
Apple erhöht Preise für MacBooks und iPads drastisch – KI-Boom treibt Speicherchipkosten
Der Technologiekonzern Apple hat weltweit die Preise für zahlreiche Mac- und iPad-Modelle um bis zu 25 Prozent angehoben und macht dafür die explodierenden Kosten für Speicherchips infolge des KI-Booms verantwortlich.
Die Maßnahme, die am Donnerstag in Kraft trat und in den USA Aufschläge zwischen 30 und 300 Dollar umfasst, führte an der New Yorker Börse zu einem Kurssturz der Apple-Aktie von zeitweise über sechs Prozent. Der Börsenwert des Unternehmens sank um mehr als 250 Milliarden Dollar. Das Basismodell des MacBook Pro 14 Zoll kostet nun 1.999 statt 1.699 Dollar, das iPad Air 749 statt 599 Dollar. Die Preise für iPhones, die wichtigste Einnahmequelle des Konzerns, blieben vorerst unverändert, doch das Unternehmen deutete an, dass weitere Anpassungen folgen könnten.
Auslöser der Preiserhöhung ist eine beispiellose Verknappung und Verteuerung von DRAM- und NAND-Speicherchips. Der rasante Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz hat die Nachfrage nach diesen Komponenten sprunghaft steigen lassen. Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron richten ihre Produktion zunehmend auf hochmargige KI-Kunden aus, was das Angebot für die Konsumelektronik verknappt. Analysten von TrendForce und Counterpoint Research beziffern die vierteljährlichen Preissprünge seit Ende 2025 auf 50 bis 100 Prozent und erwarten keine Entspannung vor 2027. In der Branche hat sich dafür der Begriff „RAMageddon“ etabliert.
Apple hatte nach eigenen Angaben die Mehrkosten zunächst aufgefangen, um die Endkundenpreise stabil zu halten. „Wir haben unsere Kunden bisher vor diesen Erhöhungen geschützt, aber wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir die Preise für eine Reihe von Produkten anheben müssen“, erklärte ein Sprecher. Der scheidende Konzernchef Tim Cook hatte die Entwicklung im Vorfeld als „Jahrhundertflut“ bezeichnet und die Preiserhöhungen als „unvermeidlich“ angekündigt. Die operative Verantwortung für die Bewältigung der Krise wird ab dem 1. September auf John Ternus übergehen, der Cook als CEO ablöst.
Die Preisanpassungen betreffen alle globalen Märkte. In Indien stieg der Preis für das MacBook Pro 14 Zoll um umgerechnet rund 70.000 Rupien, in Europa verteuerten sich die Geräte um 100 bis 700 Euro. Auch andere Hersteller wie Microsoft, Sony, Nintendo, Dell und Lenovo haben in den vergangenen Monaten ihre Preise erhöht. Aus Washingtoner Sicht wird die Entwicklung als frühes Signal dafür gewertet, dass die Kosten der KI-Infrastruktur nun direkt bei den Verbrauchern ankommen. Mit Spannung wird die für September erwartete Vorstellung der nächsten iPhone-Generation erwartet, für die Analysten von Counterpoint Research einen Preisaufschlag von 150 bis 200 Dollar prognostizieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Apple hat die Preise für MacBook und iPad um rund 20 % erhöht und dies ausdrücklich mit dem durch den KI-Boom verursachten Anstieg der Speicherchipkosten begründet. Dies ist einer der ersten Fälle, in denen ein großer Hersteller von Unterhaltungselektronik Preiserhöhungen direkt auf die KI-bedingte Nachfrage zurückführt – ein Zeichen dafür, dass die Auswirkungen der Technologie nun bei den Alltagskäufern ankommen.
MacBooks und iPads sind gerade deutlich teurer geworden, mit Preiserhöhungen von bis zu 300 Dollar, da der KI-Boom die Speicherchipkosten in die Höhe treibt. CEO Tim Cook warnte, die Erhöhungen seien 'unvermeidbar' und gab direkt dem KI-Schub die Schuld. Die Verbraucher spüren nun den finanziellen Druck der KI-Revolution.
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