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Kriminalität & KatastrophenFreitag, 3. Juli 2026

Ehemaliger Rosawiazija-Chef Neradko in Moskau wegen Betrugs in Haft

Der langjährige Leiter der russischen Luftfahrtagentur wurde zusammen mit einem früheren Stellvertreter festgenommen; die Ermittlungen drehen sich um mutmaßliche Veruntreuung von rund 800 Millionen Rubel beim Bau einer Start- und Landebahn am Flughafen Domodedowo.

Der frühere Leiter der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija, Alexander Neradko, ist am 3. Juli 2026 in Moskau festgenommen worden. Das Choroschowskij-Bezirksgericht ordnete Untersuchungshaft für zwei Monate an, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Die Ermittler werfen ihm Betrug in besonders großem Umfang vor, begangen als Teil einer organisierten Gruppe (Artikel 159 Teil 4 des russischen Strafgesetzbuches). Die Verteidigung hat nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti Beschwerde gegen den Haftbefehl eingelegt.

Nach übereinstimmenden Berichten russischer Medien, darunter Kommersant und Wedomosti, steht der Vorwurf im Zusammenhang mit dem Bau einer zweiten Start- und Landebahn am Moskauer Flughafen Domodedowo. Das Projekt mit einem Auftragsvolumen von 12,85 Milliarden Rubel wurde 2014 begonnen und sollte ursprünglich 2016 abgeschlossen sein. Der Generalunternehmer meldete jedoch Insolvenz an, die Arbeiten kamen zum Erliegen. Die Ermittler gehen von einem Schaden von rund 800 Millionen Rubel aus. Die unfertige Bahn wurde laut Kommersant als Beweismittel beschlagnahmt.

Ebenfalls in Haft sitzt Neradkos früherer Stellvertreter Konstantin Machow, der bereits am Vortag festgenommen worden war. Ihm wird derselbe Straftatbestand zur Last gelegt; das Gericht verhängte einen Monat und sieben Tage Untersuchungshaft. Neradko hatte die Rosawiazija von 2009 bis zu seiner Entlassung im September 2023 geleitet. Zuvor hatte die Regierung ihm eine Rüge wegen mangelhafter Pflichterfüllung erteilt. Ein weiterer ehemaliger Vize, Sergej Timoschenko, war bereits im vergangenen Jahr wegen Bestechlichkeitsvorwürfen in Haft genommen worden.

Einige Quellen, darunter der Fernsehsender REN TW, bringen die Ermittlungen zudem mit dem Verkauf von Flugzeugen ins Ausland in den Jahren 2020 und 2021 in Verbindung, von denen einige später in der Ukraine aufgetaucht sein sollen. Diese Darstellung wird von offizieller Seite bislang nicht bestätigt. Das Verfahren wird vom Innenministerium geführt und operativ vom Inlandsgeheimdienst FSB begleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Russische & GUS-PresseKontinentaleuropäische Presse
Russische & GUS-Presse
PragmatismusDistanz

Die Festnahme des ehemaligen Chefs von Rosaviatsia wird als routinemäßige Strafverfolgungsmaßnahme gegen Korruption dargestellt. Die Ermittlungen werden als gründlich und die Vorwürfe als schwerwiegend beschrieben, ohne politische Implikationen. Die Erzählung betont das Engagement des Staates im Kampf gegen Veruntreuung bei großen Infrastrukturprojekten.

Kontinentaleuropäische Presse
EmpörungSkepsis

Die Festnahme wird als weiteres Symptom systemischer Korruption in Russland dargestellt, wo Veruntreuung an der Spitze an der Tagesordnung ist. Die Erzählung stellt die Unabhängigkeit der Justiz in Frage und deutet an, dass es sich um einen Schauprozess oder eine Säuberung handeln könnte. Sie ordnet das Ereignis in ein breiteres Muster von Straflosigkeit und autoritärer Herrschaft ein.

