
Emiratische Ställe dominieren in Ascot und York – McDonald stellt Rekord ein
Ein Hattrick für Godolphin und Shadwell an den britischen Bahnen sowie ein Doppelsieg von James McDonald in Sydney prägten einen ereignisreichen Renntag.
Ein rauschender Renntag auf zwei Kontinenten begann am Samstag mit einer Demonstration emiratischer Stärke auf den britischen Traditionsbahnen Ascot und York. Der Godolphin-Stall von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum feierte einen Doppelsieg, während das konkurrierende Shadwell-Team von Scheich Hamdan Al Maktoum ebenfalls triumphierte. In York bescherte die Stute Diamond Rain Trainer Charlie Appleby und Jockey William Buick einen überzeugenden Erfolg in den Lyric Stakes (Listenrennen) über 2100 Meter. Die Schamardal-Tochter, die im vergangenen Jahr in Kanada nur knapp geschlagen war, beschleunigte auf der Zielgeraden eindrucksvoll und siegte mit viereinviertel Längen Vorsprung vor Regal Charm. „Es ist großartig, sie wieder als Siegerin zu sehen“, kommentierte Appleby und kündigte einen erneuten Start in den E. P. Taylor Stakes in Toronto an. Buick hingegen erwog, mit der Stute in den Yorkshire Oaks (Gruppe I) anzutreten. In Ascot sorgte die zweijährige Sorengel für einen weiteren Godolphin-Erfolg: Die Wootton-Bassett-Tochter, von Billy Loughnane geritten, gewann ein Fillies’ Novice Stakes über 1200 Meter mit eineinhalb Längen Vorsprung. Den Hattrick perfekt machte der Shadwell-Hengst Al Azd, der unter Ray Dawson in einem 2400-Meter-Rennen in Ascot mit viereinviertel Längen vor dem Godolphin-Vertreter Study Of Words siegte.
Wenige Stunden später rückte auf der anderen Seite der Erdkugel der australische Spitzenjockey James McDonald in den Mittelpunkt. Nach einer einmonatigen Wettkampfpause kehrte der 32-Jährige auf die Bahn von Randwick in Sydney zurück und gewann mit zwei seiner fünf Ritte. Zunächst führte er den von John O’Shea und Tom Charlton trainierten Astronomix zu einem sicheren Sieg in einem Handicap über 1300 Meter – ein Erfolg mit persönlicher Note, da McDonalds Ehefrau Katelyn Mitbesitzerin des Hengstes ist. „Er ist fitter als ich“, scherzte der Jockey nach dem Rennen. Anschließend setzte er sich mit dem Kris-Lees-Schützling Hawker Hall in einem 1100-Meter-Rennen gegen Istolea Merc durch. Mit nunmehr 90 Saisonsiegen in der Metropolregion Sydney liegt McDonald zwölf Längen vor Zac Lloyd und steht kurz davor, zum zehnten Mal den Jockey-Premiership-Titel zu gewinnen – eine Einstellung des Rekords von George Moore aus dem Jahr 1969.
Für zusätzliche Glanzlichter in Randwick sorgte die dreijährige Stute Satono Jasmine, die unter Trainer Brad Widdup ihren vierten Sieg in Serie einfuhr. In einer 1800-Meter-Prüfung für Stuten und Mutterstuten stürmte sie von letzter Position an die Spitze und siegte mit eineinviertel Längen. Widdup zeigte sich überrascht von der fortwährenden Steigerung seiner Schützlingin und plant eine Rennpause bis nach Weihnachten. In Bangalore (Indien) gewann der von P. S. Chouhan trainierte Dream Seller unter Jockey Trevor den Bangalore City Sprint Championship Gold Cup über 1200 Meter souverän mit zweieinviertel Längen vor Reiko und komplettierte damit ein Wochenende globaler Galopprennen, das von etablierten Blutlinien und international agierenden Stallbesitzern geprägt wurde.
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