
Ungeachtet der Waffenruhe: Anhaltende Kämpfe in Südlibanon fordern weitere Opfer
Nach dem von Washington, Doha und Teheran vermittelten Waffenstillstand setzten sich die Gefechte fort; Präsident Aoun intensivierte diplomatische Bemühungen, während die nächste Verhandlungsrunde in Washington bevorsteht.
Die am Freitag verkündete Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat nicht gehalten. Am Samstag meldete das israelische Militär den Tod eines weiteren Soldaten, womit sich die Zahl der seit Freitag getöteten israelischen Soldaten auf fünf erhöhte. Nach libanesischen Angaben kamen bei israelischen Luftangriffen und Artilleriebeschuss im Süden und im Bekaa-Tal mindestens zehn Menschen ums Leben, darunter eine vierköpfige Familie in Barish sowie ein Soldat der libanesischen Armee. Israel erklärte, die Angriffe seien eine Reaktion auf den Abschuss von mehr als 50 Geschossen durch die Hisbollah auf israelische Stellungen in Südlibanon. Die Hisbollah wiederum warf Israel vor, versucht zu haben, in das Gebiet bei Ali al-Tahir vorzudringen.
Aus israelischer Sicht betonte ein Armeevertreter, die politische Führung habe „aktualisierte Anweisungen“ zur Einstellung der Kampfhandlungen erteilt; die Streitkräfte operierten defensiv in der Sicherheitszone. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag bekräftigt, die Truppen blieben so lange wie nötig zum Schutz der nördlichen Gemeinden. Die Hisbollah zeigte sich ihrerseits gespalten: Während sie nach eigenen Angaben an der Waffenruhe festhält, sieht sie sich im Recht, gegen jede israelische Ausweitung der „Besatzung“ vorzugehen. Ein hochrangiger Funktionär der Organisation erklärte, man werde Israel in den „besetzten libanesischen Gebieten“ keine Handlungsfreiheit gewähren.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun intensivierte unterdessen die diplomatischen Aktivitäten. Nach Angaben seines Büros führte er zahlreiche Gespräche mit Vertretern einflussreicher Staaten, namentlich der USA und Katars, um die Spannungen zu deeskalieren. Aoun bekräftigte, die Waffenruhe sei die Voraussetzung für alle weiteren Schritte, darunter ein Abzug der israelischen Truppen und die Entwaffnung der Hisbollah. Er wies die libanesische Delegation für die kommende Verhandlungsrunde in Washington an, einen umfassenden Waffenstillstand durchzusetzen. Die Hisbollah und Teheran lehnen die direkten Gespräche zwischen Beirut und Jerusalem ab und sehen darin einen Weg zur Entwaffnung der Miliz.
Die erneuten Kämpfe werfen einen Schatten auf die jüngste Verständigung zwischen Washington und Teheran, mit der eine Beendigung der regionalen Feindseligkeiten erreicht werden sollte. Der libanesische Gesundheitsminister beziffert die Zahl der seit Kriegsbeginn am 2. März getöteten Libanesen auf über 4000, darunter 135 Sanitäter. Auf israelischer Seite starben laut Armee 36 Soldaten und ein ziviler Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund mahnte US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat mit Netanjahu zur Mäßigung: „Manchmal muss man sich einfach beruhigen und seinen Verstand benutzen.“ Die nächste Runde der direkten Verhandlungen zwischen Libanon und Israel ist für kommende Woche in Washington geplant; Beobachter in der Region befürchten jedoch, dass die anhaltenden Gefechte die Gespräche gefährden könnten.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Iranian media highlight Israeli losses in southern Lebanon, portraying Hezbollah's resistance as inflicting deadly blows. The rising enemy soldier toll is framed as evidence of Israel's military fragility. The narrative is overtly partisan, with tones of revenge and celebration of tactical victories.
Continental European media condemn Israeli strikes in Lebanon hours after a ceasefire announcement, reporting over 10 civilian deaths. The credibility of the truce is questioned as lethal escalation continues. The tone is critical of Israel, focusing on humanitarian suffering and the urgency of de-escalation.
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