
Trump fordert erneut US-Kontrolle über Grönland und droht mit Truppenabzug
Beim NATO-Gipfel in Ankara verschärft der US-Präsident den Streit mit Dänemark und stellt das Bündnis vor eine Belastungsprobe.
US-Präsident Donald Trump hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara seine Forderung bekräftigt, Grönland müsse unter amerikanische Kontrolle gestellt werden. Die Insel sei von chinesischen und russischen Schiffen umgeben, Dänemark investiere nicht ausreichend, und der Streit habe seine Beziehung zur NATO beschädigt, sagte Trump bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Er drohte zudem mit einem vollständigen Abzug aller US-Soldaten aus Europa, sollten die Verbündeten nicht einlenken.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies die Forderung umgehend zurück. Grönland sei nicht zu verkaufen, und die Grönländer wollten kein Teil der USA werden, erklärte sie in Ankara. Die Regierung in Nuuk betonte, die Zukunft der Insel werde allein von ihrer Bevölkerung bestimmt. Die Europäische Union bekräftigte, die Souveränität Dänemarks und Grönlands sei nicht verhandelbar.
Aus Washingtoner Sicht ist Grönland aufgrund seiner Lage zwischen Nordamerika, Russland und Europa sowie seiner Rohstoffvorkommen von strategischer Bedeutung. Die kürzeste Route für ballistische Raketen aus Russland führt über die Arktis, und die USA betreiben auf der Insel bereits die Militärbasis Pituffik. Laut US-Regierungsvertretern wird eine Ausweitung der militärischen Präsenz geprüft, da die Marineaktivitäten Russlands und Chinas in der Region zunehmen. Das Verteidigungsabkommen von 1951 erlaubt den USA die Errichtung weiterer Stützpunkte nach vorheriger Konsultation Dänemarks und Grönlands. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump Interesse an einem Kauf der Insel bekundet, was Kopenhagen damals als absurd zurückwies.
Der Konflikt hatte sich Anfang des Jahres zugespitzt, als Trump militärische Mittel nicht ausschloss und mit Strafzöllen drohte, diese Drohungen jedoch später zurücknahm. Seither verläuft die Auseinandersetzung auf diplomatischer Ebene: Eine hochrangige Arbeitsgruppe aus Vertretern Washingtons, Kopenhagens und Nuuk tagt regelmäßig, und nach Angaben von Außenminister Marco Rubio finden monatlich Gespräche statt. Die Beziehungen zwischen Washington und den europäischen NATO-Partnern sind zudem durch Meinungsverschiedenheiten über den Iran-Konflikt belastet, bei dem mehrere Verbündete die Nutzung gemeinsamer Stützpunkte für Offensivschläge verweigerten. Die grundlegenden Positionen in der Grönland-Frage bleiben unvereinbar, und Trumps erneute Drohung mit einem Truppenabzug verschärft die Spannungen innerhalb des Bündnisses, während die USA ihre Truppenpräsenz in Europa ohnehin überprüfen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | +0.10 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.50 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
Trumps Forderung nach Grönland ist eine Bedrohung für das atlantische Bündnis und muss als rücksichtsloser Expansionismus verurteilt werden.
Durch die Betonung der negativen Folgen für die NATO und der europäischen Reaktion erzeugt die Erzählung ein Gefühl von Gefahr und Dringlichkeit, wodurch Trumps Schritt als bewusste Provokation erscheint.
Die Rechtfertigung chinesischer und russischer Schiffe um Grönland, die Trump zur Untermauerung seiner Forderung anführte, wird ausgelassen, sodass seine Behauptung auf eine bloße Laune reduziert wird.
Grönland ist strategisch lebenswichtig für die USA, und Dänemarks mangelnde Investitionen rechtfertigen einen Kontrollwechsel.
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Trump wiederholte seine Behauptung, dass Grönland unter US-Kontrolle sein sollte, eine Aussage, die Spannungen mit Dänemark verursacht hat.
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