
Südkorea schickt Kampfjets nach Eindringen russischer und chinesischer Maschinen in Luftverteidigungszone
Die Maschinen verletzten keinen souveränen Luftraum, doch Seoul reagierte mit Alarmstarts. Peking spricht von einer strategischen Patrouille zur Friedenssicherung.
Am Samstag drangen mehr als zehn chinesische und russische Militärflugzeuge in die südkoreanische Luftverteidigungsidentifikationszone (KADIZ) über dem Ost- und dem Südmeer ein. Nach Angaben des Generalstabs in Seoul wurden die Maschinen, darunter Bomber und Kampfjets, bereits vor dem Eintritt in die Zone erfasst; die Luftwaffe entsandte umgehend eigene Kampfflugzeuge, um auf etwaige Zwischenfälle vorbereitet zu sein. Eine Verletzung des südkoreanischen Hoheitsluftraums habe zu keinem Zeitpunkt stattgefunden, teilte das Militär mit.
Das chinesische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorgang als elfte gemeinsame strategische Luftpatrouille der Luftstreitkräfte beider Länder über dem Japanischen Meer, dem Ostchinesischen Meer und dem westlichen Pazifik. Die Mission habe die Entschlossenheit und Fähigkeit demonstriert, gemeinsam regionalen Frieden und Stabilität zu wahren. Eine eigenständige Stellungnahme aus Moskau lag zunächst nicht vor. Aus Sicht der südkoreanischen Militärführung handelt es sich um ein wiederkehrendes Muster: Seit 2019 entsenden Peking und Moskau ein- bis zweimal jährlich ohne Vorankündigung Maschinen in die KADIZ, zuletzt im Dezember 2025 mit neun Flugzeugen. Damals legte Seoul förmlichen Protest bei den Militärattachés beider Länder ein, und Tokio äußerte „ernste Besorgnis“.
Die KADIZ ist kein souveräner Luftraum, sondern eine Pufferzone, in der sich anfliegende Luftfahrzeuge zu Sicherheitszwecken identifizieren sollen. Eine rechtliche Pflicht zur Vorabnotifikation besteht nicht, doch wird sie von den Anrainerstaaten erwartet. Dass Peking und Moskau bewusst auf eine Ankündigung verzichten, werten Sicherheitskreise in Seoul und Tokio als gezielte Demonstration militärischer Handlungsfreiheit und als Test der regionalen Reaktionsfähigkeit. Die Patrouillen sind Teil eines jährlichen Kooperationsplans und unterstreichen die Vertiefung der sicherheitspolitischen Partnerschaft zwischen China und Russland, die auch in europäischen Hauptstädten aufmerksam registriert wird.
Für die sicherheitspolitische Architektur im Indopazifik bedeuten die regelmäßigen gemeinsamen Manöver eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse, die in Washington, Canberra und den Nato-Hauptstädten mit Sorge beobachtet wird. Die Vorgänge fallen in eine Phase, in der Russland und China ihre militärische Zusammenarbeit demonstrativ ausbauen – ein Umstand, den Präsident Wladimir Putin zuletzt beim Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg als traditionell und nicht an politische Tagesereignisse gebunden bezeichnete. Eine unmittelbare Eskalation blieb am Samstag aus; Beobachter in Seoul rechnen jedoch mit einer neuerlichen Protestnote an Peking und Moskau, wie sie bereits nach dem Vorfall im Dezember 2025 erfolgte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Chinesische und russische Kampfflugzeuge drangen kurzzeitig in die südkoreanische Luftverteidigungs-Identifikationszone ein und lösten Alarm aus. Seoul ließ Kampfjets aufsteigen, doch die Flugzeuge zogen ohne Zwischenfälle ab und verletzten keinen territorialen Luftraum.
Russische und chinesische Militärflugzeuge drangen in die südkoreanische Luftverteidigungszone ein und verschärften die Grenzspannungen. Seoul stationierte vorsorglich Kampfjets, doch die Flugzeuge verließen die Zone, ohne den souveränen Luftraum zu verletzen.
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