
Washington verschärft Sanktionen gegen Kuba – Tourismusministerium im Visier
Die USA weiten ihre Strafmaßnahmen auf das Tourismusministerium und neun weitere Staatsunternehmen aus, während Havanna mit einem Trump-Resort auf Entspannung setzt.
Das amerikanische Außenministerium hat am Montag unter Leitung von Minister Marco Rubio eine neue Runde von Sanktionen gegen Kuba verhängt. Betroffen sind das Tourismusministerium sowie neun weitere staatliche Einrichtungen, darunter die paramilitärischen Milizen der Territorialtruppen, die Vereinigung der Kämpfer der kubanischen Revolution, die Exportgesellschaft Antex sowie Unternehmen des Energie- und Seeverkehrssektors. Die Maßnahmen auf Grundlage der Executive Order 14404 frieren sämtliches Vermögen und alle finanziellen Interessen der designierten Entitäten unter US-Jurisdiktion ein und untersagen Geschäfte mit Gesellschaften, an denen sie zu mindestens 50 Prozent beteiligt sind. Aus Washingtoner Sicht zielen die Sanktionen darauf ab, Einnahmequellen des „kommunistischen Regimes“ und seiner Repressionsorgane zu kappen.
Die Regierung in Havanna verurteilte die Schritte umgehend. Präsident Miguel Díaz-Canel sprach von einem „genozidalen Plan“, mit dem die USA die Wirtschaft „strangulieren“ und der Bevölkerung gezielt schaden wollten. Außenminister Bruno Rodríguez bezeichnete die Sanktionen als „handfesten Beweis der kriminellen und völkermörderischen Absicht“ Washingtons. Parallel dazu berichten mehrere Medien über eine ungewöhnliche Initiative aus dem Umfeld der kubanischen Führung: Auf der vorgelagerten Insel Cayo Santa María soll ein Luxusresort entstehen, das den Namen „Isla Trump“ tragen könnte. Das Projekt wird demnach von Raúl Guillermo Rodríguez, einem Enkel Raúl Castros und Mitglied des Verhandlungsteams mit Washington, unterstützt. Die emiratische Bin-Haidar-Gruppe habe Kontakt zur Trump Organization aufgenommen, um Namensrechte zu klären. Das US-Außenministerium erklärte jedoch, es lägen keine direkten Verhandlungen oder formellen Vereinbarungen vor.
Die neuen Sanktionen treffen einen Wirtschaftszweig, der sich bereits in einer tiefen Krise befindet. Offiziellen kubanischen Statistiken zufolge sank die Zahl der ausländischen Besucher in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 58 Prozent auf 360.000. Die Hotelauslastung lag im ersten Quartal bei unter 13 Prozent. Zum Vergleich: Die Dominikanische Republik verzeichnete im selben Zeitraum mehr als das Zehnfache an Touristen. Die US-Maßnahmen erfassen zudem die Corporación Antillana Exportadora, die nach Angaben des State Department den Export von Zwangsarbeitern nach Angola organisiert, sowie Firmen, die für Treibstoffimporte und den Außenhandel zuständig sind. Für kubanische Migranten mit Geschäftsbeziehungen zur Insel entsteht durch die Vermögenssperren ein erhöhtes rechtliches Risiko.
Die Sanktionen sind Teil einer seit Januar verschärften Druckkampagne, die eine Ölblockade und die Androhung von Strafzöllen gegen Drittstaaten umfasst. Zugleich hat Präsident Donald Trump Ermittlungen zu einer möglichen Stationierung iranischer Drohnen und Raketen auf Kuba angekündigt und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, verwies zudem auf russische und chinesische Aufklärungsposten auf der Insel. Die neuen Sanktionen sind in Kraft, während die Ermittlungen zu iranischen Waffensystemen andauern und das Resort-Projekt über informelle Sondierungen nicht hinausgekommen ist.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.50 | critical |
We expose the contradictions: Washington tightens sanctions while Havana secretly courts Trump with a luxury resort, and Trump himself escalates threats over Iranian drones. The side taken is that of a critical observer, skeptical of both US aggression and Cuban duplicity.
By juxtaposing the official sanctions with the leaked 'Isla Trump' project and the drone threat, the bloc creates a narrative of a multi-layered crisis where Cuba's survival moves appear cynical and US pressure is relentless.
The bloc omits the humanitarian impact of the sanctions on ordinary Cubans and any justification from the Cuban government for its actions.
We reveal the indecent proposal: Cuba tries to bribe Trump with a resort to stave off invasion. The side taken is that of a scandalized European observer, condemning Cuba's cynical maneuver.
By using the sensational label 'proposta indecente' and framing the proposal as a direct attempt to avoid war, the bloc moralizes the situation and delegitimizes Cuba's diplomatic efforts.
The bloc omits the context of the US sanctions that likely motivated Cuba's proposal, and any mention of the US escalation of pressure.
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