
Washington begrenzt Aufenthaltsdauer für ausländische Studenten und Journalisten
Das US-Heimatschutzministerium hat eine Regelung verabschiedet, die die bisher unbefristete Aufenthaltsdauer für Inhaber von F-, J- und I-Visa durch feste Höchstfristen ersetzt.
Das US-amerikanische Department of Homeland Security (DHS) hat am Donnerstag eine endgültige Regelung publiziert, die die Aufenthaltsdauer für internationale Studierende, Teilnehmer an kulturellen Austauschprogrammen und ausländische Journalisten neu festlegt. An die Stelle des seit den späten 1970er-Jahren geltenden „Duration of Status“-Prinzips, das eine an die Programmdauer gekoppelte, faktisch unbefristete Anwesenheit erlaubte, treten feste Fristen: Für Studierende (F-Visum) und Austauschbesucher (J-Visum) gilt künftig eine Höchstgrenze von vier Jahren, für Medienvertreter (I-Visum) eine Regelaufenthaltsdauer von 240 Tagen, wobei für chinesische Staatsangehörige eine Sonderfrist von 90 Tagen vorgesehen ist. Die Regelung tritt 60 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Bundesregister in Kraft, sofern der mehrheitlich republikanisch besetzte Kongress keinen Einspruch erhebt; mit einem Inkrafttreten wird daher ab September 2026 gerechnet.
Aus Sicht des Heimatschutzministeriums dient die Neuregelung der Bekämpfung von „weitverbreitetem Visumsmissbrauch“ und der Stärkung der nationalen Sicherheit. Minister Markwayne Mullin erklärte, das bisherige System habe es Tausenden Ausländern ermöglicht, sich als „ewige Studenten“ durch fortwährende Einschreibungen einer Ausreise zu entziehen. Demgegenüber warnt die amerikanische Hochschulvereinigung NAFSA vor einer „fehlgeleiteten und unnötigen Politikänderung“, die Unsicherheit und Bürokratie in ein lange funktionierendes System bringe. Der American Council on Education sieht die Fähigkeit der Universitäten gefährdet, Spitzentalente anzuwerben. Rund einhundert internationale Medienorganisationen, darunter die Nachrichtenagentur AFP, hatten in einer offenen Stellungnahme argumentiert, die Beschränkung werde „Umfang und Qualität der Berichterstattung“ aus den Vereinigten Staaten verringern. Die japanische Botschaft in Washington setzte sich vergeblich für Aufenthaltszeiträume von zwei bis fünf Jahren für Korrespondenten ein, und das chinesische Außenministerium kritisierte die kürzere Frist für seine Staatsangehörigen als diskriminierend.
Für die Betroffenen ergeben sich daraus erhebliche praktische Konsequenzen. Wer sein Studium oder seine Forschung nicht innerhalb von vier Jahren abschließen kann – was insbesondere für Doktoranden, Medizinstudenten in Facharztausbildungen und Teilnehmer an langjährigen Forschungsprojekten gilt –, muss künftig eine formelle Verlängerung beim US-Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsdienst beantragen, was mit biometrischer Erfassung, Sicherheitsüberprüfungen und Gebühren verbunden ist. Die Ausreisefrist nach Abschluss des Programms wird von 60 auf 30 Tage halbiert. Für Journalisten bedeutet die auf 240 Tage begrenzte, wenn auch verlängerbare Aufenthaltsdauer eine Abkehr von der bisher üblichen fünfjährigen Visumspraxis. Aus europäischer Perspektive, namentlich für Studierende und Korrespondenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, steigt damit die Planungsunsicherheit; Beobachter gehen davon aus, dass die Attraktivität der USA als Studien- und Arbeitsort im Vergleich zu Kanada, Großbritannien oder Australien weiter sinken könnte. Bereits jetzt verzeichnen amerikanische Hochschulen rückläufige internationale Einschreibungen, nachdem die Regierung Trump zuvor Tausende Studentenvisa widerrufen und Milliarden an Forschungszuschüssen gestoppt hatte.
Die Neuregelung ist Teil einer umfassenden Verschärfung der Einwanderungspolitik, die Präsident Donald Trump seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 vorantreibt. Sie reiht sich ein in Maßnahmen wie die Aufkündigung des Rechtsstatus Hunderttausender Migranten und die gezielte Aberkennung von Visa aus ideologischen Gründen. Bereits im August 2025 hatte das DHS den Entwurf vorgelegt und rund 22.000 öffentliche Stellungnahmen erhalten, ohne ihn danach substanziell zu verändern. Ein ähnlicher Vorstoß am Ende von Trumps erster Amtszeit war von seinem Nachfolger Joe Biden verworfen worden. Die nun verabschiedete Regelung unterliegt noch der parlamentarischen Prüfung durch den Kongress; angesichts der republikanischen Mehrheiten gilt eine Blockade jedoch als unwahrscheinlich. Mit dem Inkrafttreten im Herbst 2026 endet für die betroffenen Visuminhaber die jahrzehntelange Praxis des statusabhängigen Aufenthalts.
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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Die US-Regierung ändert die Visabestimmungen und führt feste Fristen für ausländische Studenten und Journalisten ein.
Die Nachricht wird als administrative Tatsache präsentiert, ohne Verantwortung oder Konsequenzen zuzuschreiben, und normalisiert die Änderung.
Es werden keine spezifischen Auswirkungen auf bestimmte Nationalitäten oder Kritik von Studentenverbänden erwähnt.
Die Vereinigten Staaten verschärfen das Visaregime für ausländische Journalisten und Studenten und führen Aufenthaltsbeschränkungen ein.
Die Verwendung der Begriffe 'verschärfen' und 'Beschränkungen' erzeugt einen Eindruck von Feindseligkeit, ohne die offiziellen Sicherheitsmotive zu erwähnen.
Es wird nicht berichtet, dass die Maßnahme vom Heimatschutzministerium vorgeschlagen wurde und noch geprüft wird.
Die Vereinigten Staaten treffen indische Studenten mit neuen Visabeschränkungen und gefährden ihren legalen Aufenthalt.
Es betont die negativen Auswirkungen auf die indische Gemeinschaft, indem es numerische Daten und Risikoszenarien verwendet, um Empathie und Kritik hervorzurufen.
Es wird nicht erwähnt, dass die Regelung für alle internationalen Studenten gilt, nicht nur für Inder, und dass es Ausnahmen für kürzere Programme gibt.
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