
Trump droht Iran mit neuen Militärschlägen – Dämpfer für Friedensgespräche in der Schweiz
Während in der Schweiz neue Verhandlungen beginnen, fordert der US-Präsident ultimativ ein Ende der Einflussnahme Teherans in Libanon und warnt vor einer Eskalation am Hormus.
Die am Sonntag mit Vermittlern in Bürgenstock aufgenommenen direkten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran werden von scharfen Drohungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump überschattet. In einem Beitrag auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social verlangte Trump, Iran müsse seine „hoch bezahlten Stellvertreter“ in Libanon unverzüglich daran hindern, „Probleme zu verursachen“. Andernfalls werde man Iran „erneut sehr hart treffen, genauso wie vergangene Woche, nur noch härter“. Die Drohung richtet sich nach übereinstimmender Lesart in Washington und Teheran gegen die schiitische Hisbollah, die in den Tagen zuvor wieder in Gefechte mit der israelischen Armee verwickelt war.
Aus Washingtoner Sicht soll die Botschaft Druck auf die iranische Führung ausüben, um die wenige Tage zuvor unterzeichnete Absichtserklärung nicht zu gefährden. Das 14 Punkte umfassende Memorandum von Islamabad sieht einen umfassenden Waffenstillstand an allen Fronten vor, ausdrücklich auch in Libanon. Der amerikanische Vizepräsident JD Vance, der die Delegation in der Schweiz leitet, sprach von „großen Fortschritten der letzten Tage“ bei der Sicherung der Waffenruhe, räumte jedoch ein, die Lage bleibe fragil. Iranische Quellen hingegen deuten die erneuten Militärschläge Israels als Vertragsbruch und haben ihrerseits mit der Blockade der Straße von Hormus gedroht. Mediatoren aus Pakistan und Katar versuchen in den Vierergesprächen, beide Seiten auf einen sechzigtägigen Verhandlungsrahmen zu verpflichten.
Die Eskalationsrisiken werden durch die strategische Bedeutung der Wasserstraße unterstrichen. Trump erklärte gegenüber Fox News, die Vereinigten Staaten könnten die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen und dort künftig Abgaben erheben – zwanzig Prozent des durchgeleiteten Öls stünden dann Washington zu. Sollte Iran die Passage blockieren, werde man das Land „auslöschen“. Aus Teheraner Sicht stellen solche Äußerungen eine existenzielle Drohung dar, die den kaum begonnenen Gesprächsprozess belastet, zumal die Revolutionsgarden bereits Schifffahrtsbeschränkungen verhängt haben. Beobachter in europäischen Hauptstädten verweisen auf die unmittelbaren Auswirkungen einer Blockade, durch die ein Fünftel des globalen Erdölhandels läuft, und warnen vor einer neuen Ölpreiskrise.
Die militärischen Auseinandersetzungen, die seit dem 28. Februar zwischen einer von den USA und Israel geführten Koalition und Iran im Gange sind, hatten bereits im April zu gescheiterten Verhandlungen in Islamabad geführt. Erst vergangene Woche war es nach wochenlangem De-facto-Waffenstillstand erneut zu Luftangriffen auf beiden Seiten gekommen. Die in Bürgenstock angelaufene Gesprächsrunde gilt als letzter Versuch, einen regionalen Flächenbrand zu verhindern. Die amerikanische Regierung macht keinen Hehl daraus, dass sie die Unterstützung für Hisbollah als Hindernis für eine Einigung betrachtet, während Iran die israelischen Attacken auf Libanon als Verstoß gegen die bereits getroffene Absichtserklärung wertet. Der Ausgang der auf sechzig Tage angelegten Beratungen bleibt damit ungewiss.
Für die kommenden Tage sind in Bürgenstock weitere Expertentreffen angesetzt, ehe die Verhandlungsführer am Mittwoch zu einer Plenarsitzung zusammenkommen sollen. Aus europäischen Kreisen verlautet, dass die Vermittler derzeit vor allem auf eine Stabilisierung der Waffenruhe in Libanon drängen. Die demokratische Opposition im US-Kongress hat Außenminister Marco Rubio zu einer eingehenden Unterrichtung über die geheimen Nebenabreden des Memorandums aufgefordert, was den innenpolitischen Druck auf die Regierung Trump erhöht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Arab press reports Trump's threat to Iran to stop militias in Lebanon, but also highlights his intention to transfer the Hezbollah file to Syria. The tone is alarmist, with skepticism about US intentions.
Indian and South Asian press presents Trump's threat factually, linking it to ongoing peace talks. The approach is detached and pragmatic, without explicit judgment.
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