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Geopolitik & PolitikMittwoch, 24. Juni 2026

Washingtoner Gespräche über Libanon: Pilotprojekt für Truppenabzug bei getrennten Verhandlungssträngen

Während Israel und Libanon in Washington über einen US-gestützten Plan zur Übergabe südlicher Gebiete an die libanesische Armee verhandeln, bleibt die Verbindung zu den iranisch-amerikanischen Gesprächen in der Schweiz umstritten.

In Washington hat am Dienstag die fünfte Verhandlungsrunde zwischen libanesischen und israelischen Vertretern begonnen. Im Zentrum steht ein von den Vereinigten Staaten unterstütztes Pilotprojekt, wonach israelische Truppen Teile des im Krieg gegen die Hisbollah besetzten südlibanesischen Gebiets an die libanesische Armee übergeben. Laut israelischen und libanesischen Regierungsbeamten sollen die beteiligten libanesischen Einheiten zuvor einer amerikanischen Überprüfung unterzogen werden, um Verbindungen zur iranisch gestützten Hisbollah auszuschließen. Israel würde demnach eine militärische Präsenz in einer Pufferzone entlang der Grenze beibehalten. Die Gespräche finden parallel zu den amerikanisch-iranischen Verhandlungen in der Schweiz statt, werden jedoch von Beirut und Washington als eigenständiger Prozess bezeichnet.

Die Positionen der Parteien weichen in zentralen Punkten voneinander ab. Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, die Verhandlungen in Washington seien „getrennt von dem, was aus den Treffen in der Schweiz zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hervorgegangen ist“. Beirut fordert einen vollständigen israelischen Abzug, die Rückkehr der Vertriebenen, die Freilassung von Gefangenen und den Beginn des Wiederaufbaus. Ministerpräsident Nawaf Salam bekräftigte, man werde keine fortgesetzte Besetzung einzelner Punkte akzeptieren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hingegen stellte klar, Israel werde sich „auch auf amerikanisches Ersuchen nicht aus dem Südlibanon zurückziehen“. Aus israelischer Sicht ist die dauerhafte Kontrolle eines Sicherheitsstreifens notwendig, um Angriffe auf Nordisrael zu verhindern; die Rückkehr von rund 200.000 libanesischen Zivilisten in diese Zone wird abgelehnt. Die Hisbollah, vertreten durch Generalsekretär Naim Qassem, wies die direkten Gespräche mit Israel zurück und verlangte einen bedingungslosen Abzug nach einem festen Zeitplan.

Aus Washingtoner Perspektive ist der Libanon zu einem Testfall für das amerikanisch-iranische Übergangsabkommen vom 18. Juni geworden. Teheran bestand darauf, dass die Waffenruhe im Libanon Teil der Vereinbarung wird, und drohte bei Verstößen mit der Aufkündigung der gesamten Feuerpause. In der Schweiz wurde eine „Deconfliction“-Zelle aus Vertretern der USA, Irans, Katars, Pakistans und Libanons – jedoch ohne israelische Beteiligung – vereinbart, die die Einhaltung der Waffenruhe überwachen soll. Außenminister Marco Rubio betonte dagegen, die Zukunft des Libanon werde direkt mit der gewählten Regierung in Beirut verhandelt; die Rolle Irans als Unterstützer der Hisbollah sei ein getrennter Gesprächsgegenstand. Innerhalb der US-Administration bestehen nach Darstellung libanesischer und amerikanischer Quellen unterschiedliche Auffassungen: Während Rubio und der Botschafter in Beirut auf den bilateralen libanesisch-israelischen Kanal setzen, favorisiert das Team von Vizepräsident J.D. Vance eine Lösung unter Einschluss Irans.

Die militärische Lage bleibt angespannt. Trotz einer seit Sonntag weitgehend eingehaltenen Waffenruhe sind israelische Verbände weiterhin tief im Südlibanon stationiert. Israelischen Medienberichten zufolge klagen Kommandeure über operative Einschränkungen und eine wachsende Kluft zwischen politischen Verlautbarungen und der Realität vor Ort. Gleichzeitig mehren sich in Israel Stimmen von Angehörigen von Elitesoldaten, die ein Ende der als ziellos empfundenen Operation fordern. Die libanesische Regierung sieht in der Fähigkeit der eigenen Armee, nach einem Abzug die staatliche Autorität durchzusetzen, die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg des Pilotprojekts. Die Gespräche in Washington sollen am Donnerstag abgeschlossen werden; ein Zeitplan für den israelischen Abzug wird nach libanesischen Angaben erst nach dem letzten Verhandlungstag feststehen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Subsaharisch-afrikanische PresseSüdostasiatische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse
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Der Bericht vermerkt die Forderung der Hisbollah nach einem vollständigen israelischen Rückzug aus dem Libanon und hebt zugleich die Ablehnung jeglicher ausländischer Einmischung durch Präsident Aoun hervor. Er erwähnt die Einrichtung einer US-iranischen Dekonflikt-Zelle unter Vermittlung Pakistans und Katars zur Verhinderung einer Eskalation und rahmt die Geschichte als diplomatische Entwicklung im weiteren Nahost-Kontext.

Südostasiatische Presse
PragmatismusDistanz

Die Berichterstattung konzentriert sich auf die laufenden Verhandlungen in Washington, bei denen der Libanon einen vollständigen israelischen Abzug aus dem Süden fordert. Israel besteht jedoch auf Garantien, dass die libanesische Armee die Infrastruktur der Hisbollah zerstören kann, was eine Blockade beim Rückzugsmechanismus offenbart.

