
Spanien bezwingt Argentinien im WM-Finale – Trump prägt die Siegerehrung
Nach einem 1:0-Sieg in der Verlängerung überreichte US-Präsident Donald Trump die Trophäe, begleitet von Pfiffen und einem vielbeachteten Verbleib auf dem Podest.
Spanien hat sich zum zweiten Mal nach 2010 den Weltmeistertitel gesichert. Im Endspiel des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko setzte sich die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente am Sonntag im MetLife Stadium von East Rutherford mit 1:0 nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Argentinien durch. Ferran Torres erzielte in der 106. Minute den entscheidenden Treffer, nachdem eine Flanke von Nico Williams im Strafraum abgeklärt verwertet wurde. Argentinien, das bereits in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einer Gelb-Roten Karte gegen Enzo Fernández dezimiert worden war, fand offensiv kaum noch Mittel. Nach dem Abpfiff sah Leandro Paredes wegen einer Tätlichkeit ebenfalls Rot.
Die sportliche Entscheidung wurde von der massiven Präsenz des US-Präsidenten überlagert. Donald Trump war mit der Maschine Marine One unter einer Flugverbotszone am Stadion eingetroffen und verfolgte die Partie an der Seite von FIFA-Präsident Gianni Infantino, seiner Frau Melania und weiterer Staatsgäste. Schon vor dem Anpfiff hatte Trump in einem Interview mit Fox Sports erklärt, es sei „sehr schwer, gegen Messi zu wetten“, und zugleich eine erneute Bewerbung der USA um eine WM angeregt. Bereits im Turnierverlauf hatte er für Kontroversen gesorgt, als er nach eigenen Angaben bei Infantino anrief, um die Aufhebung einer Roten Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun zu erwirken – ein Vorgang, der in europäischen und lateinamerikanischen Medien Fragen nach der Unabhängigkeit des Sports aufwarf.
Bei der Siegerehrung schlugen Trump und Infantino laute Pfiffe aus dem Publikum entgegen, als sie auf den Rasen traten. Der Präsident überreichte die Medaillen und übergab schließlich die Trophäe an den spanischen Kapitän Rodri. Anschließend verharrte Trump auf dem Podest, während Infantino ihm mehrfach bedeutete, den Platz für die Mannschaft freizugeben. Die Szene, die an die Klub-WM 2025 erinnerte, als Trump bei der Chelsea-Feier ebenfalls im Zentrum geblieben war, verbreitete sich rasch in sozialen Netzwerken. Aus spanischer Perspektive wurde der Moment als unbeholfener Eingriff in einen sportlichen Höhepunkt gewertet.
Im Stadion versammelte sich eine politische Riege, die die angespannten Beziehungen der Co-Gastgeber widerspiegelte. Neben Trump und Infantino waren der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, König Felipe VI., die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum und der kanadische Premierminister Mark Carney anwesend. Trump hatte zuvor Spanien mangelnde Unterstützung im Iran-Konflikt vorgeworfen und Kanada mit neuen Zöllen gedroht, während die Beziehungen zu Mexiko durch die US-Einwanderungspolitik belastet blieben. Der argentinische Präsident Javier Milei war aus Aberglauben ferngeblieben.
Mit dem Schlusspfiff endete die argentinische Titelverteidigung, und Spanien krönte eine Generation um Rodri und Pedri mit dem zweiten Stern. Das Turnier, das mit 48 Mannschaften erstmals in drei Ländern ausgetragen wurde, fand seinen sportlichen Abschluss – und zugleich einen Präsidenten, der die Bühne des Weltfußballs auch nach dem Abpfiff nicht räumen wollte.
| Lateinamerikanische Presse | +0.70 | aligned |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
| Südostasiatische Presse | −0.60 | critical |
Die USA feiern den Erfolg des Turniers und Trumps Anwesenheit als historischen Meilenstein.
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