
Trump verknüpft 250. Unabhängigkeitsfeier mit Anti-Kommunismus-Rhetorik und Parteiwerbung
Die von Unwettern und Hitze geprägte Rede auf der National Mall betonte nationale Größe, attackierte politische Gegner und warb für ein umstrittenes Wahlgesetz.
Am 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung hat US-Präsident Trump eine Rede gehalten, in der er nach übereinstimmender Medienberichterstattung traditionell patriotische Töne mit scharfen Angriffen auf den Kommunismus und parteipolitischen Forderungen verband. Die um Stunden verspätete Ansprache auf der National Mall in Washington, die nach Unwetterwarnungen und einer Evakuierung unter großer Hitze stattfand, rühmte die Geschichte der Vereinigten Staaten und ehrte Veteranen, hob aber zugleich die Bedrohung durch "Kommunisten" im Inland hervor und warb für den "Save America Act". Dieses Gesetz würde die Vorlage von Ausweisdokumenten und Staatsbürgerschaftsnachweisen bei Wahlen vorschreiben und Briefwahl stark einschränken.
Aus der Regierung wurde die Rede als Ausdruck nationaler Stärke und notwendige Warnung vor linken Ideologien dargestellt. Demokratische Abgeordnete und überparteiliche Beobachter kritisierten dagegen, dass ein Gedenktag, der die Einheit des Landes symbolisieren solle, für wahlkämpferische Zwecke instrumentalisiert worden sei. Die Organisation der Feierlichkeiten lag bei einem dem Weißen Haus nahestehenden Komitee, das einen vom Kongress eingesetzten überparteilichen Planungsstab ersetzt hatte.
In seiner Rede behauptete Trump, das US-Militär habe die Streitkräfte Irans "ausgelöscht" und in Venezuela erfolgreich interveniert. Kommentatoren werteten dies als Versuch, außenpolitische Erfolge zu markieren, während Kritiker auf eine mangelnde Einordnung hinwiesen. Die exzessive Anti-Kommunismus-Rhetorik, einschließlich Vergleichen mit einem Krebsgeschwür, zielte nach Darstellung politischer Analysten auf die bevorstehenden Kongresswahlen im November ab, bei denen linke Kandidaten der Demokraten in Vorwahlen Erfolge erzielt hatten.
Die Feierlichkeiten wurden durch eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von 39 Grad Celsius und heftige Gewitter beeinträchtigt. Die National Mall musste vorübergehend geräumt werden, was zu chaotischen Zuständen führte, als Anhänger unter "Trump"-Rufen die Absperrungen zu durchbrechen versuchten. Die Teilnehmerzahl sank Schätzungen zufolge von 375.000 auf rund 150.000. Anwesende bekundeten dennoch Begeisterung und Unterstützung für den Präsidenten.
Der Vorstoß für den "Save America Act" gilt selbst unter Republikanern als umstritten und dürfte vor den Wahlen kaum verabschiedet werden. Die Feier offenbarte nach Wahrnehmung vieler Beobachter die tiefe Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft, die selbst nationale Feiertage nicht mehr verschont.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump's speech for the 250th anniversary of independence is reported as an event celebrating American greatness, with patriotic tones and attacks on communists. The article merely reproduces the president's words without critical commentary.
The Pope's visit to Lampedusa on July 4 is presented as a counterpoint to Trump's nationalist rhetoric. The Pope reminds that America was shaped by immigrants, sending a message of welcome.
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