
US-Justiz erhebt Anklage gegen acht Männer wegen geplanten Anschlags auf Trump-Geburtstags-Event
Laut Anklage planten die Männer eine kombinierte Drohnen- und Scharfschützenattacke auf das UFC-Event im Weißen Haus, um die US-Regierung zu destabilisieren.
Ein Bundesgeschworenengericht im US-Bundesstaat Ohio hat am Donnerstag Anklage gegen acht Männer wegen Terrorismus- und Mordverschwörung erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, einen Anschlag auf die UFC-Kampfsportveranstaltung „Freedom 250“ geplant zu haben, die am 14. Juni auf dem Rasen des Weißen Hauses stattfand und an der Präsident Donald Trump, Vizepräsident J.D. Vance sowie weitere hochrangige Regierungsvertreter und Wirtschaftsführer teilnahmen. Die Anklage folgt auf eine Serie von Festnahmen, die bereits im Juni begannen; fünf Verdächtige wurden am Veranstaltungswochenende in mehreren Bundesstaaten gefasst, zwei weitere eine Woche später. Der achte Beschuldigte, ein 21-Jähriger aus West Virginia, wurde diese Woche angeklagt.
Aus Sicht des US-Justizministeriums handelte es sich um eine von marginalen Verschwörungstheorien getriebene Gruppe, die durch die Attacke eine Destabilisierung der Bundesinstitutionen herbeiführen wollte. Laut Anklageschrift begannen die Vorbereitungen im Mai; die Männer sollen Geld, Schusswaffen, Sprengstoff, Drohnen, Nachtsichtgeräte und Schutzausrüstung beschafft haben. Die Kommunikation erfolgte über verschlüsselte Plattformen wie Signal und SimpleX, wobei ein „Stufensystem“ die Rollen der Beteiligten festlegte – von der direkten Tatbeteiligung bis zur Logistik. Einer der Beschuldigten gab gegenüber Ermittlern an, man habe geplant, mit Sprengstoff beladene Drohnen in die Veranstaltung zu steuern und anschließend auf fliehende Besucher zu schießen.
In europäischen Sicherheitskreisen wird der Fall als Beleg für die anhaltende Bedrohung durch radikalisierte Kleingruppen in den USA gewertet, die lose über digitale Netzwerke verbunden sind. Beobachter in Asien verweisen auf die Symbolkraft des Anschlagsziels – ein öffentliches Sportereignis vor dem Amtssitz des Präsidenten – und die Verwendung von Drohnen, die auch in anderen Weltregionen als taktisches Mittel extremistischer Gruppen an Bedeutung gewinnen. Aus Moskauer Sicht unterstreicht der Vorfall die Verwundbarkeit hochgesicherter Veranstaltungen, wie sie auch bei internationalen Gipfeltreffen bestehe.
Die UFC-Veranstaltung war Teil der Feierlichkeiten zu Trumps 80. Geburtstag und zog rund 4000 Zuschauer an. Die Anklage umfasst zwei separate Verschwörungsvorwürfe: materielle Unterstützung von Terroristen sowie Mordverschwörung auf Bundesgelände und gegen einen Bundesbeamten. Im Falle einer Verurteilung drohen den Beschuldigten Haftstrafen zwischen 15 Jahren und lebenslänglich. Das Verfahren wird vor einem Bundesgericht in Ohio geführt; mit ersten Anhörungen wird in den kommenden Wochen gerechnet.
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