
Carroll erhält 5,6 Millionen Dollar von Trump – Zahlung nach jahrelangem Rechtsstreit
Nachdem das Oberste Gericht der USA die Berufung abgelehnt hatte, wurde die Entschädigung aus einem Treuhandkonto freigegeben; Trumps Anwälte kündigen weiteren Widerstand an.
Die amerikanische Autorin E. Jean Carroll hat nach mehr als drei Jahren die ihr von einem New Yorker Geschworenengericht zugesprochene Entschädigung in Höhe von 5,6 Millionen Dollar erhalten. Wie aus Gerichtsunterlagen und einer Erklärung ihrer Anwältin Roberta Kaplan hervorgeht, wurde der Betrag – das ursprüngliche Urteil von fünf Millionen Dollar zuzüglich aufgelaufener Zinsen – am Montag von einem treuhänderisch verwalteten Konto an Carrolls Kanzlei überwiesen. Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hatte es Ende Juni abgelehnt, die Berufung von Präsident Donald Trump gegen das Zivilurteil aus dem Jahr 2023 anzuhören, womit der Weg für die Freigabe der Mittel durch den Bundesrichter Lewis A. Kaplan frei wurde. Ein Eilantrag von Trumps Anwälten, die Auszahlung zu blockieren, war zuvor von einem Berufungsgericht abgewiesen worden.
Aus Sicht von Carrolls Rechtsvertretung markiert die Zahlung den Abschluss eines Verfahrens, in dem ein neunköpfiges Geschworenengericht Trump einstimmig für sexuellen Missbrauch und Verleumdung haftbar gemacht hatte. Carroll selbst kommentierte den Vorgang in ihrem Blog mit den Worten „The Eagle Has Landed“. Trumps Anwaltsteam hingegen bezeichnete den Fall in einer Stellungnahme erneut als „Hoax“ und „von Demokraten finanzierte Farce“ und bekräftigte, der Präsident werde den Kampf gegen diese Form der „Lawfare“ fortsetzen. Das Weiße Haus hat sich zu der erfolgten Zahlung bislang nicht geäußert.
Die nun ausgezahlte Summe ist der erste von zwei hohen Schadensersatzbeträgen, die Trump der früheren Kolumnistin schuldet. In einem separaten Verleumdungsprozess verurteilte ein anderes New Yorker Geschworenengericht den Präsidenten im Jahr 2024 zu einer Zahlung von 83,3 Millionen Dollar, weil er Carrolls Vorwürfe nach deren erstmaliger öffentlicher Schilderung im Jahr 2019 wiederholt als Lüge bezeichnet und ihre Glaubwürdigkeit attackiert hatte. Auch dieses Urteil wurde in der Berufung bestätigt, die Vollstreckung ist jedoch ausgesetzt, während Trump das Verfahren vor das Oberste Gericht bringen will. Beobachter in Washington weisen darauf hin, dass die gezahlten 5,6 Millionen Dollar angesichts des von Forbes auf 6,3 Milliarden Dollar geschätzten Vermögens Trumps finanziell kaum ins Gewicht fallen, der politische und juristische Symbolwert jedoch erheblich ist.
Carroll hatte Trump vorgeworfen, sie Mitte der 1990er Jahre in der Umkleidekabine eines New Yorker Luxuskaufhauses sexuell attackiert zu haben. Nachdem sie die Anschuldigungen 2019 in einem Buch öffentlich machte, bestritt Trump die Begegnung und erklärte, Carroll sei „nicht mein Typ“. Auf Grundlage eines New Yorker Gesetzes, das Opfern sexueller Gewalt auch bei lange zurückliegenden Taten eine Klage ermöglicht, reichte Carroll 2022 die Zivilklage ein, die zum ersten Urteil führte. Das Geschworenengericht sah den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs als erwiesen an, nicht jedoch den der Vergewaltigung. Die Berufung Trumps gegen die zweite Verurteilung über 83,3 Millionen Dollar wird voraussichtlich in den kommenden Monaten beim Obersten Gerichtshof eingereicht; eine Annahme des Falls gilt unter US-Verfassungsrechtlern als wenig wahrscheinlich.
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The American legal system has worked: after years of obstruction, Trump was forced to pay the damages awarded by a jury.
By emphasizing the long legal battle and Trump's repeated attempts to delay, the narrative creates a sense of delayed but inevitable justice, reinforcing the credibility of the judicial process.
The payment has been made according to the court ruling, without further comment or evaluation.
By reporting only the essential facts and figures, without any judgment, the presentation positions itself as pure objective information, avoiding any implication of bias or partisanship.
It omits Trump's vow to continue appealing, which could suggest the case is definitively closed.
The legal saga of Trump and Carroll is part of a broader pattern of lawsuits against the former president, including a separate $83 million defamation verdict.
By linking this case to other legal actions, the reporting normalizes the event as one of many, providing context that reduces the singularity of the story.
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