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Usyk gibt alle WM-Gürtel ab – und kündigt „letzten Tanz“ an

Der ungeschlagene ukrainische Schwergewichts-Champion Oleksandr Usyk legt seine WBA-, WBC- und IBF-Titel nieder, um den Weg für neue Kämpfe freizumachen, ohne selbst zurückzutreten.

Mit einer knappen Videobotschaft auf Instagram hat Oleksandr Usyk am Freitag das Schwergewicht erschüttert: Der 39-jährige Ukrainer, in 25 Profikämpfen unbesiegt, erklärte den sofortigen Verzicht auf alle drei von ihm gehaltenen Weltmeistertitel – WBA, WBC und IBF. „Ich möchte die Gürtel freimachen, damit die Jungs, die in der Reihe stehen, um sie boxen können“, sagte Usyk, fügte aber hinzu: „Ich verlasse den Sport nicht, denn ich habe noch meinen letzten Tanz.“ Der Schritt kam für die Boxwelt überraschend, zumal die WBC erst kürzlich eine Frist bis zum 30. Juni für eine Titelvereinigung mit Interims-Champion Agit Kabayel gesetzt hatte.

Usyks Ankündigung folgt auf einen umstrittenen Auftritt vor den Pyramiden von Gizeh Ende Mai. Gegen den niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven, der erst seinen zweiten Profiboxkampf bestritt, lag der Champion nach Punkten zurück, ehe er in der elften Runde durch technischen K.o. gewann. Die Entscheidung wurde international als kontrovers bewertet. Usyk selbst hatte nach dem Kampf eingeräumt, dass seine Familie während des Duells in der Ukraine unter russischem Beschuss stand und seine Tochter im Schutzraum ausharrte. Der Verzicht auf die Titel wird in Kiew als bewusster Karriereschritt gedeutet, der den Weg für einen letzten großen Auftritt ebnen soll.

Aus Sicht des WBC-Präsidenten Mauricio Sulaiman ist die Art der Verkündung ein Affront. „Es ist enttäuschend, aus einem Social-Media-Video zu erfahren, dass unser Schwergewichts-Champion seinen Gürtel niederlegt“, sagte Sulaiman. In Deutschland hingegen richtet sich der Blick sofort auf Agit Kabayel. Der 33-jährige gebürtige Leverkusener, derzeit WBC-Interims-Champion, könnte nun zum vollwertigen Weltmeister erklärt werden – er wäre der erste deutsche Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling, der den Titel von 1930 bis 1932 trug. Kabayel selbst kommentierte Usyks Video mit den Worten: „Eine wahre Legende innerhalb und außerhalb des Rings. Vielen Dank für alles, was du für den Boxsport geleistet hast.“

Usyks Manager Sergey Lapin skizzierte gegenüber ESPN die weiteren Pläne: „Es war schon immer sein Ziel, seine legendäre Karriere mit einem Kampf in den Vereinigten Staaten zu beenden.“ Der Olympiasieger von 2012, der sowohl im Cruiser- als auch im Schwergewicht unumstrittener Champion war, hat in seiner Laufbahn zweimal gegen Tyson Fury, Anthony Joshua und Daniel Dubois gewonnen. Seine letzte Niederlage datiert aus dem Jahr 2009, als er im Amateur-Viertelfinale der Weltmeisterschaften dem Russen Egor Mechonzew unterlag – ein Wendepunkt, den Usyk später als Beginn seiner Disziplin und Familiengründung beschrieb. Mit der Niederlegung der Gürtel sind die Titel nun vakant; die Verbände werden in Kürze die nächsten Titelkämpfe ansetzen. Für Usyk bleibt die eine Frage: gegen wen und wo er seinen „letzten Tanz“ aufführen wird.

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Kontinentaleuropäische PresseAtlantische / angloamerikanische Presse
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Der unangefochtene Schwergewichtskönig legt alle Gürtel ab und bereitet seinen letzten Tanz im Ring vor. Eine Geste, die die Boxwelt erschüttert und eine Ära mit einer Mischung aus Feier und Melancholie beendet.

