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Kriminalität & KatastrophenFreitag, 3. Juli 2026

Venezuela: Sicherheitsmann nach acht Tagen aus Trümmern gerettet

Hernán Gil Flores überlebte unter den Trümmern eines eingestürzten Einkaufszentrums – internationale Teams arbeiteten über 100 Stunden an seiner Bergung.

In der Küstenstadt Catia La Mar im venezolanischen Bundesstaat La Guaira ist am Donnerstag ein 43-jähriger Sicherheitsmann lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes geborgen worden. Hernán Alberto Gil Flores hatte seit dem 24. Juni unter den Betonmassen des Einkaufszentrums Galerías Playa Grande festgesessen, nachdem zwei schwere Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 die Region erschüttert hatten. Rettungskräfte aus sieben Ländern – darunter Chile, die USA, Portugal, Costa Rica, El Salvador und Mexiko – arbeiteten nach übereinstimmenden Berichten mehr als 100 Stunden an der Bergung, die wegen der instabilen Trümmer und anhaltender Nachbeben ohne schweres Gerät und allein mit Handwerkzeugen erfolgte. Über Schläuche und Sonden wurde der Eingeschlossene mit Wasser, flüssiger Nahrung und Sauerstoff versorgt; eine Kamera ermöglichte den ständigen Kontakt.

Die offizielle Zahl der Todesopfer der Bebenkatastrophe stieg unterdessen auf mindestens 2.595, mehr als 12.400 Menschen wurden verletzt. Die Behörden sprechen von rund 38.600 Vermissten, nachdem die Zahl zwischenzeitlich auf fast 60.000 gestiegen war. Die Bergung von Gil Flores gilt als einer der wenigen Hoffnungsschimmer, nachdem bereits ein dreijähriger Junge sechs Tage nach dem Einsturz gerettet worden war. Die üblicherweise als kritisch geltende 72-Stunden-Frist war in beiden Fällen deutlich überschritten.

Der Überlebende hatte sich zum Zeitpunkt des ersten Bebens in einer kleinen Wachkabine im Untergeschoss befunden, die dem Einsturz weitgehend standhielt und einen Lufteinschluss bildete. Seine Ehefrau Gusbimar González, die vor Ort ausharrte, sprach von einem „Wunder“. Ein costa-ricanischer Retter berichtete, Gil Flores habe zunächst darum gebeten, seiner Frau nicht mitzuteilen, dass er lebe – für den Fall, dass die Rettung misslinge. Nach der Bergung wurde der Mann in ein Krankenhaus in Caracas gebracht; medizinische Quellen beschrieben seinen Zustand als stabil, er sei bei Bewusstsein.

Internationale Helfer berichteten indessen von bürokratischen Hürden. So sei deutschen Rettern die Einreise verweigert worden, und chilenische Kräfte seien von venezolanischen Militärs aufgefordert worden, ihre Dokumente vorzuweisen, da sie der Spionage verdächtigt würden. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez wies Kritik an der Regierungsarbeit zurück und dankte ausländischen Partnern für die Unterstützung. Die Such- und Bergungsarbeiten dauern an; die endgültige Opferzahl bleibt angesichts der Zerstörungen und der weiterhin vermissten Personen vorläufig.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Venezuela: Sicherheitsmann nach acht Tagen aus Trümmern gerettet

Hernán Gil Flores überlebte unter den Trümmern eines eingestürzten Einkaufszentrums – internationale Teams arbeiteten über 100 Stunden an seiner Bergung.

In der Küstenstadt Catia La Mar im venezolanischen Bundesstaat La Guaira ist am Donnerstag ein 43-jähriger Sicherheitsmann lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes geborgen worden. Hernán Alberto Gil Flores hatte seit dem 24. Juni unter den Betonmassen des Einkaufszentrums Galerías Playa Grande festgesessen, nachdem zwei schwere Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 die Region erschüttert hatten. Rettungskräfte aus sieben Ländern – darunter Chile, die USA, Portugal, Costa Rica, El Salvador und Mexiko – arbeiteten nach übereinstimmenden Berichten mehr als 100 Stunden an der Bergung, die wegen der instabilen Trümmer und anhaltender Nachbeben ohne schweres Gerät und allein mit Handwerkzeugen erfolgte. Über Schläuche und Sonden wurde der Eingeschlossene mit Wasser, flüssiger Nahrung und Sauerstoff versorgt; eine Kamera ermöglichte den ständigen Kontakt.

Die offizielle Zahl der Todesopfer der Bebenkatastrophe stieg unterdessen auf mindestens 2.595, mehr als 12.400 Menschen wurden verletzt. Die Behörden sprechen von rund 38.600 Vermissten, nachdem die Zahl zwischenzeitlich auf fast 60.000 gestiegen war. Die Bergung von Gil Flores gilt als einer der wenigen Hoffnungsschimmer, nachdem bereits ein dreijähriger Junge sechs Tage nach dem Einsturz gerettet worden war. Die üblicherweise als kritisch geltende 72-Stunden-Frist war in beiden Fällen deutlich überschritten.

Der Überlebende hatte sich zum Zeitpunkt des ersten Bebens in einer kleinen Wachkabine im Untergeschoss befunden, die dem Einsturz weitgehend standhielt und einen Lufteinschluss bildete. Seine Ehefrau Gusbimar González, die vor Ort ausharrte, sprach von einem „Wunder“. Ein costa-ricanischer Retter berichtete, Gil Flores habe zunächst darum gebeten, seiner Frau nicht mitzuteilen, dass er lebe – für den Fall, dass die Rettung misslinge. Nach der Bergung wurde der Mann in ein Krankenhaus in Caracas gebracht; medizinische Quellen beschrieben seinen Zustand als stabil, er sei bei Bewusstsein.

Internationale Helfer berichteten indessen von bürokratischen Hürden. So sei deutschen Rettern die Einreise verweigert worden, und chilenische Kräfte seien von venezolanischen Militärs aufgefordert worden, ihre Dokumente vorzuweisen, da sie der Spionage verdächtigt würden. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez wies Kritik an der Regierungsarbeit zurück und dankte ausländischen Partnern für die Unterstützung. Die Such- und Bergungsarbeiten dauern an; die endgültige Opferzahl bleibt angesichts der Zerstörungen und der weiterhin vermissten Personen vorläufig.

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