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SportSonntag, 28. Juni 2026

Das 3:3 in der 96. Minute: Österreich und Algerien weisen Absprachen zurück, Irans WM-Traum endet

Ein wildes 3:3 in der Nachspielzeit zwischen Österreich und Algerien ließ beide Teams jubeln, während Iran ausschied – und Erinnerungen an die 'Schande von Gijón' wach wurden.

Es war ein Abend, der in den letzten 150 Sekunden gleich mehrfach die Gewissheiten über den Haufen warf. Beim Stand von 2:2 hatten sich Algerien und Österreich in der zweiten Halbzeit über weite Strecken in einer Art unausgesprochenem Waffenstillstand eingerichtet. Beiden genügte das Remis zum Einzug in die Runde der letzten 32 – Österreich als Gruppenzweiter, Algerien als einer der besten Dritten. Dann, in der dritten Minute der Nachspielzeit, durchbrach ein Steilpass die Lethargie: Riyad Mahrez lief allein auf das Tor zu und schob zum 3:2 für Algerien ein. Österreich stand vor dem Aus, Iran wähnte sich im Achtelfinale. Doch nur drei Minuten später, mit der letzten Aktion des Spiels, köpfte der eingewechselte Saša Kalajdžić nach einer Flanke zum 3:3 ein. Beide Teams waren durch, Iran eliminiert.

Die Parallelen zur „Schande von Gijón“ von 1982, als ein 1:0 zwischen Deutschland und Österreich beide auf Kosten Algeriens weiterbrachte, drängten sich auf. Iranische Medien sprachen von einem „abgekarteten Spiel“, verwiesen auf die minutenlange Ballzirkulation ohne Pressing und auf Fernsehbilder, die zeigten, wie österreichische Ersatzspieler nach dem 2:3 gestikulierend in Richtung der algerischen Bank liefen. In sozialen Netzwerken kursierten Videos, die algerische Fans beim Jubel über den österreichischen Ausgleich zeigten – ein Indiz dafür, dass vielen bewusst war, dass der dritte Platz ein günstigeres Achtelfinal-Los (gegen die Schweiz) bedeutete als der zweite (gegen Spanien).

Die Trainer beider Mannschaften wiesen den Vorwurf einer Absprache entschieden zurück. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick nannte die Schlussphase einen „Hollywood-Film“ und betonte, dass ein 3:3 mit einem solchen Verlauf kaum geplant sein könne: „Wenn mir drei Minuten vor Schluss jemand gesagt hätte, was passiert, hätte ich ihn für verrückt erklärt.“ Auch Algeriens Trainer Vladimir Petković sah den Fußball als Sieger: „Das 3:3 spricht für sich.“ Mahrez selbst räumte ein, die Situation sei „unangenehm“ gewesen, doch er habe den Fußball respektieren und das Tor machen müssen. Dass Österreich noch ausglich, sei „das Gute“ an der Geschichte. Rangnick äußerte zudem Mitgefühl für den Iran, dessen Mannschaft es verdient gehabt hätte weiterzukommen.

Für Iran endet das Turnier mit einer bitteren Bilanz: Das 1:1 gegen Neuseeland, ein aberkanntes Tor gegen Belgien, ein verschossener Elfmeter gegen Ägypten und nun das Warten auf fremde Ergebnisse, das in der 96. Minute grausam enttäuscht wurde. Österreich trifft nun im Achtelfinale auf Spanien, Algerien auf die Schweiz. Der Ausgang der Gruppe J wird die Debatte über die Anfälligkeit des neuen 48er-Formats für taktische Nichtangriffspakte weiter befeuern.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

23%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseSüdostasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
AlarmEmpörungSkepsis

Lateinamerikanische Medien äußern starken Verdacht auf eine Absprache zwischen Algerien und Österreich, um den Iran auszuschalten, und beschwören das Gespenst der 'Schande von Gijón' von 1982 herauf. Videos von algerischen Fans, die den österreichischen Ausgleich bejubeln, schüren die Kontroverse, und es wird angedeutet, die FIFA müsse eine Regelungslücke schließen. Der Ton ist alarmierend und offen anklagend und wirft einen Schatten auf die Integrität des Turniers.

Südostasiatische Presse
SkepsisDistanz

Südostasiatische Medien berichten über die Kontroverse mit einer Mischung aus Skepsis und Distanz und fragen, ob das Ausscheiden des Iran das Ergebnis einer Verschwörung war. Die 'Schande von Gijón' wird als historischer Präzedenzfall angeführt, doch auch die offiziellen Dementis beider Teams kommen zu Wort. Der Ansatz ist eher beschreibend als anklagend und überlässt das Urteil dem Leser.

