Anmelden
Ausgabe von 06:00 CETSonntag, 28. Juni 2026
307 Quellen · 17 Sprachen349 Briefings heute
TechnologieFreitag, 26. Juni 2026

Von Assistenten zu Agenten: Die zweite Welle der KI fordert Unternehmen heraus

Während 95 Prozent der KI-Investitionen keine messbaren Ergebnisse bringen, setzt sich die Erkenntnis durch, dass nicht die Technologie, sondern die organisatorische Vorbereitung über Erfolg entscheidet.

Der Übergang von generativen Sprachmodellen zu agentischen KI-Systemen verändert die Anforderungen an Unternehmen grundlegend: Statt auf Anfragen zu antworten, planen und handeln diese Agenten autonom. Parallel dazu zeigt eine Untersuchung des Massachusetts Institute of Technology, dass 95 Prozent der Unternehmen mit ihren KI-Investitionen keine messbaren Ergebnisse erzielen – eine Kluft, die als „GenAI Divide“ bezeichnet wird. Aus lateinamerikanischer Sicht ist die Technologie nicht der Engpass, sondern die mangelnde organisatorische Reife.

Die Ursachen für das Scheitern liegen in Daten, Prozessen und Talenten. Mexikanische Führungskräfte von Dell Technologies und Microsoft verweisen darauf, dass Projekte nicht an der Technik, sondern an unklaren Anwendungsfällen und fehlender Daten-Governance scheitern. Das argentinische Software-Unternehmen Globant und die Lernplattform Egg haben daraus eine Methodik entwickelt, die nicht auf technische Schulungen setzt, sondern auf emotionale Bereitschaft und Synchronisation der Belegschaft. Bei 60.000 Mitarbeitern von Mercado Libre führte dies zu einer Verhaltensänderung von 80 Prozent.

Konkrete Anwendungen untermauern den Wandel. Der mexikanische Stahlproduzent TYASA senkte nach monatelanger Evaluierung seine Lizenzkosten um 30 Prozent und legte die Basis für generative KI. In Brasilien integriert die Wartungsplattform Melvin KI direkt in die Betriebsabläufe: Algorithmen berechnen die Zuverlässigkeit von Anlagen und erkennen frühzeitig Anomalien; 75 Prozent der Anwender berichten von einem Return on Investment innerhalb von sechs Monaten. In Indonesien wiederum wird KI zum Pflichtfach an Hochschulen – allerdings nach dem Prinzip „X plus KI“, bei dem die Fachkompetenz im Vordergrund steht und die Technologie als Werkzeug dient.

Die nächste Entwicklungsstufe verlangt nach belastbaren Skalierungsnachweisen. Die argentinische Initiative „AI Talent Shift“ soll im zweiten Halbjahr 2026 in weiteren lateinamerikanischen Großunternehmen ausgerollt werden. Deren Ergebnisse werden zeigen, ob die Synchronisationsmethode über den Einzelfall hinaus trägt. Gleichzeitig setzt die kürzlich erfolgte Rezertifizierung von Melvin nach ISO 9001, 27001 und 27701 einen Maßstab für Qualität und Datensicherheit in KI-gestützten Industrieprozessen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

32%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseSüdostasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
SkepsisPragmatismusDringlichkeit

Der Aufstieg der agentischen KI markiert den Wandel von passiven Assistenten zu autonomen Systemen, die komplexe Arbeitsabläufe ausführen. Dennoch scheitern 95 % der KI-Investitionen an mangelhaften Daten, Prozessen und Talenten. Lateinamerikanische Unternehmen verfolgen pragmatische Strategien, um diese Lücke zu schließen, und setzen auf solide Grundlagen sowie eine Automatisierung, die Arbeit nicht entmenschlicht.

Südostasiatische Presse
PragmatismusDistanz

Künstliche Intelligenz wird in Südostasien zum Pflichtfach an Universitäten, da die Technologie alle Branchen durchdringt. Diese curriculare Anpassung soll Absolventen mit Fähigkeiten für einen KI-geprägten Arbeitsmarkt ausstatten und spiegelt eine pragmatische, vorausschauende Anpassung wider.

Erweitere deinen Horizont

Mehr lesen
Aktuell
Der Schatten von Mount Rushmore: Amerikas 250. Geburtstag zwischen Pomp und vergessenen Geschichten·Last-Minute-Tor von Kalajdzic rettet Österreich und Algerien ins Sechzehntelfinale·Israel greift trotz Rahmenvereinbarung im Libanon an – Hisbollah erklärt Abkommen für null und nichtig·Hitze in Budapest, Regen in Mexiko: Pride-Paraden 2026 im Zeichen der Politik·Weltweite Initiativen gegen Hasskriminalität und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit·Vlasic köpft Kroatien zum 2:1 über Ghana und in die nächste Runde·Spielerprotest, Serenas Rückkehr, Djokovics Rekordjagd: Die Bühne von Wimbledon 2026·WM 2026: Die Paarungen der Runde der letzten 32 – Deutschland gegen Paraguay, Österreich gegen Spanien·Der Schatten von Mount Rushmore: Amerikas 250. Geburtstag zwischen Pomp und vergessenen Geschichten·Last-Minute-Tor von Kalajdzic rettet Österreich und Algerien ins Sechzehntelfinale·Israel greift trotz Rahmenvereinbarung im Libanon an – Hisbollah erklärt Abkommen für null und nichtig·Hitze in Budapest, Regen in Mexiko: Pride-Paraden 2026 im Zeichen der Politik·Weltweite Initiativen gegen Hasskriminalität und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit·Vlasic köpft Kroatien zum 2:1 über Ghana und in die nächste Runde·Spielerprotest, Serenas Rückkehr, Djokovics Rekordjagd: Die Bühne von Wimbledon 2026·WM 2026: Die Paarungen der Runde der letzten 32 – Deutschland gegen Paraguay, Österreich gegen Spanien·
Akt. 23:443 Sprachen · 6 Quellen
6 Quellen|3 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Freitag, 26. Juni 2026

