
Nach nur zwei Spielen: Renard verlässt Tunesien – der zweite Trainerwechsel während der WM
Die „Adler von Karthago“ scheiden als Gruppenletzter aus, nachdem auch der in der Endrunde verpflichtete Franzose keine Wende brachte.
Hervé Renard ist nicht mehr Trainer der tunesischen Nationalmannschaft. Der 57-jährige Franzose, der erst am 16. Juni – mitten im WM-Turnier – das Amt von Sabri Lamouchi übernommen hatte, verkündete am Samstag über Instagram seinen Abschied. „Meine Reise mit Tunesien endet hier“, schrieb er. Vorausgegangen war ein sportliches Desaster: Lamouchi war nach der 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden entlassen worden. Auch unter Renard gelang kein Sieg; gegen Japan setzte es ein 0:4, gegen die Niederlande ein 1:3. Mit null Punkten und 2:12 Toren verabschiedete sich Tunesien als Letzter der Gruppe F.
Renards kurzes Gastspiel war Teil einer beispiellosen Entlassungswelle bei dieser WM. Insgesamt neun Trainer mussten bereits während der Endrunde ihren Posten räumen – so viele wie nie zuvor. Neben Tunesien, das als einziges Land zweimal den Coach wechselte, traf es unter anderem Steve Clarke (Schottland), Hong Myung-bo (Südkorea), Miroslav Koubek (Tschechien), Ronald Koeman (Niederlande), Marcelo Bielsa (Uruguay), Sebastián Beccacece (Ecuador) und Julian Nagelsmann (Deutschland). Der erfahrene Renard, der 2022 mit Saudi-Arabien sensationell Argentinien besiegt hatte, konnte den Trend nicht stoppen.
Seine Berufung war ein Verzweiflungsschritt des tunesischen Verbands. Nach dem Debakel gegen Schweden und Berichten über interne Unruhen – Lamouchis Sohn soll in einen Streit mit einem Fan verwickelt gewesen sein, was der Ex-Coach bestritt – sollte der international bewährte Renard die Mannschaft stabilisieren. Doch die beiden verbleibenden Partien gerieten zu einseitigen Begegnungen. Vor allem das 0:4 gegen Japan offenbarte eklatante defensive Schwächen. Renards Versuche, die Abwehr zu kompaktieren, verpufften wirkungslos; in drei Spielen kassierte Tunesien zwölf Gegentore.
In seinem emotionalen Instagram-Post dankte Renard dem Verband und wünschte dem Team eine erfolgreiche Zukunft: „Ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft weiter wachsen wird.“ Gleichwohl dürfte die Enttäuschung in Tunesien tief sitzen. Die zweifache Trainerentlassung wirft Fragen nach der Führung des Verbands auf. Aus internationaler Sicht wird bereits über die nächsten Schritte spekuliert. Für die Nordafrikaner beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger, der das Team für die kommenden Qualifikationsspiele neu aufstellen und den Weg zu einer stabileren sportlichen Perspektive ebnen soll.
| Arabische Golfpresse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
The World Cup devours coaches: another head falls under the guillotine of results.
Using the guillotine metaphor turns a news event into a theatrical scene of condemnation, amplifying tension and blaming results.
It omits that Renard was appointed mid-tournament after a heavy defeat, favoring the 'guillotine' image over the specifics of his brief tenure.
The Tunisian federation dumps yet another coach: two matches and out.
By substituting 'resignation' with 'firing', the narrative is inverted: from the coach's decision to the federation's decision, blaming the latter for the failure.
It omits that Renard himself announced his exit as a personal decision in his thanks, effectively turning the communication into a unilateral act by the federation.
Renard's adventure ends: the coach thanks and leaves Tunisia.
The narrative follows a linear chronology (appointment, defeat, farewell) that normalizes the event, defusing tension by denying rumors of a stay.
It omits the context of a 'wave of dismissals' present in other outlets, isolating the Tunisian case as a standalone episode.
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