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Ausgabe von 20:00 CETMittwoch, 1. Juli 2026
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Justiz & RechtMittwoch, 1. Juli 2026

US-Sänger Chris Brown zu 13 Millionen Dollar Schadensersatz nach Hundeangriff verurteilt

Ein Geschworenengericht in Los Angeles sprach der ehemaligen Haushälterin Maria Avila 12,9 Millionen Dollar zu, nachdem sie 2020 von einem 90-Kilo-Hund des Musikers schwer verletzt worden war.

Ein Zivilgericht im kalifornischen Van Nuys hat den US-amerikanischen R&B-Sänger Chris Brown und seine Gesellschaft Black Pyramid LLC zur Zahlung von insgesamt rund 13,8 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt. Laut Gerichtsurteil, über das mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten, entfallen 12,9 Millionen Dollar auf die frühere Haushälterin Maria Avila, die im Dezember 2020 auf Browns Anwesen im Stadtteil Tarzana von einem Kaukasischen Owtscharka namens Hades attackiert wurde. Die Schwester der Klägerin, Patricia Avila, die den Angriff unmittelbar miterlebte, erhält 885.000 Dollar für erlittene seelische Qualen; dem Ehemann Oscar Olivo wurden 50.000 Dollar zugesprochen. Die zweiwöchige Verhandlung endete mit dem einstimmigen Schuldspruch der Jury wegen Fahrlässigkeit.

Nach Darstellung der Klägerseite, die durch Anwalt Michael C. Murphy Jr. vertreten wurde, erlitt Maria Avila durch die Bisse des rund 90 Kilogramm schweren Wachhundes dauerhafte Entstellungen im Gesicht, Narbenbildung, Sehverlust und Nervenschäden. Vor Gericht zeigte die Frau, die mithilfe einer Dolmetscherin aussagte, die sichtbaren Verletzungen an Gesicht und linkem Arm; letzterer war durch Hauttransplantate aus dem Bauchgewebe wiederhergestellt worden. Die Klägerin gab an, aufgrund von posttraumatischen Belastungsstörungen und eingeschränkter Beweglichkeit ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können. Ihre Tochter Yoseline Espinoza schilderte den psychischen Wandel: Die Mutter meide öffentliche Orte, Familienfeiern und Fotografien, weil sie nicht wolle, dass andere ihr Gesicht sehen.

Die Verteidigung räumte vor Prozessbeginn eine Teilschuld ein, bestritt jedoch das Ausmaß der Verletzungen und machte eine Mitverantwortung Avilas geltend. Brown selbst sagte als erster Zeuge aus, er habe die Hausangestellten davor gewarnt, das Haus ohne anwesendes Sicherheitspersonal zu verlassen, da die Hunde „absolut nicht freundlich“ seien. Beide Schwestern wiesen diese Darstellung zurück und verwiesen auf Sprachbarrieren, die ein solches Gespräch unwahrscheinlich machten. Zum Tatzeitpunkt habe Brown eigenen Angaben zufolge das Knurren des Hundes gehört, die blutüberströmte Frau im Hof gefunden und anschließend das Tier weggesperrt. Er gab an, nicht selbst den Notruf gewählt, sondern das Sicherheitspersonal damit beauftragt zu haben, und das Grundstück auf Anraten seines Managers vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen zu haben – aus Sorge vor einem „Medienzirkus“, wie er vor der Jury erklärte.

Aus Sicht der US-amerikanischen Justiz reiht sich das Urteil in eine wachsende Zahl von Fällen ein, in denen Tierhalter für schwere Angriffe zivilrechtlich in die Pflicht genommen werden. Der Hund Hades war nach Browns Aussage allein zu Schutzzwecken angeschafft und von Sicherheitskräften betreut worden; der Sänger selbst sprach von häufigen „Stalker-ähnlichen Situationen“. Die Geschworenen folgten dieser Unterscheidung zwischen privatem Haustier und Wachhund nicht, sondern sahen die Verantwortung beim Eigentümer und dessen Unternehmen. Für Brown, der sich derzeit mit dem Sänger Usher auf US-Tournee befindet, steht im Oktober ein weiteres Verfahren in London an: Dort muss er sich wegen des Vorwurfs der Körperverletzung an einem Musikproduzenten in einem Nachtclub verantworten; in jenem Fall plädierte er auf nicht schuldig.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 4 Sprachen

32%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Kontinentaleuropäische PresseSubsaharisch-afrikanische Presse
Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
EmpörungOpferrolle

Die Geschichte beleuchtet das Leid des Opfers, das nach dem Angriff des großen Wachhundes des Sängers entstellt wurde. Die Jury befand Brown für haftbar und verurteilte ihn zu einer millionenschweren Entschädigung für körperliche und seelische Schäden. Die ehemalige Haushälterin will ihr Gesicht nicht mehr zeigen, für immer von dem Vorfall gezeichnet.

Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
DistanzPragmatismus

Ein Gericht in Los Angeles verurteilte Sänger Chris Brown zur Zahlung von fast 13 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Fahrlässigkeit, nachdem sein Hund die Haushälterin angegriffen hatte. Die Jury gab Maria Avila Recht, die schwere Verletzungen erlitt. Browns Vertreter wurden um Stellungnahme gebeten.

