
WM 2026: Alle drei Gastgeber im Achtelfinale gescheitert – der Fluch der Ausrichter hält an
Erstmals in der WM-Geschichte sind mit den USA, Mexiko und Kanada sämtliche Co-Gastgeber bereits im Achtelfinale ausgeschieden; der letzte Titel eines Ausrichters gelang Frankreich 1998.
Die 2026er-Weltmeisterschaft verliert ihre Gastgeber. Nach den Niederlagen Kanadas und Mexikos am Wochenende besiegelte am Montagabend (Ortszeit) das 1:4 der Vereinigten Staaten gegen Belgien in Seattle das kollektive Scheitern des nordamerikanischen Trios. Keiner der drei Ausrichter erreichte das Viertelfinale – ein Novum in der Turniergeschichte, das die Debatte über den vermeintlichen Heimvorteil neu entfacht. Die USA, als letzter Co-Gastgeber angetreten, fanden gegen effiziente Belgier nie ins Spiel: Charles De Ketelaere traf früh doppelt (9., 32.), Hans Vanaken und Romelu Lukaku erhöhten, ehe Malik Tillman Ergebniskosmetik betrieb. Zuvor hatte eine kontroverse Entscheidung der FIFA für Aufsehen gesorgt, die eine Rote Karte gegen Stürmer Folarin Balogun aufhob und ihm den Einsatz ermöglichte – ohne dass dies die amerikanische Offensive beflügelte.
Mexiko war am Sonntag im Azteca-Stadion vor über 80.000 Zuschauern an England gescheitert. Jude Bellingham erzielte innerhalb von 98 Sekunden zwei Tore, Harry Kane verwandelte einen Strafstoß, nachdem die Engländer über eine halbe Stunde in Unterzahl agieren mussten. Das 2:3 bedeutete das Aus für das Team von Javier Aguirre, der sein Amt an Rafael Márquez übergeben wird. Kanada hingegen hatte zuvor erstmals ein K.-o.-Spiel gewonnen – 1:0 gegen Südafrika – und damit historischen Boden betreten, bevor Marokko mit einem klaren 3:0 (Tore: Ounahi zweimal, Rahimi) die kanadische Reise beendete. Aus nordamerikanischer Perspektive wiegt besonders schwer, dass alle drei Mannschaften die Gruppenphase souverän überstanden hatten und die Erwartungen im eigenen Land hoch waren.
Damit setzt sich ein Muster fort, das seit dem Triumph Frankreichs 1998 im eigenen Land anhält: Kein Gastgeber konnte mehr den Titel gewinnen. Katar (2022) schied als erster Ausrichter sieglos in der Vorrunde aus, Russland (2018) erreichte immerhin das Viertelfinale, Brasilien (2014) erlebte das 1:7-Debakel im Halbfinale, und Südafrika (2010) scheiterte ebenfalls in der Gruppenphase. Die wachsende Globalisierung des Fußballs, die gestiegene Leistungsdichte und der psychologische Druck der Heimkulisse werden in Fachkreisen als Gründe für diese Serie angeführt. Die nordamerikanische Enttäuschung reiht sich ein in eine Liste von Turnieren, bei denen die Lokalmatadore früh die Segel streichen mussten.
Für das verbleibende Turnier ergibt sich ein klares Bild: Sechs der acht Viertelfinalisten stehen fest, fünf davon aus Europa – Frankreich, England, Spanien, Belgien und Norwegen – sowie Marokko als afrikanischer Vertreter. Die beiden letzten Plätze werden am Dienstag zwischen Argentinien und Ägypten sowie Kolumbien und der Schweiz vergeben. Aus südamerikanischer Sicht ruht die Hoffnung auf Titelverteidiger Argentinien um Lionel Messi, der mit sieben Turniertoren die Abhängigkeit seines Teams verkörpert, und auf einem bislang ungeschlagenen kolumbianischen Kollektiv. Das Achtelfinal-Aus der Gastgeber hinterlässt eine WM, die nun ohne nordamerikanische Beteiligung, aber mit hochkarätigen europäisch-südamerikanischen Duellen in die entscheidende Phase geht.
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | +0.10 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
We in Latin America note with bitterness the failure of the three hosts, but place our hopes on Argentina and Colombia to defend the honor of South American football.
The contrast between the host nations' failure and the salvific mission of the South American teams, using the concept of 'honor', makes the narrative emotionally engaging and partisan.
It omits the success of Morocco, an African team, and the refereeing or disciplinary controversies involving the United States.
We Africans celebrate Morocco's victory over Canada, a demonstration of African football's strength, while noting the elimination of the other hosts.
It emphasizes Morocco's role as an African representative that overcame a host nation, creating a sense of continental pride through details of goals and performance.
It omits the historical perspective of eliminated hosts and South American hopes, focusing solely on Morocco's performance.
We in the Atlantic press record the elimination of the three hosts and update the tournament picture, without taking sides.
It adopts a detached, informative tone, presenting facts in chronological order and including controversial details (Balogun) without judgment, to maintain credibility as a neutral source.
It does not provide historical context about the host curse nor emphasize any regional success, limiting itself to essential reporting.
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