
Washington will Israel aus Schlagabtausch mit Iran heraushalten
Laut israelischen Quellen lehnt die US-Regierung eine Beteiligung Israels an Militärschlägen gegen Iran ab, um die Kontrolle über den Konflikt nicht zu verlieren.
Die Vereinigten Staaten sind bestrebt, Israel aus den jüngsten militärischen Auseinandersetzungen mit Iran herauszuhalten. Wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf zwei israelische Quellen berichtet, lehnt die Regierung von Präsident Donald Trump eine direkte israelische Beteiligung an den amerikanischen Luftschlägen ab. Aus Washingtoner Sicht bestehe die Sorge, bei einer Einbindung Israels die Kontrolle über den Konflikt zu verlieren. Premierminister Benjamin Netanjahu hingegen dränge darauf, sich den Angriffen anzuschließen, so die Quellen. Das Weiße Haus hat sich zu den Berichten bislang nicht geäußert.
Aus Jerusalem verlautet unterdessen eine widersprüchliche Haltung. Während Verteidigungsminister Israel Katz bei einer Abschlussfeier von Luftwaffenpiloten erklärte, die israelischen Streitkräfte seien in höchster Alarmbereitschaft und bereit, den Krieg gegen Iran notfalls auch allein wieder aufzunehmen, betonten israelische Regierungsvertreter gegenüber der New York Post zugleich die Bereitschaft, die USA auf Anfrage zu unterstützen. Ein nicht namentlich genannter Gesprächspartner sagte, man habe bewiesen, an der Seite der USA zu stehen, und sei bereit, dies erneut zu tun. Gleichzeitig herrsche in israelischen Sicherheitskreisen die Einschätzung vor, dass Trump eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg vermeiden wolle und maximal eine erneute Seeblockade gegen iranische Häfen in Betracht ziehe.
Die unterschiedlichen Signale aus Washington und Jerusalem fallen in eine Phase erneuter Eskalation zwischen den USA und Iran. Nachdem Iran zuvor ein Handelsschiff in der Straße von Hormus angegriffen haben soll, nahmen amerikanische Streitkräfte in der Nacht zum 9. Juli ihre Angriffe auf Ziele in Iran wieder auf. Teheran reagierte mit Attacken auf Einrichtungen in Katar, Kuwait, Bahrain und Jordanien. Präsident Trump erklärte daraufhin das im Juni unterzeichnete Memorandum of Understanding für beendet und bezeichnete weitere Verhandlungen als Zeitverschwendung. Vermittler aus Pakistan und Katar bemühen sich nach Angaben des Portals Axios dennoch, beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückzubringen.
Die israelische Führung sieht in der gegenwärtigen Dynamik offenbar ein Zeitfenster, um die iranische Bedrohung weiter zu dezimieren. Generalstabschef Eyal Zamir sagte, der Krieg gegen Iran sei noch nicht vorbei, und die Armee entwickle fortlaufend neue Operationspläne. Aus israelischer Sicht ist man bereit, den Preis einer erneuten Konfrontation zu tragen, auch wenn man nicht zu den Tagen zurückkehren wolle, in denen die Bevölkerung Schutzräume aufsuchen musste. Die israelische Armee hält engen Kontakt zu den USA und aktualisiert ihre Ziellisten, plant nach Angaben von Offizieren jedoch derzeit nicht, in den Schlagabtausch hineingezogen zu werden. Die nächsten Tage dürften zeigen, ob die Vermittlungsbemühungen eine Stabilisierung des fragilen Waffenstillstands erreichen oder ob die Gewalt weiter eskaliert.
| Iranische & verwandte Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | +0.30 | aligned |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | −0.20 | neutral |
Iran denounces Netanyahu's warlike intentions and stresses that Washington is holding him back to avoid a full-scale war.
They use anonymous Israeli sources to legitimize the narrative of an aggressive Israel and a cautious America, reversing the roles of aggressor and restraint.
They omit Israeli statements of willingness to participate in strikes, which appear in other blocs.
Israel reiterates its readiness to support the United States, but stresses that there are no plans for direct involvement.
They emphasize conditional readiness to show strength without appearing belligerent, using official sources to reassure about the absence of immediate escalation.
They omit US concerns about losing control of the conflict, present in CNN reports.
Russia reports both versions, highlighting the divergence between Israeli statements and the US position.
They present the two opposing sources to create a picture of uncertainty and ambiguity, without taking sides.
Gulf countries observe with concern Israeli maneuvers and US caution, fearing an escalation.
They cite American and Israeli sources to show tension between allies, emphasizing risks to regional stability.
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