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Mittwoch, 24. Juni 2026

Washingtoner Gespräche über Libanon: Pilotprojekt für Truppenabzug bei getrennten Verhandlungssträngen

Während Israel und Libanon in Washington über einen US-gestützten Plan zur Übergabe südlicher Gebiete an die libanesische Armee verhandeln, bleibt die Verbindung zu den iranisch-amerikanischen Gesprächen in der Schweiz umstritten.

In Washington hat am Dienstag die fünfte Verhandlungsrunde zwischen libanesischen und israelischen Vertretern begonnen. Im Zentrum steht ein von den Vereinigten Staaten unterstütztes Pilotprojekt, wonach israelische Truppen Teile des im Krieg gegen die Hisbollah besetzten südlibanesischen Gebiets an die libanesische Armee übergeben. Laut israelischen und libanesischen Regierungsbeamten sollen die beteiligten libanesischen Einheiten zuvor einer amerikanischen Überprüfung unterzogen werden, um Verbindungen zur iranisch gestützten Hisbollah auszuschließen. Israel würde demnach eine militärische Präsenz in einer Pufferzone entlang der Grenze beibehalten. Die Gespräche finden parallel zu den amerikanisch-iranischen Verhandlungen in der Schweiz statt, werden jedoch von Beirut und Washington als eigenständiger Prozess bezeichnet.

Die Positionen der Parteien weichen in zentralen Punkten voneinander ab. Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, die Verhandlungen in Washington seien „getrennt von dem, was aus den Treffen in der Schweiz zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hervorgegangen ist“. Beirut fordert einen vollständigen israelischen Abzug, die Rückkehr der Vertriebenen, die Freilassung von Gefangenen und den Beginn des Wiederaufbaus. Ministerpräsident Nawaf Salam bekräftigte, man werde keine fortgesetzte Besetzung einzelner Punkte akzeptieren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hingegen stellte klar, Israel werde sich „auch auf amerikanisches Ersuchen nicht aus dem Südlibanon zurückziehen“. Aus israelischer Sicht ist die dauerhafte Kontrolle eines Sicherheitsstreifens notwendig, um Angriffe auf Nordisrael zu verhindern; die Rückkehr von rund 200.000 libanesischen Zivilisten in diese Zone wird abgelehnt. Die Hisbollah, vertreten durch Generalsekretär Naim Qassem, wies die direkten Gespräche mit Israel zurück und verlangte einen bedingungslosen Abzug nach einem festen Zeitplan.

Aus Washingtoner Perspektive ist der Libanon zu einem Testfall für das amerikanisch-iranische Übergangsabkommen vom 18. Juni geworden. Teheran bestand darauf, dass die Waffenruhe im Libanon Teil der Vereinbarung wird, und drohte bei Verstößen mit der Aufkündigung der gesamten Feuerpause. In der Schweiz wurde eine „Deconfliction“-Zelle aus Vertretern der USA, Irans, Katars, Pakistans und Libanons – jedoch ohne israelische Beteiligung – vereinbart, die die Einhaltung der Waffenruhe überwachen soll. Außenminister Marco Rubio betonte dagegen, die Zukunft des Libanon werde direkt mit der gewählten Regierung in Beirut verhandelt; die Rolle Irans als Unterstützer der Hisbollah sei ein getrennter Gesprächsgegenstand. Innerhalb der US-Administration bestehen nach Darstellung libanesischer und amerikanischer Quellen unterschiedliche Auffassungen: Während Rubio und der Botschafter in Beirut auf den bilateralen libanesisch-israelischen Kanal setzen, favorisiert das Team von Vizepräsident J.D. Vance eine Lösung unter Einschluss Irans.

Die militärische Lage bleibt angespannt. Trotz einer seit Sonntag weitgehend eingehaltenen Waffenruhe sind israelische Verbände weiterhin tief im Südlibanon stationiert. Israelischen Medienberichten zufolge klagen Kommandeure über operative Einschränkungen und eine wachsende Kluft zwischen politischen Verlautbarungen und der Realität vor Ort. Gleichzeitig mehren sich in Israel Stimmen von Angehörigen von Elitesoldaten, die ein Ende der als ziellos empfundenen Operation fordern. Die libanesische Regierung sieht in der Fähigkeit der eigenen Armee, nach einem Abzug die staatliche Autorität durchzusetzen, die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg des Pilotprojekts. Die Gespräche in Washington sollen am Donnerstag abgeschlossen werden; ein Zeitplan für den israelischen Abzug wird nach libanesischen Angaben erst nach dem letzten Verhandlungstag feststehen.

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Der Bericht vermerkt die Forderung der Hisbollah nach einem vollständigen israelischen Rückzug aus dem Libanon und hebt zugleich die Ablehnung jeglicher ausländischer Einmischung durch Präsident Aoun hervor. Er erwähnt die Einrichtung einer US-iranischen Dekonflikt-Zelle unter Vermittlung Pakistans und Katars zur Verhinderung einer Eskalation und rahmt die Geschichte als diplomatische Entwicklung im weiteren Nahost-Kontext.

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Die Berichterstattung konzentriert sich auf die laufenden Verhandlungen in Washington, bei denen der Libanon einen vollständigen israelischen Abzug aus dem Süden fordert. Israel besteht jedoch auf Garantien, dass die libanesische Armee die Infrastruktur der Hisbollah zerstören kann, was eine Blockade beim Rückzugsmechanismus offenbart.

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