
Deutschland scheitert im Elfmeterschießen an Paraguay – VAR-Entscheidung erhitzt die Gemüter
Die deutsche Nationalmannschaft verliert in der Runde der letzten 32 gegen Paraguay mit 3:4 im Elfmeterschießen, nachdem ein Tor in der Verlängerung aberkannt wurde – Trainer Nagelsmann gerät unter Druck.
Mit dem Fehlschuss von Jonathan Tah endete für die deutsche Nationalmannschaft eine jahrzehntelange Serie: Erstmals verlor eine DFB-Auswahl ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft. Zuvor hatte Paraguay zweimal die Chance zum Sieg vergeben, ehe José Canale den entscheidenden Strafstoß verwandelte. Das 1:1 nach 120 Minuten in Foxborough, Massachusetts, bedeutete das dritte frühe Turnier-Aus in Folge für den viermaligen Weltmeister.
Die Partie hatte Paraguay in der 42. Minute durch einen Kopfball von Julio Enciso in Führung gebracht. Kai Havertz glich neun Minuten nach Wiederbeginn per Kopf aus. Deutschland dominierte die Begegnung mit 75 Prozent Ballbesitz und 21 Torschüssen, blieb aber gegen eine kompakte Defensive oft ideenlos. In der 102. Minute köpfte Tah nach einer Ecke zum vermeintlichen 2:1 ein, doch Schiedsrichter Jalal Jayed erkannte den Treffer nach Videobeweis ab – Waldemar Anton soll Torhüter Orlando Gill behindert haben.
Julian Nagelsmann sprach von einem „Skandal“ und einem „Witz“, räumte aber ein, dass Deutschland das Spiel früher hätte entscheiden müssen. „Wenn du gegen Paraguay ausscheidest, gehörst du nicht mehr zur ersten Klasse“, sagte der 38-Jährige, der seinen bis 2028 laufenden Vertrag erfüllen will. Kapitän Joshua Kimmich übte scharfe Selbstkritik: „Wir hatten große Probleme gegen Mannschaften, die nicht zur Weltklasse gehören. Wir haben die Niederlage verdient.“ DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte eine gründliche Aufarbeitung an, eine „Rückkehr zur Tagesordnung“ werde es nicht geben.
In deutschen Medien fiel das Urteil vernichtend aus. Die „Bild“ titelte vom „nächsten deutschen Fußball-Albtraum“, der „Kicker“ nannte das Ausscheiden ein „Zeugnis der Inkompetenz“. International stuften Zeitungen wie „L’Équipe“ die Partie als „größte Überraschung des Turniers“ ein. Jürgen Klopp, der als TV-Experte vor Ort war, kritisierte die VAR-Entscheidung mit Verweis auf ähnliche Standardsituationen in der Premier League: „Wenn das Tor illegal ist, dann ist Arsenal nicht englischer Meister.“
Paraguay trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden. Für Deutschland rücken die Nations League und die EM 2028 in den Fokus, während die Debatte um die Zukunft von Nagelsmann und die strukturelle Ausrichtung des deutschen Fußballs neu entfacht ist.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | +1.00 | aligned |
The World Cup roundup lists Paraguay among the qualifiers, treating Germany's exit as a routine result.
By presenting the information as a simple list of teams, the article avoids any emotional framing, making the elimination appear normal.
Paraguay's penalty shootout victory is a glorious moment for Latin American football, exposing Germany's repeated failures.
The use of a personal joke against a political figure who supported Germany creates an emotional, partisan narrative that frames the match as a regional victory.
Latin American materials do not include a match report, only a political joke, omitting match details and the German perspective.
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