
US-Regierung entschädigt erstmals Betroffene des Havanna-Syndroms mit drei Millionen Dollar
Die Zahlung an erkrankte Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter erfolgt auf Grundlage des Havana Act von 2021; die Ursache des rätselhaften Leidens bleibt ungeklärt.
Das amerikanische Verteidigungsministerium hat knapp drei Millionen Dollar an jene Mitarbeiter von Nachrichtendiensten und des diplomatischen Dienstes ausgezahlt, die über Symptome des sogenannten Havanna-Syndroms klagen. Es handelt sich um die ersten Entschädigungen, die auf Grundlage des 2021 verabschiedeten Havana Act gewährt werden. Das Gesetz verpflichtet die Regierung zur Unterstützung betroffener Regierungsbediensteter und ihrer Angehörigen, ohne damit eine Aussage über die Ursache der Vorfälle zu treffen.
Erstmals öffentlich bekannt wurden die Fälle 2016, als amerikanische Diplomaten in der kubanischen Hauptstadt über plötzlich auftretende, stechende Geräusche, starken Druck im Schädel, Übelkeit und Schwindel berichteten. In den folgenden Jahren meldeten Angehörige des US-Personals an Standorten in China, Australien, Russland, Deutschland, Österreich und Kolumbien ähnliche Beschwerden. Auch kanadische Botschaftsmitarbeiter in Havanna waren betroffen, was Ottawa 2019 zu einer deutlichen Reduzierung des Personals veranlasste. Die Symptome werden von Betroffenen als real und teils traumatisch beschrieben; eine ehemalige CIA-Analystin sprach öffentlich von einem „gebrochenen Gehirn“.
Über die Ursache wird seit Jahren spekuliert. Eine Expertenkommission aus Technikern und Medizinern brachte gepulste elektromagnetische Energie und Ultraschall ins Spiel. Aus Washingtoner Regierungskreisen wurde wiederholt der russische Militärgeheimdienst GRU als möglicher Verursacher genannt, was Moskau stets zurückwies. Die US-Geheimdienste kamen 2023 mehrheitlich zu dem Schluss, es sei „sehr unwahrscheinlich“, dass ein ausländischer Akteur eine neuartige Waffe eingesetzt habe; eine Minderheit schloss diese Möglichkeit jedoch nicht vollständig aus. Eine alternative Erklärung für die Vorfälle legten die Dienste nicht vor.
Zwei Studien der National Institutes of Health (NIH) untersuchten im März 2024 mehr als 80 Betroffene mittels Magnetresonanztomographie, Blutproben sowie Hör- und Sehtests. Die Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf Hirnschäden. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Versorgung der erkrankten Mitarbeiter bleibe vorrangig. Die Debatte über die Natur des Syndroms und die Frage, ob es sich um eine gezielte Einwirkung oder um ein noch nicht verstandenes psychogenes Phänomen handelt, ist damit nicht abgeschlossen.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The three-million-dollar payment is a routine administrative act; there is no evidence of a foreign attack.
The Russian bloc makes the story plausible by omitting any reference to possible Russian responsibility, presenting the compensation as an isolated fact devoid of geopolitical context.
The Russian bloc omits any mention of the GRU and speculation about Russian involvement, present in the European bloc.
The compensation is a step, but the real culprit remains unknown and the rumors about the GRU have not been denied.
The European bloc makes its position plausible by including the mention of the GRU as a suspect, relying on sources like the BBC, and maintaining a tone of mystery that legitimizes speculation.
The payment is a fact; the syndrome is mysterious but is not attributed to any specific actor.
The Atlantic bloc makes the story plausible by limiting itself to reporting known facts (compensation, symptoms) without adding speculation, creating an apparently objective account.
The Atlantic bloc omits any mention of the GRU and speculation about Russian involvement, present in the European bloc.
Erweitere deinen Horizont
Racheschwüre und Raketendrohungen: Iran und USA steuern auf Konfrontation zu
6 Sprachen · 16 Quellen
Aus Economy & MarketsWeltweiter Wohnungsmarkt im Umbruch: Käuferschwund in den USA, Kreditoffensive in Argentinien und Schweden
4 Sprachen · 6 Quellen
Aus TechnologyOpenAI bündelt KI-Agenten: ChatGPT Work startet, Browser Atlas wird eingestellt
7 Sprachen · 7 Quellen