
Spaniens ungebrochene Serie und Österreichs Pressing-Mut: Das Achtelfinal-Duell in Los Angeles
Im SoFi Stadium treffen die seit 34 Partien ungeschlagenen Spanier auf eine österreichische Mannschaft, die mit Intensität und dem Mut der Verzweiflung ihre erste K.-o.-Runde seit 1954 bestreitet.
Im SoFi Stadium von Los Angeles kommt es an diesem Donnerstag zum Aufeinandertreffen zweier europäischer Mannschaften, deren Wege in die Runde der letzten 32 kaum unterschiedlicher hätten verlaufen können. Während Spanien als Gruppensieger ohne Gegentor und mit der längsten Serie ungeschlagener Pflichtspiele (34 Partien seit März 2023) anreist, sicherte sich Österreich den Einzug in die K.-o.-Phase erst durch einen späten Ausgleich gegen Algerien – und steht nun vor der ersten Partie in einem WM-Achtelfinale seit 1954. Die Ausgangslage spiegelt sich in den taktischen Ankündigungen: Luis de la Fuente, der spanische Nationaltrainer, betonte die wiedergewonnene Frische seines Offensivjuwels Lamine Yamal, der nach überstandenem Muskelfaserriss „für alles, was von ihm verlangt wird, bereit“ sei. Ralf Rangnick hingegen erklärte, seine Mannschaft werde den 18-Jährigen „sehr genau beobachten, um ihm nicht zu viel Raum und zu viele Dribbelmöglichkeiten zu geben“.
Die spanische Defensive, die in der Gruppenphase keinen Treffer zuließ und insgesamt über 420 Minuten ohne Gegentor blieb, trifft auf eine österreichische Angriffsreihe, die in jedem ihrer drei Gruppenspiele mindestens einmal erfolgreich war, jedoch auch in jedem Spiel mindestens ein Tor kassierte. Diese defensive Anfälligkeit – Österreich hat in nunmehr zwölf aufeinanderfolgenden WM-Partien immer mindestens einen Gegentreffer hinnehmen müssen – wird aus spanischer Sicht als zentrale Schwachstelle identifiziert. Gleichzeitig verweist man in Österreich auf die eigene Pressingintensität und die Erfahrung von Spielern wie David Alaba, der fünf Jahre bei Real Madrid spielte und die Qualität des Gegners „enorm“ nennt, aber betont: „Wir wollen uns nicht verstecken.“
Die personellen Vorzeichen sind weitgehend geklärt. Spanien muss auf den verletzten Nico Williams verzichten, kann aber auf einen nahezu kompletten Kader zurückgreifen, in dem Pedri, Rodri und Dani Olmo das Mittelfeld dirigieren sollen. Auf österreichischer Seite fällt Verteidiger Phillipp Mwene aus, doch Rangnick sieht genügend Alternativen. Die voraussichtlichen Aufstellungen deuten auf ein Duell hin, in dem spanischer Ballbesitz auf österreichische Umschaltmomente trifft – ein Muster, das bereits das einzige bisherige WM-Duell beider Teams prägte, als Österreich 1978 mit 2:1 gewann.
Der Sieger dieser Partie trifft im Achtelfinale auf den Gewinner der Begegnung zwischen Portugal und Kroatien. Für Spanien geht es darum, den Status als einer der Turnierfavoriten zu untermauern; für Österreich steht die Chance im Raum, zum ersten Mal seit fast sieben Jahrzehnten wieder in die Runde der letzten 16 einzuziehen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Spanien geht mit einem vollständig fitten Kader und hohen Erwartungen in die Runde der letzten 32. Trainer de la Fuente sagt, das Team beginne, frühere Probleme zu erkennen und zu beheben, und Lamine Yamal stehe für die gesamte Partie zur Verfügung. Die Spanier gelten als klarer Favorit aufs Weiterkommen.
Spanien erreicht die K.-o.-Runde mit Fragezeichen hinter der eigenen Form, nach einer Gruppenphase mit einem Unentschieden gegen Kap Verde und einem knappen Sieg über Uruguay. Das Spiel gegen Österreich wird als Moment der Wahrheit für eine Mannschaft dargestellt, die nun endlich ihre Titelambitionen unter Beweis stellen muss. Von Lamine Yamal wird erwartet, dass er den Unterschied macht, doch der Druck lastet auf dem gesamten Kader.
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