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Mittwoch, 1. Juli 2026

US-Sänger Chris Brown zu 13 Millionen Dollar Schadensersatz nach Hundeangriff verurteilt

Ein Geschworenengericht in Los Angeles sprach der ehemaligen Haushälterin Maria Avila 12,9 Millionen Dollar zu, nachdem sie 2020 von einem 90-Kilo-Hund des Musikers schwer verletzt worden war.

Ein Zivilgericht im kalifornischen Van Nuys hat den US-amerikanischen R&B-Sänger Chris Brown und seine Gesellschaft Black Pyramid LLC zur Zahlung von insgesamt rund 13,8 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt. Laut Gerichtsurteil, über das mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten, entfallen 12,9 Millionen Dollar auf die frühere Haushälterin Maria Avila, die im Dezember 2020 auf Browns Anwesen im Stadtteil Tarzana von einem Kaukasischen Owtscharka namens Hades attackiert wurde. Die Schwester der Klägerin, Patricia Avila, die den Angriff unmittelbar miterlebte, erhält 885.000 Dollar für erlittene seelische Qualen; dem Ehemann Oscar Olivo wurden 50.000 Dollar zugesprochen. Die zweiwöchige Verhandlung endete mit dem einstimmigen Schuldspruch der Jury wegen Fahrlässigkeit.

Nach Darstellung der Klägerseite, die durch Anwalt Michael C. Murphy Jr. vertreten wurde, erlitt Maria Avila durch die Bisse des rund 90 Kilogramm schweren Wachhundes dauerhafte Entstellungen im Gesicht, Narbenbildung, Sehverlust und Nervenschäden. Vor Gericht zeigte die Frau, die mithilfe einer Dolmetscherin aussagte, die sichtbaren Verletzungen an Gesicht und linkem Arm; letzterer war durch Hauttransplantate aus dem Bauchgewebe wiederhergestellt worden. Die Klägerin gab an, aufgrund von posttraumatischen Belastungsstörungen und eingeschränkter Beweglichkeit ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können. Ihre Tochter Yoseline Espinoza schilderte den psychischen Wandel: Die Mutter meide öffentliche Orte, Familienfeiern und Fotografien, weil sie nicht wolle, dass andere ihr Gesicht sehen.

Die Verteidigung räumte vor Prozessbeginn eine Teilschuld ein, bestritt jedoch das Ausmaß der Verletzungen und machte eine Mitverantwortung Avilas geltend. Brown selbst sagte als erster Zeuge aus, er habe die Hausangestellten davor gewarnt, das Haus ohne anwesendes Sicherheitspersonal zu verlassen, da die Hunde „absolut nicht freundlich“ seien. Beide Schwestern wiesen diese Darstellung zurück und verwiesen auf Sprachbarrieren, die ein solches Gespräch unwahrscheinlich machten. Zum Tatzeitpunkt habe Brown eigenen Angaben zufolge das Knurren des Hundes gehört, die blutüberströmte Frau im Hof gefunden und anschließend das Tier weggesperrt. Er gab an, nicht selbst den Notruf gewählt, sondern das Sicherheitspersonal damit beauftragt zu haben, und das Grundstück auf Anraten seines Managers vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen zu haben – aus Sorge vor einem „Medienzirkus“, wie er vor der Jury erklärte.

Aus Sicht der US-amerikanischen Justiz reiht sich das Urteil in eine wachsende Zahl von Fällen ein, in denen Tierhalter für schwere Angriffe zivilrechtlich in die Pflicht genommen werden. Der Hund Hades war nach Browns Aussage allein zu Schutzzwecken angeschafft und von Sicherheitskräften betreut worden; der Sänger selbst sprach von häufigen „Stalker-ähnlichen Situationen“. Die Geschworenen folgten dieser Unterscheidung zwischen privatem Haustier und Wachhund nicht, sondern sahen die Verantwortung beim Eigentümer und dessen Unternehmen. Für Brown, der sich derzeit mit dem Sänger Usher auf US-Tournee befindet, steht im Oktober ein weiteres Verfahren in London an: Dort muss er sich wegen des Vorwurfs der Körperverletzung an einem Musikproduzenten in einem Nachtclub verantworten; in jenem Fall plädierte er auf nicht schuldig.

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Kontinentaleuropäische PresseSubsaharisch-afrikanische Presse
Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
EmpörungOpferrolle

Die Geschichte beleuchtet das Leid des Opfers, das nach dem Angriff des großen Wachhundes des Sängers entstellt wurde. Die Jury befand Brown für haftbar und verurteilte ihn zu einer millionenschweren Entschädigung für körperliche und seelische Schäden. Die ehemalige Haushälterin will ihr Gesicht nicht mehr zeigen, für immer von dem Vorfall gezeichnet.

Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
DistanzPragmatismus

Ein Gericht in Los Angeles verurteilte Sänger Chris Brown zur Zahlung von fast 13 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Fahrlässigkeit, nachdem sein Hund die Haushälterin angegriffen hatte. Die Jury gab Maria Avila Recht, die schwere Verletzungen erlitt. Browns Vertreter wurden um Stellungnahme gebeten.

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