Atlantische / angloamerikanische Presse
PragmatismusDistanz

Usyks Entscheidung, alle Titel niederzulegen, wirft Fragen nach seinen wahren Beweggründen und der zukünftigen Landschaft der Division auf. Eine ruhige Analyse untersucht die möglichen Folgen für die nächsten Herausforderer und das Erbe des Champions.

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Samstag, 27. Juni 2026

Usyk gibt alle WM-Gürtel ab – und kündigt „letzten Tanz“ an

Der ungeschlagene ukrainische Schwergewichts-Champion Oleksandr Usyk legt seine WBA-, WBC- und IBF-Titel nieder, um den Weg für neue Kämpfe freizumachen, ohne selbst zurückzutreten.

Mit einer knappen Videobotschaft auf Instagram hat Oleksandr Usyk am Freitag das Schwergewicht erschüttert: Der 39-jährige Ukrainer, in 25 Profikämpfen unbesiegt, erklärte den sofortigen Verzicht auf alle drei von ihm gehaltenen Weltmeistertitel – WBA, WBC und IBF. „Ich möchte die Gürtel freimachen, damit die Jungs, die in der Reihe stehen, um sie boxen können“, sagte Usyk, fügte aber hinzu: „Ich verlasse den Sport nicht, denn ich habe noch meinen letzten Tanz.“ Der Schritt kam für die Boxwelt überraschend, zumal die WBC erst kürzlich eine Frist bis zum 30. Juni für eine Titelvereinigung mit Interims-Champion Agit Kabayel gesetzt hatte.

Usyks Ankündigung folgt auf einen umstrittenen Auftritt vor den Pyramiden von Gizeh Ende Mai. Gegen den niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven, der erst seinen zweiten Profiboxkampf bestritt, lag der Champion nach Punkten zurück, ehe er in der elften Runde durch technischen K.o. gewann. Die Entscheidung wurde international als kontrovers bewertet. Usyk selbst hatte nach dem Kampf eingeräumt, dass seine Familie während des Duells in der Ukraine unter russischem Beschuss stand und seine Tochter im Schutzraum ausharrte. Der Verzicht auf die Titel wird in Kiew als bewusster Karriereschritt gedeutet, der den Weg für einen letzten großen Auftritt ebnen soll.

Aus Sicht des WBC-Präsidenten Mauricio Sulaiman ist die Art der Verkündung ein Affront. „Es ist enttäuschend, aus einem Social-Media-Video zu erfahren, dass unser Schwergewichts-Champion seinen Gürtel niederlegt“, sagte Sulaiman. In Deutschland hingegen richtet sich der Blick sofort auf Agit Kabayel. Der 33-jährige gebürtige Leverkusener, derzeit WBC-Interims-Champion, könnte nun zum vollwertigen Weltmeister erklärt werden – er wäre der erste deutsche Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling, der den Titel von 1930 bis 1932 trug. Kabayel selbst kommentierte Usyks Video mit den Worten: „Eine wahre Legende innerhalb und außerhalb des Rings. Vielen Dank für alles, was du für den Boxsport geleistet hast.“

Usyks Manager Sergey Lapin skizzierte gegenüber ESPN die weiteren Pläne: „Es war schon immer sein Ziel, seine legendäre Karriere mit einem Kampf in den Vereinigten Staaten zu beenden.“ Der Olympiasieger von 2012, der sowohl im Cruiser- als auch im Schwergewicht unumstrittener Champion war, hat in seiner Laufbahn zweimal gegen Tyson Fury, Anthony Joshua und Daniel Dubois gewonnen. Seine letzte Niederlage datiert aus dem Jahr 2009, als er im Amateur-Viertelfinale der Weltmeisterschaften dem Russen Egor Mechonzew unterlag – ein Wendepunkt, den Usyk später als Beginn seiner Disziplin und Familiengründung beschrieb. Mit der Niederlegung der Gürtel sind die Titel nun vakant; die Verbände werden in Kürze die nächsten Titelkämpfe ansetzen. Für Usyk bleibt die eine Frage: gegen wen und wo er seinen „letzten Tanz“ aufführen wird.

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Usyks Entscheidung, alle Titel niederzulegen, wirft Fragen nach seinen wahren Beweggründen und der zukünftigen Landschaft der Division auf. Eine ruhige Analyse untersucht die möglichen Folgen für die nächsten Herausforderer und das Erbe des Champions.

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