
BAT streicht 9000 Stellen und forciert KI-gestützten Konzernumbau
Der Tabakkonzern will mit einem globalen Effizienzprogramm bis 2028 jährlich 600 Millionen Pfund einsparen und reagiert damit auf den schrumpfenden Markt für traditionelle Zigaretten.
British American Tobacco (BAT) hat am Montag den Abbau von rund 5.500 Stellen sowie die Auslagerung weiterer 3.500 Positionen an Partner wie Accenture und ITC Infotech angekündigt. Insgesamt sind damit etwa 9.000 Beschäftigte oder 20 Prozent der weltweiten Belegschaft betroffen. Die Aktie des Konzerns gab an der Londoner Börse um bis zu 1,8 Prozent nach, während der FTSE 100 nahezu unverändert blieb.
Der unter dem Namen Fit2Win laufende Umbau soll BAT nach Konzernangaben agiler, kostendisziplinierter und technologiefähiger machen. Künstliche Intelligenz und eine beschleunigte Digitalisierung der Produktions- und Verwaltungsprozesse bilden den Kern des Programms, das bis 2028 zusätzliche jährliche Einsparungen von 600 Millionen Pfund (rund 695 Millionen Euro) erbringen soll. Bereits für 2027 wird ein Zwischenziel von 500 Millionen Pfund angestrebt. Die Restrukturierung erstreckt sich auf alle Regionen mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, des umsatzstärksten Einzelmarktes, der über die Tochtergesellschaft Reynolds American geführt wird.
Konzernchef Tadeu Marroco sprach von einem Übergang, der viele Kollegen betreffe und mit Sorgfalt begleitet werde. Aus Londoner Sicht werteten Analysten die Breite der Einschnitte als Zeichen des beschleunigten Strukturwandels. Russ Mould von AJ Bell verwies auf die wachsende Zahl von Unternehmen, die Technologie nutzten, um Abläufe zu straffen, und nannte das Ausmaß der Kürzungen besorgniserregend für den Arbeitsmarkt. Pallav Mittal von Barclays merkte an, die breit angelegten Reduktionen könnten Anleger überraschen. In den USA leidet BAT unter schleppenden Zulassungsverfahren für neue Produkte wie E-Zigaretten und Nikotinbeutel, was illegalen Anbietern aus China Marktanteile verschafft. Gleichzeitig belasten steigende Lebenshaltungskosten und die Abwanderung zu Billigmarken das klassische Zigarettengeschäft. In Märkten wie Australien und Bangladesch kommen höhere Steuern, strengere Regulierung und Schmuggel hinzu.
Der traditionelle Tabakmarkt, wichtigster Gewinnbringer des Konzerns, schrumpft nach BAT-Schätzung in diesem Jahr weltweit um 2,5 Prozent. Der Konzern setzt daher auf Alternativen wie die Vuse-Verdampfer und die Velo-Nikotinbeutel, hinkt jedoch dem Rivalen Philip Morris International hinterher. Die meisten Stellenveränderungen sind nach Unternehmensangaben bereits mit den Mitarbeitern abgestimmt; laufende Konsultationen erfolgen gemäß lokaler Vorschriften. Das nächste faktische Etappenziel ist das Erreichen der anvisierten 500 Millionen Pfund Einsparung bis 2027, während die US-Regulierungsbehörden über weitere Produktzulassungen entscheiden.
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British American Tobacco streicht 9.000 Stellen in einem drastischen Kostensenkungsprogramm, während das Unternehmen mit dem Einbruch des traditionellen Zigarettenabsatzes und dem rasanten Aufstieg des Dampfens kämpft. Die Umstrukturierung soll bis 2028 Einsparungen von 600 Millionen Pfund bringen, doch der unmittelbare Preis sind Tausende verlorener Arbeitsplätze.
British American Tobacco baut 20 Prozent der Belegschaft ab und weitet den Einsatz künstlicher Intelligenz aus, um durch die Umstrukturierung nachhaltiges Wachstum zu sichern. Das Unternehmen rechnet mit Einsparungen von 600 Millionen Pfund bis 2028; 5.500 Stellen werden noch in diesem Jahr gestrichen, 3.500 weitere an Partnerfirmen ausgelagert.
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