
Deutschland und Niederlande scheitern im Elfmeterschießen – Paraguay und Marokko im Achtelfinale
Die erste K.o.-Runde der WM 2026 brachte gleich zwei Favoritenstürze: Paraguay bezwang Deutschland, Marokko die Niederlande – jeweils vom Punkt.
Der Auftakt der K.o.-Phase der Weltmeisterschaft 2026 hat das Turniergefüge binnen weniger Stunden verschoben. Am Montagabend verabschiedeten sich mit Deutschland und den Niederlanden zwei europäische Schwergewichte im Elfmeterschießen. Paraguay, das die DFB-Elf nach 120 Minuten mit 1:1 in die Verlängerung gezwungen hatte, setzte sich im Boston Stadium mit 4:3 durch – Torhüter Orlando Gill parierte zwei Versuche. Wenig später egalisierte Marokko im Estadio Monterrey einen frühen Rückstand gegen die Niederlande und behielt mit 3:2 die Nerven. Aus deutscher Perspektive endet damit eine Turnierkampagne, die in der Gruppenphase noch Hoffnungen auf eine tiefe K.o.-Runde genährt hatte, vorzeitig. In den lateinamerikanischen und afrikanischen Medien wird der paraguayische Erfolg als „historischer Coup“ (El Financiero) und die marokkanische Leistung als Bestätigung des Aufschwungs seit dem Halbfinaleinzug 2022 gewertet.
Bereits am Sonntag hatte Kanada mit einem 1:0 gegen Südafrika das erste Achtelfinalticket gelöst – Stephen Eustáquio traf in der Nachspielzeit und sicherte dem Co-Gastgeber den erstmaligen Einzug in die Runde der letzten 16. Am Montag folgte Brasilien, das gegen Japan lange in Rückstand lag, ehe Casemiro ausglich und Gabriel Martinelli in der Schlussminute den 2:1-Sieg erzwang. Die „Seleção“ vermied so die Verlängerung, während Japan, das in der asiatischen Berichterstattung als taktisch diszipliniert und mutig beschrieben wird, knapp an einer Überraschung vorbeischrammte. Damit sind vier Mannschaften für das Achtelfinale qualifiziert: Kanada, Brasilien, Paraguay und Marokko.
Die verbleibenden zwölf Plätze werden bis zum 3. Juli ausgespielt. An diesem Dienstag stehen die Duelle Costa de Marfil gegen Norwegen, Frankreich gegen Schweden sowie das von mexikanischen Medien mit großer Spannung erwartete Aufeinandertreffen des Co-Gastgebers Mexiko mit Ecuador im Azteca-Stadion an. Aus europäischer Sicht richtet sich der Blick zudem auf die Donnerstagspartien: Spanien trifft auf Österreich, Portugal auf Kroatien, und die Schweiz misst sich in der Nacht auf Freitag mit Algerien. Für Österreich und die Schweiz geht es um den Einzug in ein Achtelfinale, das bereits erste konkrete Paarungen aufweist.
Die Auslosung hat die Wege vorgezeichnet: Kanada und Marokko eröffnen die Runde der letzten 16 am 4. Juli in Houston. Paraguay wartet auf den Sieger aus Frankreich gegen Schweden, Brasilien auf den Gewinner von Costa de Marfil gegen Norwegen. Der Sieger der Partie Mexiko gegen Ecuador trifft auf England oder die Demokratische Republik Kongo. Titelverteidiger Argentinien, der am Freitag gegen Kap Verde antritt, würde im Falle eines Weiterkommens auf Australien oder Ägypten stoßen. Die deutsche Mannschaft hingegen muss das Turnier aus der Ferne verfolgen – ein frühes Scheitern, das in der heimischen Analyse bereits Fragen nach der künftigen Ausrichtung aufwirft.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Paraguays historischer Sieg im Elfmeterschießen gegen Deutschland wird als Triumph gefeiert. Der Fokus richtet sich nun auf Mexiko, das vor heimischem Publikum nach acht Jahren wieder ins Achtelfinale einziehen will. Das Tableau nimmt Gestalt an und Lateinamerika träumt groß.
Vier Mannschaften haben bereits ihr Achtelfinalticket gelöst: Kanada, Paraguay, Marokko und Brasilien. Marokko schaltete die Niederlande im Elfmeterschießen aus, Paraguay bezwang Deutschland. Die Berichterstattung bleibt sachlich, listet Ergebnisse und anstehende Partien ohne triumphale Untertöne auf.
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