
USA lockern Einreisebeschränkungen für Irans Team vor entscheidendem WM-Spiel
Nach Protesten erhält die iranische Mannschaft 48 Stunden Vorlauf in Seattle, muss aber nach dem Spiel gegen Ägypten sofort ausreisen – eine Erleichterung mit Auflagen.
Das amerikanische Heimatschutzministerium hat der iranischen Fußball-Nationalmannschaft für ihr drittes Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft 2026 eine frühere Einreise gestattet. Statt wie bisher erst 24 Stunden vor Anpfiff dürfen Spieler und Betreuer nun zwei Tage vor der Partie gegen Ägypten in Seattle amerikanischen Boden betreten. Die Auflage, das Land unmittelbar nach Spielende wieder zu verlassen, bleibt bestehen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, die allgemeinen Sicherheitsprotokolle seien unverändert; man habe nach reibungslosem Ablauf der ersten beiden Spiele in Los Angeles wegen der längeren Anreise nach Seattle einen zusätzlichen Tag gewährt.
Sportlich steht die Begegnung am Freitag unter hohem Druck. Iran hat in der Gruppe G zweimal unentschieden gespielt – 2:2 gegen Neuseeland und 0:0 gegen Belgien – und liegt mit zwei Punkten hinter Ägypten, das nach einem 1:1 gegen Belgien und einem 3:1 über Neuseeland vier Zähler aufweist. Ein Sieg gegen den Gruppenführer würde Iran erstmals in ein K.-o.-Runden-Ticket bringen; selbst ein Remis könnte bei entsprechenden Ergebnissen im Parallelspiel zwischen Belgien und Neuseeland reichen.
Die Reisebeschränkungen für die iranische Delegation sind das sichtbarste Begleitphänomen der politischen Spannungen zwischen Washington und Teheran. Nach der militärischen Eskalation im Februar hatte der iranische Verband sein ursprünglich in Arizona geplantes Quartier kurzfristig ins mexikanische Tijuana verlegt. Für die Spiele in Los Angeles wurde die Einreise nur am Vortag erlaubt, und mehrere Mitglieder des Betreuerstabs erhielten keine Visa. Aus Teheraner Sicht behinderte das enge Zeitfenster die Regeneration und Vorbereitung erheblich; Trainer Amir Ghalenoei sprach von der „am meisten unterdrückten Mannschaft des Turniers“. Die FIFA war mit der Bitte um Gleichbehandlung befasst, während das Weiße Haus darauf verwies, die Modalitäten seien von vornherein kommuniziert worden und dienten der Sicherheit aller Beteiligten.
Auch die ägyptische Delegation erlebte einen logistischen Rückschlag. Nach dem Sieg über Neuseeland in Vancouver wollte sie direkt nach Seattle weiterreisen, um die lange Distanz vom Basislager Spokane zu vermeiden. Die amerikanischen Behörden untersagten jedoch den vorzeitigen Aufenthalt in der Spielstadt, sodass das Team die rund 450 Kilometer zurücklegen muss. Anders als im Fall Irans wurde hier keine Lockerung bekannt.
Für die iranische Mannschaft bedeutet die um einen Tag verlängerte Präsenz in Seattle eine spürbare Entlastung vor dem alles entscheidenden Gruppenfinale. Die Partie im Lumen Field wird zugleich darüber befinden, ob die von Reiseauflagen geprägte Vorrunde in eine Verlängerung des Turniers mündet oder am Samstag endet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ägyptens Nationalmannschaft wurde nach dem Sieg gegen Neuseeland von US-Behörden daran gehindert, vor dem Spiel gegen Iran in Seattle zu bleiben. Das Team musste seine Reisepläne ändern und erlitt einen logistischen Rückschlag, der die Vorbereitung erschwerte.
Das Weiße Haus erwägt eine Lockerung der strengen Reisebeschränkungen für den Iran bei der Weltmeisterschaft, die derzeit nur die Einreise einen Tag vor dem Spiel und die sofortige Ausreise erlauben. Der iranische Trainer nannte sein Team das 'am meisten unterdrückte' des Turniers, während Gespräche über Anpassungen aus Sicherheits- und Logistikgründen laufen.
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