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Geopolitik & PolitikSamstag, 20. Juni 2026

Brasilien: Lula in Umfrage stabil – Flávio Bolsonaro stoppt Abwärtstrend

Präsident Lula führt mit 41 zu 31 Prozent im ersten Wahlgang, während in der Stichwahl der Vorsprung gegenüber dem Senator des rechten Lagers auf vier Punkte schmilzt.

São Paulo. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Datafolha liegt der brasilianische Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva (PT) mit 41 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang vor Flávio Bolsonaro (PL), der auf 31 Prozent kommt. Für eine mögliche Stichwahl ermittelte Datafolha 47 Prozent für Lula und 43 Prozent für den Senator. Die Werte sind gegenüber Mai stabil; die Erhebung unter 2.004 Befragten zwischen dem 17. und 18. Juni erfasst lediglich partiell die Auswirkungen einer Polizeiaktion gegen den Regierungsfraktionschef im Senat, Jaques Wagner, am zweiten Erhebungstag.\n\nAus dem Umfeld der Regierungspartei PT werden die stabilen Zahlen als Bestätigung des Kurses gewertet und auf schrittweise Wirtschaftsverbesserungen sowie neue Sozialprogramme verwiesen. Im Lager Bolsonaros hingegen sieht man den Stillstand als Erfolg nach dem sogenannten „Dark Horse“-Skandal, als die Enthüllung von Finanzierungsersuchen des Senators für einen Film über seinen Vater zu einem Einbruch geführt hatte. Vertreter des PL erwarten, dass die Wagner-Affäre in den kommenden Umfragen voll durchschlagen und den Rückstand weiter verringern werde.\n\nDie Daten offenbaren eine anhaltend starke Polarisierung: 48 Prozent der Befragten lehnen Flávio Bolsonaro entschieden ab, 46 Prozent würden keinesfalls für Lula stimmen. In der Stichwahl gelingt es dem Senator, über die rechte Kernwählerschaft hinaus zu mobilisieren, bleibt aber etwa bei Frauen und im Südosten hinter dem Amtsinhaber zurück. Analysten in São Paulo und europäische Diplomaten sehen darin ein Anzeichen für eine tief gespaltene Wählerschaft mit möglichen Folgen für die EU-Mercosur-Verhandlungen sowie die künftige Klimakooperation.\n\nDie offizielle Kampagne beginnt in Kürze; der erste Wahlgang ist für Oktober angesetzt. Beobachter rechnen damit, dass die strafrechtlichen Entwicklungen um den Banco-Master-Komplex – in den sowohl bolsonaristische als auch regierungsnahe Kreise verwickelt sind – die Dynamik weiter beeinflussen. Datafolha wird voraussichtlich im Juli eine neue Erhebung vorlegen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Lateinamerikanische PresseAtlantische / angloamerikanische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
DistanzPragmatismus

Eine Datafolha-Umfrage zeigt Lula mit 41% in der ersten Runde vor Flavio Bolsonaro mit 31%. Skandale wie der Fall ‚Dark Horse‘ und Polizeieinsätze haben das Rennen nicht wesentlich verändert, und die Kandidaten bereiten sich auf eine direkte Konfrontation in der Stichwahl vor.

Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
SkepsisPragmatismus

Umfragen zeigen, dass Präsident Lula seinen Vorsprung vor Senator Flavio Bolsonaro hält, der durch Verbindungen zu einem großen Bankskandal beschädigt wurde. Das Rennen bleibt weitgehend unverändert, und Lula gilt als Favorit in einer möglichen Stichwahl.

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Samstag, 20. Juni 2026

Brasilien: Lula in Umfrage stabil – Flávio Bolsonaro stoppt Abwärtstrend

Präsident Lula führt mit 41 zu 31 Prozent im ersten Wahlgang, während in der Stichwahl der Vorsprung gegenüber dem Senator des rechten Lagers auf vier Punkte schmilzt.

São Paulo. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Datafolha liegt der brasilianische Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva (PT) mit 41 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang vor Flávio Bolsonaro (PL), der auf 31 Prozent kommt. Für eine mögliche Stichwahl ermittelte Datafolha 47 Prozent für Lula und 43 Prozent für den Senator. Die Werte sind gegenüber Mai stabil; die Erhebung unter 2.004 Befragten zwischen dem 17. und 18. Juni erfasst lediglich partiell die Auswirkungen einer Polizeiaktion gegen den Regierungsfraktionschef im Senat, Jaques Wagner, am zweiten Erhebungstag.\n\nAus dem Umfeld der Regierungspartei PT werden die stabilen Zahlen als Bestätigung des Kurses gewertet und auf schrittweise Wirtschaftsverbesserungen sowie neue Sozialprogramme verwiesen. Im Lager Bolsonaros hingegen sieht man den Stillstand als Erfolg nach dem sogenannten „Dark Horse“-Skandal, als die Enthüllung von Finanzierungsersuchen des Senators für einen Film über seinen Vater zu einem Einbruch geführt hatte. Vertreter des PL erwarten, dass die Wagner-Affäre in den kommenden Umfragen voll durchschlagen und den Rückstand weiter verringern werde.\n\nDie Daten offenbaren eine anhaltend starke Polarisierung: 48 Prozent der Befragten lehnen Flávio Bolsonaro entschieden ab, 46 Prozent würden keinesfalls für Lula stimmen. In der Stichwahl gelingt es dem Senator, über die rechte Kernwählerschaft hinaus zu mobilisieren, bleibt aber etwa bei Frauen und im Südosten hinter dem Amtsinhaber zurück. Analysten in São Paulo und europäische Diplomaten sehen darin ein Anzeichen für eine tief gespaltene Wählerschaft mit möglichen Folgen für die EU-Mercosur-Verhandlungen sowie die künftige Klimakooperation.\n\nDie offizielle Kampagne beginnt in Kürze; der erste Wahlgang ist für Oktober angesetzt. Beobachter rechnen damit, dass die strafrechtlichen Entwicklungen um den Banco-Master-Komplex – in den sowohl bolsonaristische als auch regierungsnahe Kreise verwickelt sind – die Dynamik weiter beeinflussen. Datafolha wird voraussichtlich im Juli eine neue Erhebung vorlegen.

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Eine Datafolha-Umfrage zeigt Lula mit 41% in der ersten Runde vor Flavio Bolsonaro mit 31%. Skandale wie der Fall ‚Dark Horse‘ und Polizeieinsätze haben das Rennen nicht wesentlich verändert, und die Kandidaten bereiten sich auf eine direkte Konfrontation in der Stichwahl vor.

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Umfragen zeigen, dass Präsident Lula seinen Vorsprung vor Senator Flavio Bolsonaro hält, der durch Verbindungen zu einem großen Bankskandal beschädigt wurde. Das Rennen bleibt weitgehend unverändert, und Lula gilt als Favorit in einer möglichen Stichwahl.

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