
USA weiten Angriffe auf iranische Infrastruktur aus – Iran droht mit „Totaloffensive“
Die siebte Nacht in Folge bombardierten US-Streitkräfte Brücken und Energieanlagen im Iran; Teheran antwortete mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
Die Vereinigten Staaten haben ihre Luftangriffe auf den Iran in der Nacht zum Samstag zum siebten Mal in Folge fortgesetzt und dabei erstmals in dieser Eskalationsphase gezielt Brücken, einen Flughafen, eine Bahnstation und Energieinfrastruktur im Süden des Landes getroffen. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurden in der Provinz Hormozgan mindestens fünf Brücken sowie der Bahnhof von Bandar Khamir beschädigt; Provinzbehörden meldeten sieben Tote. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte die Zerstörung eines Überwachungsturms im Hafen von Chabahar, der nach Darstellung Washingtons vom Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) zur Verfolgung und Bekämpfung kommerzieller Schiffe genutzt wurde. Parallel dazu griffen iranische Kräfte nach eigenen Angaben militärische Einrichtungen der USA in Kuwait, Katar, Bahrain, Jordanien und Oman sowie erstmals einen Stützpunkt in Syrien an; kuwaitische Behörden meldeten Schäden an einem Kraft- und Entsalzungswerk, Katar sprach von abgefangenen Raketen und einem verletzten Kind.
Aus Washingtoner Sicht richten sich die Angriffe ausschließlich gegen militärische Ziele und militärische Logistikinfrastruktur, um die Fähigkeiten Irans zur Bedrohung der Schifffahrt im Persischen Golf weiter zu schwächen. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies die von Teheran erhobenen Vorwürfe, es handle sich um Angriffe auf zivile Infrastruktur, zurück. Die iranische Führung hingegen bezeichnete die US-Luftschläge als Kriegsverbrechen und Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht; der Militärberater des Obersten Führers, Generalmajor Mohsen Rezaei, drohte für den Fall einer Fortsetzung der Angriffe binnen zwei bis drei Tagen mit dem Übergang zu einer „umfassenden Offensive“, bei der keine politische Grenze mehr sicher sei. Die IRGC erklärte zudem, zwei Öltanker seien beim Versuch, ein vermintes Gebiet südlich der Straße von Hormus zu durchqueren, explodiert und in Brand geraten – eine Darstellung, die CENTCOM als falsch zurückwies.
Die wechselseitigen Schläge vertiefen die Krise um die für den globalen Energiemarkt zentrale Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist nach Angaben von Tracking-Diensten auf ein Drei-Wochen-Tief gesunken; der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg um rund drei Prozent auf über 86 Dollar pro Barrel. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, zeigte sich laut einem Sprecher besonders besorgt über Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran und in der gesamten Region. Die USA setzen zugleich ihre Seeblockade gegen iranische Häfen durch und haben nach eigenen Angaben vier Handelsschiffe umgeleitet, eines manövrierunfähig gemacht und ein weiteres geentert. In Kuwait riefen die Behörden die Bevölkerung angesichts der beschädigten Strom- und Wasserentsalzungsanlagen zum sparsamen Verbrauch auf; mehrere Soldaten wurden nach kuwaitischen Militärangaben durch iranische Drohnen verletzt.
Der Konflikt war am 28. Februar 2026 mit US-israelischen Luftschlägen gegen den Iran ausgebrochen, woraufhin Teheran die Straße von Hormus faktisch schloss und damit eine der wichtigsten Öltransitrouten der Welt blockierte. Ein im Juni unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen und ein Memorandum of Understanding scheiterten, nachdem es Anfang Juli zu erneuten Angriffen auf Schiffe in der Meerenge gekommen war. Präsident Donald Trump erklärte die Vereinbarung für beendet und drohte mit der Ausweitung der Angriffe auf Brücken und Kraftwerke, sollte der Iran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Vermittlungsversuche unter anderem Chinas und Pakistans blieben bislang ohne greifbares Ergebnis; Beobachter in europäischen Hauptstädten verweisen auf die Gefahr, dass der Iran über seine Verbündeten im Jemen auch die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer blockieren könnte, was die Energiekrise weiter verschärfen würde.
| Iranische & verwandte Presse | −1.00 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.70 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
Der Iran verurteilt die US-Angriffe als Terrorismus und beansprucht das Recht, US-Stützpunkte in der gesamten Region anzugreifen.
Durch die Umkehrung der Rollen von Angreifer und Opfer stellt der Iran seine Vergeltung als legitime Selbstverteidigung und die US-Angriffe als ungerechtfertigte Aggression dar.
Es lässt den Kontext der Schließung der Straße von Hormus durch den Iran und Trumps Drohungen, Infrastruktur anzugreifen, um Teheran zu Verhandlungen zu zwingen, aus.
Der iranische Widerstand schlägt präzise gegen US-Stützpunkte, rächt zivile Todesfälle und droht mit einem totalen Krieg, wenn die US-Aggression nicht aufhört.
Durch die Symmetrisierung der Eskalation stellt der Block die iranischen Vergeltungsmaßnahmen als verhältnismäßige und unvermeidliche Reaktion dar und legitimiert die Drohung einer groß angelegten Offensive.
Es lässt aus, dass der Iran die Straße von Hormus blockierte, was die US-Reaktion auslöste, und zivile Opfer durch iranische Vergeltung (z.B. ein Kind in Katar).
Die USA und der Iran tauschen Angriffe auf die Infrastruktur aus, was das Risiko eines größeren regionalen Krieges erhöht. Die USA sagen, sie schwächen die iranischen Militärfähigkeiten, während der Iran behauptet, sich zu verteidigen.
Durch einen distanzierten, sachlichen Ton stellt der atlantische Block den Konflikt als Spirale symmetrischer Eskalation dar, ohne explizite Schuldzuweisungen, aber mit Betonung der Risiken für die regionale Stabilität.
Es lässt iranische Behauptungen über die Zerstörung von US-Flugzeugen in Jordanien und Anschuldigungen massiver ziviler Opfer aus.
Die USA intensivieren ihre Militärkampagne gegen das iranische Regime, während Teheran mit Angriffen auf Washingtons Verbündete reagiert. Die internationale Gemeinschaft beobachtet besorgt die Auswirkungen auf die Energieversorgung.
Indem der Block den Konflikt in Bezug auf wirtschaftliche Auswirkungen und regionale Stabilität darstellt, minimiert der lateinamerikanische Marktblock moralische Urteile und konzentriert sich auf praktische Konsequenzen.
Es lässt iranische Anschuldigungen ziviler Opfer und der Zerstörung von US-Flugzeugen sowie den Kontext der Blockade der Straße von Hormus aus.
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