Von Assistenten zu Agenten: Die zweite Welle der KI fordert Unternehmen heraus

Während 95 Prozent der KI-Investitionen keine messbaren Ergebnisse bringen, setzt sich die Erkenntnis durch, dass nicht die Technologie, sondern die organisatorische Vorbereitung über Erfolg entscheidet.

Der Übergang von generativen Sprachmodellen zu agentischen KI-Systemen verändert die Anforderungen an Unternehmen grundlegend: Statt auf Anfragen zu antworten, planen und handeln diese Agenten autonom. Parallel dazu zeigt eine Untersuchung des Massachusetts Institute of Technology, dass 95 Prozent der Unternehmen mit ihren KI-Investitionen keine messbaren Ergebnisse erzielen – eine Kluft, die als „GenAI Divide“ bezeichnet wird. Aus lateinamerikanischer Sicht ist die Technologie nicht der Engpass, sondern die mangelnde organisatorische Reife.

Die Ursachen für das Scheitern liegen in Daten, Prozessen und Talenten. Mexikanische Führungskräfte von Dell Technologies und Microsoft verweisen darauf, dass Projekte nicht an der Technik, sondern an unklaren Anwendungsfällen und fehlender Daten-Governance scheitern. Das argentinische Software-Unternehmen Globant und die Lernplattform Egg haben daraus eine Methodik entwickelt, die nicht auf technische Schulungen setzt, sondern auf emotionale Bereitschaft und Synchronisation der Belegschaft. Bei 60.000 Mitarbeitern von Mercado Libre führte dies zu einer Verhaltensänderung von 80 Prozent.

Konkrete Anwendungen untermauern den Wandel. Der mexikanische Stahlproduzent TYASA senkte nach monatelanger Evaluierung seine Lizenzkosten um 30 Prozent und legte die Basis für generative KI. In Brasilien integriert die Wartungsplattform Melvin KI direkt in die Betriebsabläufe: Algorithmen berechnen die Zuverlässigkeit von Anlagen und erkennen frühzeitig Anomalien; 75 Prozent der Anwender berichten von einem Return on Investment innerhalb von sechs Monaten. In Indonesien wiederum wird KI zum Pflichtfach an Hochschulen – allerdings nach dem Prinzip „X plus KI“, bei dem die Fachkompetenz im Vordergrund steht und die Technologie als Werkzeug dient.

Die nächste Entwicklungsstufe verlangt nach belastbaren Skalierungsnachweisen. Die argentinische Initiative „AI Talent Shift“ soll im zweiten Halbjahr 2026 in weiteren lateinamerikanischen Großunternehmen ausgerollt werden. Deren Ergebnisse werden zeigen, ob die Synchronisationsmethode über den Einzelfall hinaus trägt. Gleichzeitig setzt die kürzlich erfolgte Rezertifizierung von Melvin nach ISO 9001, 27001 und 27701 einen Maßstab für Qualität und Datensicherheit in KI-gestützten Industrieprozessen.

Divergenz der Quellen

Technologie · 6 Quellen · 3 Sprachen

32%Mittel

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Neutral20%
Kritisch80%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseSüdostasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
SkepsisPragmatismusDringlichkeit

Der Aufstieg der agentischen KI markiert den Wandel von passiven Assistenten zu autonomen Systemen, die komplexe Arbeitsabläufe ausführen. Dennoch scheitern 95 % der KI-Investitionen an mangelhaften Daten, Prozessen und Talenten. Lateinamerikanische Unternehmen verfolgen pragmatische Strategien, um diese Lücke zu schließen, und setzen auf solide Grundlagen sowie eine Automatisierung, die Arbeit nicht entmenschlicht.

Südostasiatische Presse
PragmatismusDistanz

Künstliche Intelligenz wird in Südostasien zum Pflichtfach an Universitäten, da die Technologie alle Branchen durchdringt. Diese curriculare Anpassung soll Absolventen mit Fähigkeiten für einen KI-geprägten Arbeitsmarkt ausstatten und spiegelt eine pragmatische, vorausschauende Anpassung wider.

Diese Nachricht erschien in

6 Quellen · 3 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

USA und Iran setzen Schlagabtausch im Persischen Golf fort – Waffenruhe in Gefahr

8 Sprachen · 32 Quellen

Aus Economy & Markets

Inflationserwartungen sinken, doch der Dollar setzt Euro und Schwellenländer unter Druck

3 Sprachen · 6 Quellen

Aus Science & Health

Cholera-Ausbruch in der Zentralafrikanischen Republik: 197 Fälle, 24 Tote

4 Sprachen · 7 Quellen

Mehr lesen