
USA und Israel besiegeln Bau einer ständigen Botschaft in Jerusalem
Parallel dazu nehmen Washington und Teheran in Doha indirekte Fachgespräche über die Schifffahrt in der Straße von Hormus und eine Waffenruhe wieder auf.
Die Vereinigten Staaten und Israel haben am Mittwoch ein Abkommen über die Errichtung eines dauerhaften Botschaftskomplexes im Süden Jerusalems unterzeichnet. US-Botschafter Mike Huckabee und der israelische Außenminister Gideon Saar vollzogen die Zeremonie im israelischen Außenministerium. Das neue Gebäude soll auf dem Allenby-Gelände entstehen und die provisorischen Räumlichkeiten ablösen, die seit der Verlegung der diplomatischen Vertretung von Tel Aviv nach Jerusalem im Jahr 2018 genutzt werden. Huckabee erklärte, die Vereinigten Staaten anerkennten Jerusalem nicht nur als „ewige, angestammte und immerwährende Hauptstadt des jüdischen Volkes“, sondern setzten diese Anerkennung nun auch baulich um. Saar würdigte den Schritt als Ausdruck eines „unzerbrechlichen Bündnisses“ und als Vertiefung der historischen Entscheidung von Präsident Donald Trump aus dem Jahr 2017.
Zeitgleich haben Washington und Teheran nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters in Doha indirekte Fachgespräche wieder aufgenommen. Die Verhandlungen, die unter Vermittlung Katars und Pakistans am Dienstagabend begannen und am Mittwoch fortgesetzt wurden, konzentrieren sich laut einer mit den Gesprächen vertrauten Quelle auf die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sowie auf die Stabilisierung einer Waffenruhe. Präsident Trump sprach vor Journalisten von „sehr guten Treffen“ und einem voranschreitenden Prozess der nuklearen Abrüstung Irans. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums hatte zuvor allerdings erklärt, es seien keinerlei Verhandlungen mit amerikanischer Beteiligung geplant. Die Gespräche bauen auf einem 14-Punkte-Memorandum auf, das Ende Juni unterzeichnet worden war, um die militärischen Auseinandersetzungen der vergangenen Monate einzudämmen.
Die Unterzeichnung des Botschaftsabkommens fällt in eine Phase erhöhter Spannungen im Nahen Osten. Aus israelischer Sicht festigt der Bau die strategische Partnerschaft mit Washington, während die palästinensische Führung Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Staates beansprucht. Die meisten Staaten, darunter die europäischen Verbündeten, haben ihre Botschaften mit Verweis auf den ungeklärten völkerrechtlichen Status der Stadt und einschlägige Resolutionen der Vereinten Nationen in Tel Aviv belassen. Die Entscheidung Trumps von 2017 bedeutete einen Bruch mit jahrzehntelanger amerikanischer Politik, die den endgültigen Status Jerusalems an das Ergebnis israelisch-palästinensischer Verhandlungen knüpfte.
Die parallelen Entwicklungen verdeutlichen das komplexe diplomatische Geflecht der Region. Während Washington mit dem Botschaftsprojekt seine Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zementiert, sucht es gleichzeitig über Vermittler eine Deeskalation mit Teheran. Die indirekten Gespräche in Doha sollen nach Angaben von Diplomaten vor allem technische Details klären und die Umsetzung des Memorandums überwachen. Der Fortgang der Verhandlungen bleibt jedoch fragil, da beide Seiten öffentlich unterschiedliche Prioritäten betonen: Teheran pocht auf die Kontrolle über die Straße von Hormus und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, Washington auf die Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms. Der Bau der Botschaft wird sich über Jahre erstrecken; die nächste Gesprächsrunde in Katar ist für die kommenden Tage vorgesehen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Vereinigten Staaten haben ein Abkommen zum Bau eines dauerhaften Botschaftskomplexes in Südjerusalem unterzeichnet, ein Schritt, den Israel als Zeichen eines unzerbrechlichen Bündnisses wertet. Gleichzeitig nahmen amerikanische und iranische Vertreter indirekte Fachgespräche in Doha wieder auf, mit pakistanischen und katarischen Vermittlern, trotz offizieller Dementis aus Teheran.
Israel und die USA treiben Pläne für einen dauerhaften Botschaftskomplex auf einem Gelände voran, das palästinensischen Familien zufolge vor Jahrzehnten unrechtmäßig enteignet wurde. Die Unterzeichnungszeremonie feierte ein unzerbrechliches Bündnis, doch die Standortwahl lässt alte Klagen über Enteignungen in Jerusalem wieder aufleben.
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