den frühen Führungstreffer der favorisierten Franzosen verhinderte.
Die Anfangsphase hatte bereits angedeutet, dass die Skandinavier keineswegs gewillt waren, sich auf eine defensive Schadensbegrenzung zu beschränken. Nach nur zwei Minuten prüfte Alexander Isak mit einem Distanzschuss den französischen Schlussmann Mike Maignan, der sicher parierte. In der Folge übernahm Frankreich zwar die Kontrolle, doch die von Graham Potter auf Konter ausgerichtete schwedische Formation stand kompakt. Erst nach einer Viertelstunde verzeichneten die „Bleus“ ihre erste nennenswerte Torannäherung, als Lucas Digne aus der Distanz abzog, Zetterström jedoch keine Mühe hatte. Kurz darauf verfehlte Bradley Barcola nach einem energischen Solo das Gehäuse knapp.
Frankreich war mit der Hypothek des hohen Erwartungsdrucks in die Partie gegangen. Didier Deschamps’ Mannschaft hatte die Gruppe I mit neun Punkten und zehn Toren dominiert, während Schweden nur als einer der besten Gruppendritten weitergekommen war. In südamerikanischen und asiatischen Medien wurde der Klassenunterschied betont, doch in schwedischen Analysen verwies man auf die eigene Offensivkraft um Viktor Gyökeres und Isak, die in der Vorrunde immerhin sieben Treffer erzielt hatte. Deschamps selbst warnte vor der Partie davor, das Los der bereits ausgeschiedenen Turnierfavoriten Deutschland und Niederlande zu teilen, die beide im Elfmeterschießen gescheitert waren.
Die taktische Ausrichtung beider Teams spiegelte die unterschiedlichen Ausgangslagen wider. Frankreich setzte auf ein 4-2-3-1 mit Mbappé als zentraler Spitze, flankiert von Ousmane Dembélé und Barcola, während Schweden in einem 3-4-2-1-System agierte, das bei Ballgewinn blitzschnell umschaltete. Die Zweikämpfe im Mittelfeld waren intensiv, und der schwedische Mittelfeldspieler Yasin Ayari fiel früh durch rustikale Grätschen auf, die den Spielfluss der Franzosen störten.
Der Sieger dieses Duells trifft im Achtelfinale auf Paraguay, das zuvor Deutschland im Elfmeterschießen bezwungen hatte. Für Frankreich geht es darum, die eigene Favoritenrolle zu untermauern, während Schweden die Chance auf eine Überraschung wittert. Die Partie bleibt in der Anfangsphase offen – ein Spiegelbild einer WM, in der die vermeintlich Kleinen den Großen bereits mehrfach ein Bein gestellt haben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die lateinamerikanische Presse behandelt das Spiel als großes Sportereignis und liefert praktische Informationen zu Anstoßzeiten und Übertragungen. Sie hebt die Favoritenrolle Frankreichs und die perfekte Gruppenphase hervor, während sie Schwedens wechselhaften Weg erwähnt. Der Ton ist neutral und beschreibend, auf das Spektakel fokussiert.
Die kontinentaleuropäische Berichterstattung, insbesondere aus Italien, betrachtet das Spiel mit vorsichtiger Skepsis. Sie erkennt die Favoritenrolle Frankreichs an, warnt jedoch, dass das schwedische Angriffstrio eine weniger stabile französische Abwehr auf die Probe stellen könnte. Die Darstellung ist analytisch und konzentriert sich auf taktische Schwachstellen.
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