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Freitag, 3. Juli 2026

Ehemaliger Rosawiazija-Chef Neradko in Moskau wegen Betrugs in Haft

Der langjährige Leiter der russischen Luftfahrtagentur wurde zusammen mit einem früheren Stellvertreter festgenommen; die Ermittlungen drehen sich um mutmaßliche Veruntreuung von rund 800 Millionen Rubel beim Bau einer Start- und Landebahn am Flughafen Domodedowo.

Der frühere Leiter der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija, Alexander Neradko, ist am 3. Juli 2026 in Moskau festgenommen worden. Das Choroschowskij-Bezirksgericht ordnete Untersuchungshaft für zwei Monate an, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Die Ermittler werfen ihm Betrug in besonders großem Umfang vor, begangen als Teil einer organisierten Gruppe (Artikel 159 Teil 4 des russischen Strafgesetzbuches). Die Verteidigung hat nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti Beschwerde gegen den Haftbefehl eingelegt.

Nach übereinstimmenden Berichten russischer Medien, darunter Kommersant und Wedomosti, steht der Vorwurf im Zusammenhang mit dem Bau einer zweiten Start- und Landebahn am Moskauer Flughafen Domodedowo. Das Projekt mit einem Auftragsvolumen von 12,85 Milliarden Rubel wurde 2014 begonnen und sollte ursprünglich 2016 abgeschlossen sein. Der Generalunternehmer meldete jedoch Insolvenz an, die Arbeiten kamen zum Erliegen. Die Ermittler gehen von einem Schaden von rund 800 Millionen Rubel aus. Die unfertige Bahn wurde laut Kommersant als Beweismittel beschlagnahmt.

Ebenfalls in Haft sitzt Neradkos früherer Stellvertreter Konstantin Machow, der bereits am Vortag festgenommen worden war. Ihm wird derselbe Straftatbestand zur Last gelegt; das Gericht verhängte einen Monat und sieben Tage Untersuchungshaft. Neradko hatte die Rosawiazija von 2009 bis zu seiner Entlassung im September 2023 geleitet. Zuvor hatte die Regierung ihm eine Rüge wegen mangelhafter Pflichterfüllung erteilt. Ein weiterer ehemaliger Vize, Sergej Timoschenko, war bereits im vergangenen Jahr wegen Bestechlichkeitsvorwürfen in Haft genommen worden.

Einige Quellen, darunter der Fernsehsender REN TW, bringen die Ermittlungen zudem mit dem Verkauf von Flugzeugen ins Ausland in den Jahren 2020 und 2021 in Verbindung, von denen einige später in der Ukraine aufgetaucht sein sollen. Diese Darstellung wird von offizieller Seite bislang nicht bestätigt. Das Verfahren wird vom Innenministerium geführt und operativ vom Inlandsgeheimdienst FSB begleitet. Die Ermittlungen dauern an.

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Kriminalität & Katastrophen · 3 Quellen · 1 Sprache

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Russische & GUS-PresseKontinentaleuropäische Presse
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PragmatismusDistanz

Die Festnahme des ehemaligen Chefs von Rosaviatsia wird als routinemäßige Strafverfolgungsmaßnahme gegen Korruption dargestellt. Die Ermittlungen werden als gründlich und die Vorwürfe als schwerwiegend beschrieben, ohne politische Implikationen. Die Erzählung betont das Engagement des Staates im Kampf gegen Veruntreuung bei großen Infrastrukturprojekten.

Kontinentaleuropäische Presse
EmpörungSkepsis

Die Festnahme wird als weiteres Symptom systemischer Korruption in Russland dargestellt, wo Veruntreuung an der Spitze an der Tagesordnung ist. Die Erzählung stellt die Unabhängigkeit der Justiz in Frage und deutet an, dass es sich um einen Schauprozess oder eine Säuberung handeln könnte. Sie ordnet das Ereignis in ein breiteres Muster von Straflosigkeit und autoritärer Herrschaft ein.

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