
Baloguns umstrittener Platzverweis: USA müssen im Achtelfinale auf ihren Top-Torjäger verzichten
Nach einer Roten Karte gegen Bosnien-Herzegowina fehlt Folarin Balogun den USA im WM-Achtelfinale gegen Belgien – politischer Protest aus Washington und FIFA-Entscheid ohne zusätzliche Sperre.
Mit dem Platzverweis gegen Folarin Balogun in der 64. Minute des WM-Achtelfinalspiels gegen Bosnien-Herzegowina verlor die US-Nationalmannschaft nicht nur vorübergehend einen Spieler, sondern auch ihren treffsichersten Angreifer für das anstehende Duell mit Belgien. Der Stürmer, der zuvor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das 1:0 erzielt hatte, war nach VAR-Intervention des Feldes verwiesen worden, weil er beim Zweikampf mit Tarik Muharemovic auf dessen Knöchel getreten war. Die USA gewannen die Partie dennoch mit 2:0 und zogen ins Achtelfinale ein.
Die Entscheidung des brasilianischen Schiedsrichters Raphael Claus löste umgehend Kontroversen aus. Aus Washingtoner Sicht bezeichnete Außenminister Marco Rubio die Rote Karte als ungerecht und forderte einen Einspruchsmechanismus, obwohl die FIFA-Regularien für direkte Feldverweise keine Berufung vorsehen. US-Trainer Mauricio Pochettino nannte den Kontakt „unbeabsichtigt“ und sprach von einer Fehlentscheidung. Balogun selbst erklärte vor Journalisten, der Vorfall sei völlig unbeabsichtigt gewesen und eine Gelbe Karte wäre angemessen gewesen. Er akzeptiere jedoch die Sanktion und wolle das Team nun von außen unterstützen.
Der in Brooklyn geborene und in London aufgewachsene Angreifer, der auch für Nigeria hätte spielen können, war mit drei Turniertreffern der beste Torschütze der USA. Sein Torjubel – die „Silencer“-Geste des Basketballstars LeBron James – hatte ihn schlagartig einem breiten amerikanischen Publikum bekannt gemacht und eine Welle der Sympathie ausgelöst. Die Umstände seiner Geburt, als seine Mutter wegen fortgeschrittener Schwangerschaft nicht mehr nach England zurückfliegen durfte, verliehen seiner Geschichte eine zusätzliche, für das Selbstverständnis des US-Sports typische Note.
Der Weltverband FIFA bestätigte am Freitag, dass die automatische Sperre auf ein Spiel beschränkt bleibt und keine weiteren Sanktionen verhängt werden. Ein Einspruch ist nach den Disziplinarregeln nicht möglich. Damit fehlt Balogun den USA im Achtelfinale gegen Belgien in Seattle, während die Mannschaft auf Spieler wie Ricardo Pepi oder Haji Wright zurückgreifen muss. Sollte das Team die Runde überstehen, stünde der Stürmer in einem möglichen Viertelfinale wieder zur Verfügung.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
The referee unfairly penalized the United States, and the political reaction shows that football has become a battlefield for national rivalries.
It insinuates doubt about the referee's fairness, generalizing the incident to an alleged unfavorable treatment of the American team.
Balogun's disciplinary record and footage that might justify the sending-off are not mentioned.
The rules are clear and the referee applied the regulations; politics should not interfere with sport.
It downplays the episode by presenting it as a technical matter, defusing political implications.
The pre-match tension and politicians' statements that fueled the controversy are not explored.
Erweitere deinen Horizont
Trump warnt am Mount Rushmore vor „kommunistischer Bedrohung“ der amerikanischen Identität
6 Sprachen · 25 Quellen
Aus Economy & MarketsTrotz fallender Ölpreise: Opec+ erhöht Fördermenge zum fünften Mal in Folge
9 Sprachen · 26 Quellen
Aus TechnologyIndien stoppt WhatsApps Nutzernamen-Funktion – Sicherheitsbedenken vor dem Start
3 Sprachen · 7 Quellen