
Belgien und Iran mit torlosem Remis: VAR aberkennt Tor, Ngoy fliegt vom Platz
Nach einem torlosen Unentschieden gegen den Iran, bei dem ein Treffer der Asiaten aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde und Belgien eine Rote Karte hinnehmen musste, bleibt die Gruppe G völlig offen.
Das zweite Gruppenspiel der Gruppe G zwischen Belgien und Iran endete am Sonntagabend im SoFi Stadium von Los Angeles mit einem torlosen 0:0, das die Vorzeichen für den Aufstieg in die K.o.-Phase gänzlich offenlässt. Dabei war es der Iran, der dem Sieg näher schien: In der 25. Minute versenkte Mehdi Taremi den Ball nach einem einstudierten Freistoß clever im Netz, doch der Videobeweis erkannte auf eine knappe Abseitsstellung. Ein zweiter Wendepunkt ereignete sich in der 66. Minute, als Belgiens Verteidiger Nathan Ngoy nach einem Fehlpass als letzter Mann Taremi zu Fall brachte und mit glatt Rot des Feldes verwiesen wurde. Trotz numerischer Überlegenheit gelang es den Iranern jedoch nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen, während Belgien in Unterzahl sogar die größeren Chancen kreierte.
Die Belgier, mit Stars wie Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku angetreten, dominierten die Partie über weite Strecken mit Ballbesitzwerten von zeitweise über 70 Prozent und gaben insgesamt 22 Torschüsse ab. Doch die Defensive des Iran, verstärkt durch einen überragenden Alireza Beiranvand im Tor, hielt stand. Der 33-jährige Keeper, der bereits 2018 mit einem gehaltenen Elfmeter gegen Cristiano Ronaldo Weltruhm erlangte, parierte sieben Schüsse, darunter eine Glanzparade gegen Maxim De Cuyper aus kurzer Distanz. Auf der Gegenseite rettete Thibaut Courtois mehrfach gegen Taremi und Hossein Kanaani und sicherte so das Remis.
Mit nun zwei Punkten aus zwei Unentschieden führen Iran (2:2 Tore) und Belgien (1:1) die Tabelle der Gruppe G punktgleich an, dicht gefolgt von Ägypten und Neuseeland mit jeweils einem Zähler, die sich später am Sonntag gegenüberstanden. Für Belgien setzt sich damit eine Negativserie fort: Seit vier WM-Partien wartet die Mannschaft auf einen Sieg, und die goldene Generation um De Bruyne und Lukaku scheint ihren Zenit überschritten zu haben. Der Iran hingegen feiert einen Achtungserfolg: Erstmals blieb das Team in den ersten beiden WM-Spielen ungeschlagen. Überschattet wurde das Spiel von politischen Tönen: Die iranische Hymne wurde von Teilen der über 70.000 Zuschauer mit Pfiffen bedacht, ein Echo der Reisebeschränkungen, die die USA der iranischen Delegation auferlegt hatten; die Mannschaft durfte nur am Spieltag selbst einreisen und musste ihr Quartier im mexikanischen Tijuana beziehen.
Damit spitzt sich die Entscheidung in der Gruppe G auf den letzten Spieltag zu. Am Samstag, den 27. Juni, trifft Belgien in Vancouver auf Neuseeland, während der Iran in Seattle gegen Ägypten antreten muss. Beide Teams benötigen voraussichtlich einen Sieg, um sicher das Achtelfinale zu erreichen, doch selbst ein Unentschieden könnte für den Gruppensieg reichen – ein Szenario, das die Spannung bis zum Schluss garantiert.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Belgien stolpert erneut: Die Star-Auswahl kann das iranische Abwehrmauerwerk nicht überwinden und schlittert in eine sportliche Krise. Blutleere Dominanz und Ngoy’s Platzverweis lassen den Roten Teufeln kaum noch Luft; ein Sieg im letzten Spiel ist Pflicht. Der Iran träumt vom historischen Einzug in die K.o.-Runde, vor allem dank Beiranvands Heldentaten.
Belgien hat bei der WM weiter zu kämpfen und ist nach dem 0:0 gegen einen zähen Iran immer noch sieglos. Die Roten Teufel dominierten den Ballbesitz und kreierten Chancen, scheiterten aber an Beiranvands Paraden und Ngoy’s Platzverweis. Im letzten Gruppenspiel müssen Punkte her, während der Iran auf den ersten Achtelfinaleinzug hofft.
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