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2 Quellen|2 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Sonntag, 28. Juni 2026

Das 3:3 in der 96. Minute: Österreich und Algerien weisen Absprachen zurück, Irans WM-Traum endet

Ein wildes 3:3 in der Nachspielzeit zwischen Österreich und Algerien ließ beide Teams jubeln, während Iran ausschied – und Erinnerungen an die 'Schande von Gijón' wach wurden.

Es war ein Abend, der in den letzten 150 Sekunden gleich mehrfach die Gewissheiten über den Haufen warf. Beim Stand von 2:2 hatten sich Algerien und Österreich in der zweiten Halbzeit über weite Strecken in einer Art unausgesprochenem Waffenstillstand eingerichtet. Beiden genügte das Remis zum Einzug in die Runde der letzten 32 – Österreich als Gruppenzweiter, Algerien als einer der besten Dritten. Dann, in der dritten Minute der Nachspielzeit, durchbrach ein Steilpass die Lethargie: Riyad Mahrez lief allein auf das Tor zu und schob zum 3:2 für Algerien ein. Österreich stand vor dem Aus, Iran wähnte sich im Achtelfinale. Doch nur drei Minuten später, mit der letzten Aktion des Spiels, köpfte der eingewechselte Saša Kalajdžić nach einer Flanke zum 3:3 ein. Beide Teams waren durch, Iran eliminiert.

Die Parallelen zur „Schande von Gijón“ von 1982, als ein 1:0 zwischen Deutschland und Österreich beide auf Kosten Algeriens weiterbrachte, drängten sich auf. Iranische Medien sprachen von einem „abgekarteten Spiel“, verwiesen auf die minutenlange Ballzirkulation ohne Pressing und auf Fernsehbilder, die zeigten, wie österreichische Ersatzspieler nach dem 2:3 gestikulierend in Richtung der algerischen Bank liefen. In sozialen Netzwerken kursierten Videos, die algerische Fans beim Jubel über den österreichischen Ausgleich zeigten – ein Indiz dafür, dass vielen bewusst war, dass der dritte Platz ein günstigeres Achtelfinal-Los (gegen die Schweiz) bedeutete als der zweite (gegen Spanien).

Die Trainer beider Mannschaften wiesen den Vorwurf einer Absprache entschieden zurück. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick nannte die Schlussphase einen „Hollywood-Film“ und betonte, dass ein 3:3 mit einem solchen Verlauf kaum geplant sein könne: „Wenn mir drei Minuten vor Schluss jemand gesagt hätte, was passiert, hätte ich ihn für verrückt erklärt.“ Auch Algeriens Trainer Vladimir Petković sah den Fußball als Sieger: „Das 3:3 spricht für sich.“ Mahrez selbst räumte ein, die Situation sei „unangenehm“ gewesen, doch er habe den Fußball respektieren und das Tor machen müssen. Dass Österreich noch ausglich, sei „das Gute“ an der Geschichte. Rangnick äußerte zudem Mitgefühl für den Iran, dessen Mannschaft es verdient gehabt hätte weiterzukommen.

Für Iran endet das Turnier mit einer bitteren Bilanz: Das 1:1 gegen Neuseeland, ein aberkanntes Tor gegen Belgien, ein verschossener Elfmeter gegen Ägypten und nun das Warten auf fremde Ergebnisse, das in der 96. Minute grausam enttäuscht wurde. Österreich trifft nun im Achtelfinale auf Spanien, Algerien auf die Schweiz. Der Ausgang der Gruppe J wird die Debatte über die Anfälligkeit des neuen 48er-Formats für taktische Nichtangriffspakte weiter befeuern.

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Sport · 2 Quellen · 2 Sprachen

23%Niedrig

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Lateinamerikanische PresseSüdostasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
AlarmEmpörungSkepsis

Lateinamerikanische Medien äußern starken Verdacht auf eine Absprache zwischen Algerien und Österreich, um den Iran auszuschalten, und beschwören das Gespenst der 'Schande von Gijón' von 1982 herauf. Videos von algerischen Fans, die den österreichischen Ausgleich bejubeln, schüren die Kontroverse, und es wird angedeutet, die FIFA müsse eine Regelungslücke schließen. Der Ton ist alarmierend und offen anklagend und wirft einen Schatten auf die Integrität des Turniers.

Südostasiatische Presse
SkepsisDistanz

Südostasiatische Medien berichten über die Kontroverse mit einer Mischung aus Skepsis und Distanz und fragen, ob das Ausscheiden des Iran das Ergebnis einer Verschwörung war. Die 'Schande von Gijón' wird als historischer Präzedenzfall angeführt, doch auch die offiziellen Dementis beider Teams kommen zu Wort. Der Ansatz ist eher beschreibend als anklagend und überlässt das Urteil dem Leser.

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