
Kreuzbandriss bei Belgiens Onana: WM-Aus und monatelange Pause nach Sieg über die USA
Der belgische Mittelfeldspieler Amadou Onana zog sich beim 4:1-Achtelfinalsieg gegen die Vereinigten Staaten einen Riss des vorderen Kreuzbands zu und fällt für den Rest der Weltmeisterschaft sowie weite Teile der kommenden Klubsaison aus.
Der Jubel über den Einzug ins Viertelfinale währte nur kurz. Amadou Onana, der zentrale Mittelfeldspieler Belgiens, hat sich beim 4:1-Erfolg gegen die USA einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie zugezogen und wird dem Team von Trainer Domenico Tedesco für den Rest des Turniers in Nordamerika fehlen. Wie das britische Fachmagazin The Athletic und übereinstimmend die brasilianische CNN unter Berufung auf Onanas Schwester und Beraterin Mélissa Onana melden, ist die Verletzung so schwerwiegend, dass der 24-Jährige auch bei seinem Klub Aston Villa für sieben bis acht Monate ausfallen wird.
Der athletische Sechser war in der 21. Minute des Achtelfinals in Seattle nach einem Zweikampf mit dem US-Amerikaner Christian Pulisic ohne Fremdeinwirkung im Rasen hängen geblieben und sofort unter Schmerzen zu Boden gegangen. Noch auf dem Feld flossen Tränen, wenig später verließ Onana gestützt von Betreuern das Spielfeld. Auf der Bank trug er bereits eine große Knieschiene und war auf Krücken angewiesen – Bilder, die in belgischen und internationalen Medien die Schwere der Diagnose erahnen ließen, bevor sie offiziell bestätigt wurde.
Belgien ließ sich von diesem Rückschlag sportlich nicht beirren. Charles De Ketelaere traf doppelt, Hans Vanaken – Onanas Ersatzmann – erhöhte auf 3:0, ehe der eingewechselte Romelu Lukaku in der Schlussphase den Endstand besiegelte. Lukaku hielt nach seinem Tor das Trikot mit der Nummer 24 seines verletzten Mannschaftskollegen in die Kameras und berichtete später von einem Gespräch vor dem Anpfiff: Onana habe ihn mit den Worten „Relax, mein Bruder, alles wird gut“ beruhigt. Die Geste des Stürmers wurde in den sozialen Netzwerken vielfach als Zeichen des Teamgeists gewertet.
Aus Teheraner Sicht, wo das iranische Portal Iran International ausführlich über das Turnier berichtet, war Onana in diesem Turnier kein unumstrittener Stammspieler. Gegen Iran saß er 90 Minuten auf der Bank, gegen Neuseeland und Senegal wurde er eingewechselt, lediglich beim Auftakt gegen Ägypten und nun gegen die USA stand er in der Startelf. Dennoch wiegt sein Ausfall schwer, denn mit seiner Physis und Präsenz vor der Abwehr galt er als wichtiger Baustein für die anstehende Aufgabe gegen den Europameister Spanien.
Analysen aus Brasilien, wo CNN Brasil biomechanische Erklärungen einholte, verweisen darauf, dass Kreuzbandrisse häufig ohne direkten Gegnerkontakt entstehen – ausgelöst durch abrupte Richtungswechsel, unkontrollierte Landungen oder eine kurzzeitige Instabilität des Rumpfes. Der Zusammenprall mit Pulisic ging der Verletzung zwar voraus, doch das eigentliche Trauma ereignete sich im Moment der Lastaufnahme. Für Belgien bedeutet dies, dass die Mannschaft am Freitag im SoFi Stadium von Los Angeles ohne einen ihrer zweikampfstärksten Akteure gegen Spanien antreten muss. Der Sieger dieser Partie erreicht das Halbfinale der Weltmeisterschaft.
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Die Verletzung wird als nackte Tatsache dargestellt: Onana ist verletzt und wird das Viertelfinale verpassen.
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