
Joey Chestnut dominiert zum 18. Mal den Hot-Dog-Wettbewerb am Coney Island
Bei glühender Hitze und nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung siegt Joey Chestnut mit 66 Hot Dogs; Miki Sudo holt ihren zwölften Titel bei den Frauen.
Am Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten hat Joey Chestnut seine Ausnahmestellung im wettkampfmäßigen Hot-Dog-Essen erneut unterstrichen. Vor tausenden Zuschauern am New Yorker Strand von Coney Island verschlang der 42-Jährige in zehn Minuten 66 Hotdogs mitsamt der Brötchen und sicherte sich damit zum 18. Mal den begehrten Senfgürtel. Die Konkurrenz ließ er klar hinter sich: Der Zweitplatzierte Pat Bertoletti aus Chicago kam auf 51 Würstchen, der Australier James Webb wurde mit 47,5 Dritter. Die schwüle Hitze von gefühlten 38 Grad Celsius setzte den Athleten zu, doch «Jaws» Chestnut blieb auch bei seiner zehnten Teilnahme in Folge ungeschlagen – abgesehen vom erzwungenen Aussetzen 2024 wegen eines Sponsorenkonflikts.
Von Anfang an entwickelte sich ein temporeiches Duell mit Bertoletti und Webb, doch nach gut anderthalb Minuten setzte sich Chestnut ab. Zur Halbzeit hatte er bereits 42 Hotdogs bewältigt und führte mit zehn Würstchen Vorsprung. In der zweiten Hälfte machte sich die Ermattung bemerkbar; das eigene Rekordtempo von 76 Hotdogs aus dem Jahr 2021 konnte er nicht halten. «Ich wusste früh, dass ich den Rekord heute nicht knacken würde, aber ich bin ruhig geblieben», sagte der Champion nach dem Wettkampf. Das Preisgeld von 10.000 Dollar nahm er ebenso selbstverständlich entgegen wie den Applaus der Menge, die seinen Namen im Takt skandierte.
Die Teilnahme Chestnuts war diesmal von einer juristischen Auseinandersetzung überschattet. Im April bekannte er sich der Körperverletzung schuldig, nachdem er in einer Bar in Indiana einen Mann unter Alkoholeinfluss geohrfeigt hatte. Eine 180-tägige Bewährungsstrafe wurde verhängt, doch die Behörden gestatteten ihm die Reise nach New York. Der Veranstalter Major League Eating betonte, der Vorfall habe keinen Einfluss auf seine Startberechtigung. Chestnut selbst ordnete den Wettbewerb in die nationale Feierkultur ein: «Es geht nicht um mich oder die Hotdogs. Es geht um den 4. Juli, eine Feier in New York.»
Bei den Frauen setzte unterdessen Miki Sudo ihre Dominanz fort. Mit 38,75 Hotdogs errang sie ihren zwölften Titel und verwies Michelle Lesco (22) deutlich auf Platz zwei. Sudo verbesserte ihre Siegleistung aus dem Vorjahr, als sie 33 Würstchen gegessen hatte, blieb jedoch ebenfalls unter ihrem persönlichen Rekord von 51. Der Wettbewerb, der in diesem Jahr erstmals unter dem neuen Eigentümer Smithfield Foods stattfand, zählt für viele Amerikaner so fest zum Nationalfeiertag wie Feuerwerke und Paraden.
Aus sportlicher Sicht bleibt Chestnut das Maß aller Dinge. Sein 18. Triumph nährt die Legende des wettkampfessenden Veteranen, der nur 2015 eine überraschende Niederlage gegen Matt Stonie hinnehmen musste. Dass der Wettbewerb gerade am 250. Geburtstag der USA ohne seinen Rekordsieger kaum vorstellbar ist, unterstrich ein Fan aus Kalifornien: «Wir mussten herkommen und sehen, wie ‹Joey Jaws› seinen 18. Titel holt.» Die nächste Gelegenheit, den Rekord zu jagen, bietet sich Chestnut im kommenden Jahr – dann hoffentlich ohne Bewährungsauflagen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Joey Chestnut won the July 4 hot dog contest for the 18th time, eating 66 franks in 10 minutes. However, an ironic tone in some comments questions the seriousness of the competition, as if it were more of a farce than a sport. The acknowledgment of the record does not hide a certain condescension toward the event.
Joey Chestnut is celebrated as the undisputed champion and GOAT of the Nathan's Hot Dog Eating Contest, winning his 18th title by devouring 66 hot dogs. The narrative emphasizes his dominance, legendary status, and the excitement of the event, often overlooking any controversies. The focus is on his personal achievement and the entertainment value of the contest.
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