
Ben-Gvir führt Tausende Siedler auf den Tempelberg – Scharfe Verurteilungen aus der arabischen Welt
Der israelische Minister für nationale Sicherheit besuchte am jüdischen Trauertag Tisha B'Av den Tempelberg, wo jüdische Besucher beteten – ein Verstoß gegen den Status quo, der von Jordanien, den Palästinensern und acht muslimischen Staaten verurteilt wurde.
Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hat am Donnerstag in Begleitung Tausender jüdischer Siedler den Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in der Jerusalemer Altstadt besucht. Nach übereinstimmenden Berichten palästinensischer und israelischer Quellen betraten mehr als 2.500, nach anderen Angaben über 3.200 Siedler das Gelände, auf dem sich die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom befinden. Sie verrichteten unter dem Schutz der israelischen Polizei talmudische Rituale, sangen die Nationalhymne und hissten israelische Flaggen. Ben-Gvir erklärte in einem Video, Juden beteten an diesem Ort und fühlten sich als „die rechtmäßigen Eigentümer“; der Staat Israel sei hier der Souverän. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab zunächst keine Stellungnahme ab, hatte jedoch nach früheren Besuchen Ben-Gvirs stets betont, dass sich an der israelischen Politik der Beibehaltung des Status quo nichts geändert habe.
Die Reaktionen aus der arabischen und islamischen Welt fielen umgehend und scharf aus. Das jordanische Außenministerium verurteilte den Besuch als „eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht“ und als „Entweihung der Heiligkeit der Moschee“. Die palästinensische Autonomiebehörde sprach von einer „gefährlichen Eskalation“ und einem Versuch, die historische und rechtliche Ordnung gewaltsam zu verändern. Acht Außenminister – der Vereinigten Arabischen Emirate, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens, Indonesiens, Pakistans, Saudi-Arabiens und Katars – veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie die „anhaltenden massenhaften Stürmungen durch Siedler unter Führung extremistischer israelischer Minister“ als flagranten Bruch des Völkerrechts und der einschlägigen UN-Resolutionen verurteilten. Die Arabische Liga und die Hamas schlossen sich der Verurteilung an; die Hamas warnte, solche Aggressionsakte würden auf die Besatzung zurückschlagen.
Die Vorgänge reihen sich in eine Serie ähnlicher Besuche Ben-Gvirs an jüdischen Feiertagen ein. Aus palästinensischer Sicht handelt es sich um Teil eines systematischen Plans, die al-Aqsa-Moschee zeitlich und räumlich zu teilen. Die Jerusalemer Waqf-Behörde und das Gouverneursbüro berichteten, die israelische Polizei habe die Gruppengröße der Siedler auf bis zu 150 Personen erhöht, während muslimischen Gläubigen der Zugang massiv erschwert worden sei; nur wenige Palästinenser hätten das Morgengebet verrichten können, bevor Sicherheitskräfte mehrere von ihnen angriffen. Die Behörden warnten, die Beteiligung eines Ministers an den Stürmungen markiere einen „gefährlichen Wandel“ von Angriffen extremistischer Gruppen hin zu einer offiziellen Übernahme solcher Praktiken durch die israelische Regierung.
Der Status quo auf dem Tempelberg geht auf das Jahr 1967 zurück. Israel ist für die Sicherheit zuständig, während die jordanische Waqf-Behörde die Verwaltung innehat. Nichtmuslimen sind Besuche gestattet, das Gebet ist ihnen jedoch untersagt. Die jordanische Regierung pocht auf ihre historische haschemitische Schutzherrschaft über die heiligen Stätten. Die gemeinsame Erklärung der acht Außenminister bekräftigte, das gesamte 144 Dunum große Areal sei ein ausschließlich muslimischer Gebetsort und die Jerusalemer Waqf die einzige für die Verwaltung zuständige Instanz. Unmittelbare Unruhen blieben am Donnerstag aus. Die internationale Gemeinschaft ist aufgerufen, eine feste Haltung einzunehmen; konkrete Schritte des UN-Sicherheitsrats stehen noch aus.
| Südostasiatische Presse | −0.90 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −1.00 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Israelische Presse | +0.70 | aligned |
Die palästinensische und islamische Welt verurteilt diese Invasion von Al-Aqsa durch israelische Siedler und Beamte, die die Heiligkeit des Ortes und das Völkerrecht verletzt.
Indem die Erzählung das Ausmaß des Einfalls, die durchgeführten religiösen Rituale und die Verurteilung durch regionale Akteure betont, konstruiert sie das Ereignis als eine bewusste Provokation und einen Verstoß gegen heilige Normen.
Die Erzählung lässt den jüdischen religiösen Kontext von Tischa beAv und die Tatsache aus, dass einige jüdische Besucher wegen Ausschreitungen verhaftet wurden, was die Darstellung einer einseitigen Aggression verkomplizieren würde.
Die arabische und muslimische Welt weist diese offene Provokation zurück und fordert internationales Handeln, um israelische Verstöße zu stoppen.
Durch die Verwendung von Begriffen wie 'Sturm', 'Missachtung des Völkerrechts' und 'gefährliche Eskalation' verstärkt die Erzählung die Bedrohung und stellt das Ereignis als Casus Belli dar.
Die Erzählung lässt die jüdische religiöse Bedeutung von Tischa beAv und die Tatsache aus, dass einige jüdische Besucher verhaftet wurden, was das Ereignis eher als religiöse Observanz denn als rein politische Provokation erscheinen ließe.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet diesen Vorfall mit Besorgnis und stellt den Verstoß gegen langjährige Vereinbarungen an einer äußerst sensiblen heiligen Stätte fest.
Durch die Verwendung neutraler Begriffe wie 'Besuch' und 'Brennpunkt' und durch die Bereitstellung des Kontexts der Sensibilität des Ortes bewahrt die Erzählung einen distanzierten Ton, während sie implizit den Verstoß anerkennt.
Die Erzählung lässt das Ausmaß des Einfalls (keine genaue Zahl der Siedler) und die spezifischen religiösen Rituale aus, die das Gefühl der Provokation verstärken würden.
Israel beansprucht seine Souveränität über den Tempelberg, und jüdische Anbetung dort ist ein legitimer Ausdruck der Religionsfreiheit, trotz des Widerstands.
Indem die Erzählung das Ereignis als 'Besuch' und 'Fortschritt' darstellt und sich auf die religiöse Bedeutung von Tischa beAv konzentriert, normalisiert sie den Bruch des Status quo und stellt ihn als positive Entwicklung dar.
Die Erzählung lässt die große Zahl der Siedler (anderswo über 2.500 gemeldet) und die starke Verurteilung durch Jordanien und palästinensische Beamte aus, was die Darstellung eines friedlichen religiösen Besuchs untergraben würde.
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