
US-Heimatschutzminister feiert Irans WM-Aus mit „Freudentanz“
Markwayne Mullin äußerte unverhohlene Erleichterung über das Ausscheiden der iranischen Mannschaft, die während des gesamten Turniers strikten US-Auflagen unterworfen war.
Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppenphase ausgeschieden, ohne eine Niederlage zu erleiden. Drei Unentschieden in Gruppe G reichten nicht für den Sprung unter die besten acht Gruppendritten, nachdem Österreich in der Nachspielzeit gegen Algerien ein Tor erzielte. Wenige Stunden nach dem Ausscheiden erklärte der amtierende US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin bei einer Sicherheitsunterrichtung in Washington, er sei „sehr froh, dass sie weg sind“ und habe vor Freude „vielleicht ein oder zwei Lieder gesungen oder sogar einen Freudentanz aufgeführt“. Die Äußerungen wurden vom Fachmedium Sports Business Journal dokumentiert und von mehreren internationalen Nachrichtenagenturen aufgegriffen.
Aus Washingtoner Sicht war der Auftritt der iranischen Delegation von Beginn an ein Sicherheitsrisiko. Mullin bekräftigte, dass „fast die Hälfte“ der von Iran nominierten Begleitpersonen direkte Verbindungen zu den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) aufweise, die von den USA als terroristische Organisation eingestuft werden. Zwei vorgeschlagene Medienvertreter sollen demnach mit dem Geheimdienstapparat der Garden in Verbindung gestanden haben, ein weiterer sei aufgrund internationaler Haftbefehle nicht nach Kanada einreiseberechtigt gewesen. Die US-Regierung hatte der iranischen Mannschaft deshalb nur eine Einreise 24 Stunden vor jedem Spiel gestattet und sie verpflichtet, unmittelbar nach Abpfiff amerikanischen Boden wieder zu verlassen. Das ursprünglich in Tucson, Arizona, geplante Trainingslager wurde nach Tijuana im benachbarten Mexiko verlegt. Mullin wies den Vorwurf einer unfairen Behandlung zurück und verwies auf die räumliche Nähe Tijuanas zu den ersten beiden Spielorten in Los Angeles sowie auf die Möglichkeit, am Vortag in den USA zu trainieren.
Teheraner Offizielle, der iranische Fußballverband und die Spieler selbst bewerteten die Auflagen dagegen als wettbewerbsverzerrend. Nationaltrainer Amir Ghalenoei sprach von einer „sehr unfairen“ Behandlung und forderte den Weltverband FIFA auf, künftig einzuschreiten. Stürmer Mehdi Taremi erklärte, die logistischen Einschränkungen hätten die professionelle Vorbereitung erheblich gestört. Der Verband wies die IRGC-Vorwürfe als „jeglicher Grundlage entbehrend“ zurück. Nach den Spielen in Inglewood und Seattle hinterließ die Mannschaft in den Kabinen schriftliche Botschaften, in denen sie sich für die Gastfreundschaft bedankte und Fairplay als „Seele des Spiels“ bezeichnete. Die Notiz aus Seattle betonte, nur durch Anstand und Ehre könne man vor der Geschichte bestehen.
Die Vorgänge illustrieren, wie der seit Februar 2026 schwelende militärische Konflikt zwischen den USA und Iran in den Sport hineinwirkt. Während beide Seiten Anfang Juni ein Memorandum of Understanding unterzeichneten, blieben die Spannungen im Turnieralltag sichtbar. Die FIFA, deren Präsident Gianni Infantino enge Beziehungen zu Donald Trump pflegt, hat sich zu den Vorfällen bislang nicht öffentlich positioniert. Die iranische Delegation ist am Dienstag von Tijuana aus über Antalya nach Teheran zurückgeflogen. Eine offizielle Beschwerde beim Weltverband wurde nicht angekündigt; das Dossier gilt damit vorerst als geschlossen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Reaktion des US-Sicherheitsbeamten wird angesichts der operativen Schwierigkeiten, die das iranische Team verursachte, als nachvollziehbar dargestellt. Die Beschränkungen waren eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, und die Erleichterung über die Abreise wird als praktischer, wenn auch undiplomatischer Ausdruck dessen gerahmt. Auch die Kritik deutscher Medien an der eigenen Mannschaft wird erwähnt, doch der Fokus bleibt auf dem Sicherheitsnarrativ.
Der 'Freudentanz' des US-Beamten wird als plumpe Politisierung des Sports und Demütigung der iranischen Nation verurteilt. Die der Mannschaft auferlegten Beschränkungen werden als Teil einer umfassenderen feindseligen Politik dargestellt, die ein Sportereignis in ein geopolitisches Schlachtfeld verwandelt. Der Ton ist von Empörung und Opferrolle geprägt.
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