
Fortschritte in US-iranischen Gesprächen: Ölpreis fällt, Gold erholt sich
Eine gemeinsame Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan über eine Roadmap für ein Abkommen binnen 60 Tagen beruhigte die Energiemärkte und stützte den Dollar.
Die erste Gesprächsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in der Schweiz endete mit einer gemeinsamen Erklärung der vermittelnden Staaten Katar und Pakistan. Beide Seiten vereinbarten demnach eine Roadmap für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen, einen Mechanismus zur Beendigung der Kämpfe im Libanon sowie eine Kommunikationslinie für die sichere Passage kommerzieller Schiffe durch die Straße von Hormus. Unmittelbar nach der Bekanntgabe fielen die Rohölpreise: Brent-Futures notierten rund zwei Prozent leichter bei 79,09 Dollar je Barrel, nachdem sie zuvor aufgrund der von Teheran verkündeten Schließung der Meerenge noch zugelegt hatten.
Die Entspannungssignale veränderten die Dynamik an den Rohstoffmärkten. Gold, das am Freitag auf den tiefsten Stand seit dem 11. Juni gefallen war, stieg im Spotmarkt um 0,9 Prozent auf 4.197,41 Dollar je Feinunze. Auch Silber, Platin und Palladium legten zu. Aus Sicht von Marktteilnehmern bleibt der physische Ölmarkt zwar angespannt, doch die Kapitalströme in Devisen und Rohstoffen werden weiterhin stark von Entwicklungen im Energiesektor bestimmt, wie Chris Weston, Research-Chef bei Pepperstone, erklärte.
An den Devisenmärkten hielt sich der Dollar stabil; der Dollar-Index notierte bei 100,9 knapp unter einem Einjahreshoch. Der japanische Yen gab auf 161,66 je Dollar nach und blieb damit in der Nähe eines Zweijahrestiefs. Ein Durchbruch über 161,96 würde den Yen auf das schwächste Niveau seit 1986 befördern. Finanzministerin Satsuki Katayama bekräftigte die Bereitschaft Tokios, jederzeit angemessen auf Währungsbewegungen zu reagieren. Händler sehen jedoch wenig Spielraum für Interventionen, solange die Federal Reserve einen straffen Kurs signalisiert und die US-Konjunkturdaten robust bleiben. Das Pfund Sterling gab um 0,22 Prozent auf 1,3209 Dollar nach, belastet von der politischen Unsicherheit um Premierminister Keir Starmer nach dem Wahlsieg seines Rivalen Andy Burnham. Währungsstrategen der OCBC erwarten jedoch keine anhaltende Sterling-Schwäche, da Burnham voraussichtlich am bestehenden Fiskalrahmen festhalten werde.
Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen stiegen auf 4,2276 Prozent, den höchsten Stand seit Anfang 2025. Die Märkte preisen für dieses Jahr Zinserhöhungen im Umfang von 43 Basispunkten ein, eine Anhebung um 25 Basispunkte bis September gilt als vollständig eingepreist. Der nächste greifbare Meilenstein ist die Fortsetzung der Gespräche zwischen Washington und Teheran entlang der vereinbarten Roadmap; zugleich richtet sich der Blick auf die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve im weiteren Jahresverlauf.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trotz der Verlängerung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zeigten sich schnell Risse im Waffenstillstand, wobei der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark zurückging, nachdem Teheran behauptete, sie geschlossen zu haben. Die Märkte bleiben nervös, denn der Ölfluss zählt mehr als diplomatische Versprechen. Der Dollar hielt sich stabil, doch der brüchige Waffenstillstand hält Inflations- und Zinsrisiken am Leben.
Die Goldpreise stiegen von ihrem tiefsten Stand seit über einer Woche und legten um 0,9% auf 4197,41 Dollar pro Unze zu, während die Ölpreise fielen. Der Bericht konzentrierte sich ausschließlich auf die Rohstoffpreisbewegungen, ohne sie mit den diplomatischen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zu verknüpfen.
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