
Extreme Hitze in den USA: Parade zum 250. Unabhängigkeitstag in Washington abgesagt
Wegen Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius und gesundheitlicher Notfälle wurden Feierlichkeiten in der Hauptstadt und weiteren Bundesstaaten gestrichen; die abendliche Rede des Präsidenten soll dennoch stattfinden.
Die für den 4. Juli geplante Parade zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten in Washington, D.C. ist abgesagt worden. Als Grund nannten die Organisatoren die extreme Hitzewelle, die weite Teile des Landes erfasst hat. Der Nationale Wetterdienst hatte eine Warnung vor extremer Hitze für den District of Columbia herausgegeben und Hitzeindexwerte von 46 Grad Celsius vorhergesagt. Die Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung getroffen worden, um die Sicherheit von Teilnehmern, Zuschauern und Personal zu gewährleisten, hieß es in einer Erklärung.
Bereits am Vortag war die Great American State Fair auf der National Mall vorübergehend geschlossen worden, nachdem die Temperaturen auf 38 Grad Celsius gestiegen waren. Wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf medizinische Quellen berichtete, benötigten am Freitag mindestens sieben Besucher der Messe erweiterte lebensrettende Maßnahmen. Auch in zahlreichen anderen Städten der zentralen und östlichen Bundesstaaten wurden Dutzende Paraden, Konzerte und Feuerwerke abgesagt oder verschoben.
Die anhaltende Hitze führte zu einer massiven Belastung der Stromnetze. Der größte US-Netzbetreiber PJM, der rund 67 Millionen Menschen in den Mittelatlantikstaaten und im Süden versorgt, rief die Verbraucher dazu auf, Strom zu sparen. In New York meldete der Energieversorger Con Edison, dass am Abend des 3. Juli etwa 17.000 Kunden ohne Strom waren. Als Ursache der Extremtemperaturen gilt ein sogenanntes Hitzedom, ein Hochdruckgebiet, das heiße Luft über der Region festhält. Nach Angaben des Wettervorhersagezentrums der USA waren am 3. Juli mehr als 197 Millionen Menschen von Kansas bis Maine von Hitzewarnungen betroffen.
Ungeachtet der wetterbedingten Einschränkungen soll das abendliche Programm in Washington wie geplant stattfinden. Präsident Donald Trump werde um 21.45 Uhr eine längere Rede halten, gefolgt von einem Feuerwerk und militärischen Überflügen, verlautete aus dem Weißen Haus. Die Organisatoren rieten Besuchern, aufgrund der Hitze erst in den späten Nachmittagsstunden zu den Veranstaltungsorten zu kommen. Die Lage bleibt angespannt, weitere kurzfristige Anpassungen des Programms sind nach Angaben der Behörden nicht ausgeschlossen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Extreme heat in the USA receives minimal coverage, with focus shifted to similar events in Europe and Russia. The American heatwave is framed as a global problem, but with the implication that US priorities are misguided and deserve criticism.
The record heatwave in Washington is presented as an extreme natural event, emphasizing safety measures and disruptions for citizens. Lessons from past events and the need for practical adaptation are highlighted.
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