
Video zeigt Explosion in Monaco: Anschlag auf ukrainischen Geschäftsmann Ermolaev
Die ukrainische Justiz veröffentlicht Aufnahmen des Attentats vom 29. Juni, bei dem der Oligarch und seine Familie schwer verletzt wurden; die Hintergründe bleiben unklar.
Am 29. Juni detonierte vor einem Wohnhaus in Monaco ein Sprengsatz, als der ukrainische Geschäftsmann Vadim Ermolaev, seine Lebensgefährtin Anna Nasobina und ihr 13-jähriger Sohn das Gebäude betraten. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat nun ein Video veröffentlicht, das den Moment der Explosion zeigt. Die Aufnahme stammt nach Behördenangaben von einer Kamera, die die Täter zuvor installiert hatten, um die Ausführung des Auftrags zu dokumentieren. Das Material war gelöscht, konnte aber vom ukrainischen Sicherheitsdienst SBU wiederhergestellt werden.
Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden nach ukrainischen Angaben zwei Verdächtige festgenommen: ein ehemaliger Polizist und ein aktiver Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes GUR. Eine dritte Tatverdächtige, die 39-jährige Ukrainerin Anastasia Beresowskaja, die auf dem Video beim Ablegen des Sprengsatzes zu sehen sein soll, wurde später in der Ukraine erschossen aufgefunden. Die monegassischen Ermittlungsbehörden betonten, dass die Tat derzeit nicht als terroristischer Akt eingestuft werde und alle Hypothesen offen blieben. Weder die Herkunft des Sprengstoffs noch das Motiv seien bislang geklärt.
Ermolaev selbst wandte sich nach dem Anschlag in einem Brief an die Behörden Monacos, Frankreichs und der Ukraine sowie an internationale Organisationen. Er beschuldigte den ukrainischen Militärgeheimdienst, für das Attentat verantwortlich zu sein, und bat um Schutz für seine Familie. Die Explosion sei „keine Warnung, sondern ein Mordversuch“ gewesen. Seine Partnerin habe schwerste, irreversible Verletzungen erlitten, der Sohn Verbrennungen und Brüche. Ermolaev befindet sich nach eigenen Angaben auf der Intensivstation.
Aus Kiewer Sicht werden politische Motive ins Spiel gebracht. Ein ehemaliger Berater des ukrainischen Generalstaatsanwalts, Andrij Telischenko, behauptete, Präsident Wolodymyr Selenskyj habe persönlich grünes Licht für die „Liquidierung“ Ermolaevs gegeben. Der frühere Ministerpräsident Mykola Asarow brachte den Anschlag mit einem Machtkampf zwischen Selenskyj und dem ehemaligen Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj in Verbindung; Ermolaev habe im Europaparlament Machenschaften Selenskyjs aufdecken wollen. Diese Darstellungen sind bislang nicht belegt. Ermolaev, der auch die zyprische Staatsbürgerschaft besitzt, stand in der Ukraine wegen Geldwäsche und mutmaßlicher Geschäfte auf der Krim unter Ermittlungen und war mit Sanktionen belegt.
Die Ermittlungen in Monaco und der Ukraine dauern an. Die drei Opfer befinden sich weiterhin in medizinischer Behandlung. Die monegassische Justiz hat noch keine abschließende Bewertung der Tat vorgenommen.
| Russische & GUS-Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Ukrainian intelligence orchestrated the assassination attempt on oligarch Ermolaev, and the Kyiv prosecutor's office is trying to mislead with a video.
By linking the arrest of a GUR employee and the death of the suspect to Ermolaev's accusations, a causal chain is created that attributes responsibility to Ukrainian intelligence.
The Ukrainian prosecutor's office released the images of the attack, while investigations continue in Monaco.
By presenting the video as judicial evidence and reporting the arrests without commentary, the event is normalized as an international crime story.
It does not mention Ermolaev's accusation against Ukrainian intelligence, which is present in Russian reports.
The Ukrainian prosecutor's office released a video of the failed assassination attempt against businessman Ermolaev in Monaco.
By reporting the essential facts (video, suspect dead, date) without adding interpretations, the news is presented as pure reporting.
It does not mention the arrest of a Ukrainian GUR employee, nor Ermolaev's accusation against Ukrainian intelligence.
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