
Gewalt im engsten Kreis: Todesfälle in Ghana, Indien, Malaysia und London
Innerhalb weniger Tage werden aus vier Ländern Fälle tödlicher Familiengewalt bekannt, bei denen Mütter und ein mutmaßlicher Fremder als Beschuldigte im Zentrum stehen.
In mehreren, voneinander unabhängigen Vorfällen sind in den vergangenen Tagen Menschen im familiären Umfeld oder in den eigenen vier Wänden zu Tode gekommen. Aus Ghana, Indien, Malaysia und London werden Fälle gemeldet, in denen Kinder, eine junge Mutter und ein Arzt Opfer schwerster Gewalt wurden. Die Umstände unterscheiden sich, doch alle eint, dass die Tatverdächtigen aus dem Nahbereich der Opfer stammen – mit Ausnahme eines Angriffs in London, bei dem die Justiz von einer völlig fremden Person ausgeht.
In Ngleshie Amanfro im Großraum Accra soll eine 22-jährige Frau ihre kleine Tochter so schwer misshandelt haben, dass das Kind kurz nach der Einlieferung in eine Klinik starb. Mediziner stellten laut Angehörigen massive Blutergüsse fest. Die Großmutter des Mädchens berichtete gegenüber ghanaischen Medien, ihre Tochter habe Drogenprobleme und sei nicht in der Lage gewesen, die Verletzungen zu erklären. Die Polizei nahm die Mutter fest, gewährte später jedoch Kautionsfreiheit; die Ermittlungen dauern an. Unabhängig bestätigte Quellen liegen zu den Vorwürfen bislang nicht vor.
Im indischen Bundesstaat Karnataka wurde ein 45-jähriger Anästhesist leblos in seiner Wohnung in Dharwad aufgefunden. Sein achtjähriger Sohn überlebte mit schweren Stichverletzungen. Die Ehefrau des Arztes, selbst Ophthalmologin, wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Ermittler prüfen nach Angaben örtlicher Behörden ein mögliches Motiv im häuslichen Umfeld und werten Videoaufnahmen aus, die die Frau noch am Tatort mit ihrem Mobiltelefon zeigen sollen. Die Familie des Opfers hat Anzeige wegen Mordes erstattet; ein abschließendes Ergebnis der Obduktion steht aus.
In Shah Alam, Malaysia, ist eine 23-jährige Mutter wegen des Vorwurfs angeklagt worden, ihr neugeborenes Mädchen getötet zu haben. Die Tat soll sich im Juli in einer Wohnung in Subang Jaya ereignet haben. Das Gericht verlas die Anklage nach Paragraf 302 des Strafgesetzbuchs, der die Todesstrafe oder eine lange Haftstrafe vorsieht. Die Beschuldigte äußerte sich nicht zu den Vorwürfen; ein Pflichtverteidiger wurde noch nicht bestellt. Der Fall wird Ende Oktober fortgesetzt.
In London wiederum hat die Staatsanwaltschaft einen 46-jährigen Mann des Mordes an einer 24-jährigen Mutter angeklagt, die mit ihrem Mann und ihrem drei Monate alten Baby im Bett schlief. Der Angreifer soll zuvor wahllos einen weiteren Mann auf offener Straße niedergestochen haben. Die Justiz betont, dass zwischen Täter und Opfern keinerlei Verbindung bestand. Der Beschuldigte wurde nach einem Sprung aus dem Fenster mit gebrochenen Knöcheln festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Ein Prozess ist für das kommende Frühjahr anvisiert. In allen vier Fällen sind die Ermittlungen nicht abgeschlossen, und die Behörden haben noch keine abschließenden Bewertungen zu den Motiven abgegeben.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
| Indische & südasiatische Presse | −0.70 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.60 | critical |
Die örtliche Gemeinschaft fordert Gerechtigkeit für das getötete Kind.
Der Bericht stützt sich auf die Aussage der Großmutter, um eine emotionale Verbindung zum Leser herzustellen.
Das britische Gericht verfolgt den Angeklagten wegen eines abscheulichen Verbrechens.
Die Erzählung konzentriert sich auf gerichtliche Details, um die Verurteilung zu legitimieren.
Die Familie des Opfers beschuldigt die Ehefrau, verantwortlich zu sein.
Die Verwendung sensationeller Details wie der Frau am Telefon erzeugt ein Bild von Schuld.
Der Bericht lässt die falschen Aussagen der Ehefrau gegenüber der Familie über den Aufenthaltsort des Arztes aus, die von anderen Medien berichtet werden und den Verdacht verstärken würden.
Die Ermittler verdächtigen die Ehefrau aufgrund ihres mehrdeutigen Verhaltens.
Die schrittweise Rekonstruktion der Ereignisse baut einen Indizienfall auf.
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