
Erdbeben in Venezuela: Über 500 Tote, Tausende Vermisste – Internationale Hilfe läuft an
Nach den stärksten Beben seit über einem Jahrhundert suchen Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden, während die offizielle Opferzahl auf 589 steigt.
Zwei schwere Erdstöße der Magnituden 7,2 und 7,5 haben am Mittwochabend (Ortszeit) den Norden Venezuelas erschüttert und vor allem im Küstenstaat La Guaira sowie in Teilen der Hauptstadt Caracas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Nach Angaben der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer bis Freitagmorgen auf 589, zudem wurden 2.980 Verletzte registriert. Die Erdstöße, die im Abstand von nur 39 Sekunden auftraten, gelten als die stärksten in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert.
Die Zerstörung konzentriert sich auf die Küstenregion La Guaira, wo nach Behördenangaben mehr als einhundert Gebäude einstürzten und das internationale Flughafenterminal von Maiquetía wegen schwerer Schäden geschlossen werden musste. Medizinische Quellen berichten von überlasteten Krankenhäusern und der Einrichtung von Feldlazaretten. Während die offizielle Vermisstenzahl mit 157 beziffert wird, verzeichnen von Bürgern betriebene Internetplattformen mehr als 50.000 Suchmeldungen – eine Diskrepanz, die sich aus zusammengebrochenen Kommunikationsnetzen und der langsamen Erfassung in den betroffenen Gebieten erklärt.
Internationale Hilfsteams aus mindestens 17 Staaten, darunter die USA, Mexiko, Spanien und Brasilien, sind inzwischen in Venezuela eingetroffen oder auf dem Weg dorthin. Washington hat neben der Entsendung von Kriegsschiffen und Suchmannschaften humanitäre Hilfen im Umfang von 150 Millionen Dollar zugesagt und die Sanktionen gegen Caracas vorübergehend gelockert, um Finanztransaktionen für die Katastrophenhilfe zu ermöglichen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 6,76 Millionen Menschen von den Folgen der Beben betroffen sein könnten.
Die Erdstöße ereigneten sich entlang der Grenze zwischen der Karibischen und der Südamerikanischen Platte, einer tektonisch aktiven Zone, in der es in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Beben kam. Die ungewöhnlich rasche Abfolge zweier ähnlich starker Erschütterungen – von Seismologen als „Doublette“ bezeichnet – erhöhte das Zerstörungspotential erheblich, da bereits beschädigte Bauten dem zweiten Stoß oft nicht mehr standhielten. Die Rettungsarbeiten dauern an; die Behörden betonen, dass sich die Opferzahlen mit dem Fortschreiten der Bergungsarbeiten weiter erhöhen dürften.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Zwei schwere Erdbeben, die stärksten seit über einem Jahrhundert, erschütterten Venezuela, ließen Gebäude einstürzen und begruben Tausende unter Trümmern. Die Zahl der Todesopfer steigt, Tausende werden befürchtet, und der Notstand wurde ausgerufen. Internationale Rettungsteams werden mobilisiert, während das volle Ausmaß der Katastrophe deutlich wird.
Die Regierung reagierte schnell mit der Einrichtung eines 200-Millionen-Dollar-Wiederaufbaufonds, während Bürgerplattformen über 40.000 Vermisste melden. Internationale Hilfsangebote, auch aus den USA, gehen ein, und die UNO ruft zu massiven gemeinsamen Anstrengungen auf. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach Überlebenden und die Solidarität angesichts einer immensen Tragödie.
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