
Trump kündigt Treffen mit Iran in Doha an – Teheran dementiert technische Gespräche
Während Washington von einer von Iran erbetenen Zusammenkunft spricht, bestreitet Teheran konkrete Termine – die fragile Waffenruhe am Hormuz bleibt belastet.
Am Montag kündigte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social an, dass Iran um ein Treffen gebeten habe, das am Dienstag in Doha stattfinden werde. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, präzisierte, dass die Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu hochrangigen Gesprächen nach Katar reisen würden; am Rande seien technische Verhandlungen vorgesehen. Aus Teheran hingegen erklärte Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi, für diese Woche seien keine Sitzungen technischer Arbeitsgruppen geplant, und Medienberichte über derartige Treffen in Doha seien „nicht bestätigt“. Die widersprüchlichen Signale folgen auf ein Wochenende gegenseitiger Militärschläge, die das am 17. Juni unterzeichnete 14-Punkte-Memorandum zur Beendigung des viermonatigen Konflikts gefährdeten.
Nach Darstellung des US-Zentralkommandos hatte ein iranisches Projektil am Donnerstag ein Frachtschiff in der Straße von Hormuz getroffen, woraufhin amerikanische Streitkräfte zehn militärische Ziele im Iran angriffen. Teheran wiederum meldete Vergeltungsschläge mit Raketen und Drohnen gegen US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Laut übereinstimmenden Berichten von Axios und Reuters unter Berufung auf amerikanische Beamte vereinbarten beide Seiten in der Folge eine vorläufige Einstellung der Feindseligkeiten und die freie Durchfahrt von Schiffen. Ein US-Vertreter erklärte gegenüber AFP, die Verhandlungen würden trotz der jüngsten Angriffe fortgesetzt; die eingerichteten Kommunikationskanäle zur Deeskalation seien weiterhin aktiv.
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Kontrolle über die Straße von Hormuz, durch die in Friedenszeiten rund ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggasverkehrs fließt. Iran beharrt darauf, dass Schiffe einen Korridor nahe der eigenen Küste nutzen müssten, und hat nach eigenen Angaben mit Oman eine gemeinsame Hormuz-Kommission eingerichtet, um die künftige Verwaltung der Wasserstraße zu erörtern. Aus Washingtoner Sicht sowie nach Auffassung der arabischen Golfstaaten ist die Erhebung von Gebühren oder eine einseitige Routenvorgabe nicht hinnehmbar; US-Außenminister Marco Rubio hatte in Bahrain jede Form von Transitabgaben als „inakzeptabel“ bezeichnet. Das veröffentlichte Memorandum sieht vor, dass Iran die Verwaltung der Straße im Dialog mit Oman und den Golfstaaten, jedoch „im Einklang“ mit internationalem Recht, definieren wird – eine Formulierung, die Raum für gegensätzliche Auslegungen lässt.
Die Ungewissheit über die Gespräche belastet den ohnehin fragilen Friedensprozess, der unter Vermittlung Katars und Pakistans zustande kam. Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die Vereinbarung als „großen Sieg“ und stellte die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Guthaben in Katar in Aussicht; amerikanische Stellen erklärten dagegen, bislang seien keine Vermögenswerte freigegeben worden. Die Ölpreise, die nach dem Abschluss des Memorandums deutlich gefallen waren, verzeichneten zuletzt nur moderate Aufschläge – ein Zeichen, dass die Märkte die Eskalation bislang als taktisch und nicht strukturell einstufen. Ob und in welchem Format die Gespräche am Dienstag tatsächlich stattfinden, blieb zunächst offen; die ursprünglich in der Schweiz geplanten technischen Konsultationen waren nach Angaben aus Verhandlungskreisen aufgrund der zugespitzten Lage nach Doha verlegt worden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump behauptet, der Iran habe um ein Treffen in Doha gebeten, doch Teheran dementiert. Die USA versuchen, ein fragiles Interimsabkommen zu bewahren, während Zusammenstöße in der Straße von Hormus Ölpreise und Inflation bedrohen. Das Treffen gilt als Schritt zur Deeskalation, obwohl Skepsis gegenüber den iranischen Absichten bleibt.
Trumps Behauptung, der Iran habe um ein Treffen gebeten, ist falsch; Teheran hat ein solches Ersuchen bestritten. Allerdings könnten technische Gespräche zur Umsetzung des Memorandums in Doha stattfinden, an denen US-Vertreter wie Witkoff und Kushner teilnehmen. Das Treffen erfolgt nicht auf iranischen Wunsch, sondern ist Teil der laufenden Vermittlung.
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