
Nach Ägyptens Vorwürfen: FIFA-Schiedsrichterchef Collina verteidigt Unparteiische
Nach der dramatischen 2:3-Niederlage Ägyptens gegen Argentinien im Achtelfinale der WM 2026 wies Pierluigi Collina Manipulationsvorwürfe zurück und erklärte die strittigen Entscheidungen.
Argentinien hat im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 in Atlanta einen 0:2-Rückstand gegen Ägypten noch in einen 3:2-Sieg gedreht und steht im Viertelfinale. Cristian Romero (79.), Lionel Messi (83.) und Enzo Fernández in der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielten die Tore für den Titelverteidiger, nachdem Yasser Ibrahim (15.) und Mostafa Zico (67.) die nordafrikanische Mannschaft in Führung gebracht hatten. Der ägyptische Verband legte nach dem Abpfiff offiziell Protest bei der FIFA ein und forderte den Ausschluss des französischen Schiedsrichters François Letexier sowie des Video-Assistenten Jérôme Brisard.
Aus ägyptischer Sicht standen zwei Szenen im Zentrum der Kritik. In der 58. Minute hatte Letexier nach VAR-Intervention ein Tor von Zico aberkannt, weil Marwan Attia zu Beginn des Angriffs auf den Fuß von Lisandro Martínez getreten war. Zudem reklamierte Ägypten in der Entstehung des argentinischen Siegtreffers ein Foul von Julián Álvarez an Mohamed Salah im Strafraum. Trainer Hossam Hassan sprach von einer „manipulierten Partie“ und äußerte die Vermutung, die FIFA wolle den Weltmeister und Lionel Messi im Turnier halten. Stürmer Zico erklärte, der Schiedsrichter habe „die Anstrengungen einer ganzen Nation zerstört“.
Pierluigi Collina, der Vorsitzende der FIFA-Schiedsrichterkommission, wies die Vorwürfe in einem auf der FIFA-Website veröffentlichten Interview zurück. „Konstruktive Diskussionen über Entscheidungen werden immer Teil des Fußballs sein, aber unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz“, sagte der Italiener. Niemand könne die Integrität der Unparteiischen infrage stellen oder behaupten, das Schiedsrichterwesen der FIFA sei von irgendjemandem beeinflussbar – nicht einmal vom FIFA-Präsidenten. Zum aberkannten Tor erklärte Collina, das VAR-Protokoll sehe vor, die gesamte Angriffsphase zu überprüfen; ein Foul sei ein Foul, unabhängig davon, wie weit es vom Tor entfernt geschehe. Den Kontakt zwischen Álvarez und Salah bewerteten Schiedsrichter und VAR als „normalen Fußballkontakt“, nachdem der Argentinier zuerst den Ball gespielt habe.
Die Partie reiht sich in eine breitere Debatte über eine angebliche Begünstigung Argentiniens ein. Bereits beim WM-Titel 2022 in Katar hatte die Zahl von fünf Elfmetern für die Albiceleste Diskussionen ausgelöst. In den sozialen Medien und in ägyptischen wie internationalen Medien wurde nun auf den Turnierbaum verwiesen, der Argentinien bis ins Halbfinale keine Mannschaft aus den Top Ten der Weltrangliste gegenüberstellte. Aus Kairoer Perspektive verstärkte sich der Eindruck einer strukturellen Bevorzugung, während die FIFA und die argentinische Presse die Entscheidungen als regelkonform verteidigten.
Argentinien trifft im Viertelfinale auf die Schweiz, die sich gegen Kolumbien durchgesetzt hatte. Ägypten scheidet aus, nachdem das Team erstmals seit langem wieder in die K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft vorgestoßen war.
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.40 | critical |
| Südostasiatische Presse | −0.50 | critical |
FIFA, through Collina, rejects the accusations and reaffirms its technical and moral authority.
By invoking Collina's authoritative figure and VAR technology, a narrative of technical correctness and unassailable decisions is constructed.
The context of Egypt's widespread protests and the Balogun case (Trump's involvement) is omitted, which could weaken the claim of absolute independence.
Egypt and its supporters denounce a refereeing injustice and demand justice.
By emphasizing Egyptian protests and the details of controversial decisions, a sense of victimhood is created, shifting focus from the technical explanation to alleged bias.
Collina's detailed justifications for the decisions are omitted, as is the fact that VAR confirmed their correctness.
World Cup critics accuse FIFA of favoritism towards Argentina and question the tournament's integrity.
By linking refereeing decisions to an alleged design to favor Messi, systemic suspicion is fueled, turning an episode into evidence of corruption.
The lack of concrete evidence for conspiracy claims is omitted, as is the fact that Collina also defended other decisions unrelated to Argentina.
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