
Torreiche WM-Partie: England bezwingt Frankreich 6:4 – Saka mit Hattrick, Mbappé historisch
Beim Spiel um Platz drei der WM 2026 lieferten sich England und Frankreich einen zehntorigen Schlagabtausch; Bukayo Saka erzielte drei Treffer, Kylian Mbappé überholte Lionel Messi als WM-Rekordtorschütze.
England hat sich im Spiel um Platz drei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit einem 6:4 (4:0) gegen Frankreich die Bronzemedaille gesichert. Vor 70.000 Zuschauern im Hard Rock Stadium von Miami trafen Declan Rice (4. Minute), Ezri Konsa (18.) sowie Bukayo Saka (37., 45.+1, 87.) per Hattrick und Jude Bellingham (90.+8) für die Three Lions. Für Frankreich verkürzten Kylian Mbappé (48., 66.), Bradley Barcola (54.) und Ousmane Dembélé (90.+6). Die erste Halbzeit endete mit einer 4:0-Führung Englands, ehe Frankreich nach der Pause zu einer furiosen Aufholjagd ansetzte und zwischenzeitlich auf 3:4 herankam. Saka sorgte per Elfmeter für das 5:3, doch Dembélés Treffer ließ die Partie nochmals kippen, bevor Bellingham in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte.
Die Begegnung war eines der torreichsten Spiele der WM-Historie und das erste mit zehn Toren seit 1982. Für England ist es das beste WM-Ergebnis seit dem Titelgewinn 1966. Saka avancierte zum erst zweiten englischen Spieler, dem in einem WM-K.-o.-Spiel ein Dreierpack gelang – nach Geoff Hurst 1966. Mbappé erzielte seine Saisontore zehn und elf im Turnier und ist nun mit 22 Treffern alleiniger Rekordtorschütze der WM-Geschichte, vor Lionel Messi (20).
Aus Pariser Sicht wurde die Partie als unwürdiger Abschied für Nationaltrainer Didier Deschamps gewertet, der nach 14 Jahren zurücktrat. Medien wie L’Équipe sprachen von einer völligen Auflösung der Defensive in Halbzeit eins und einer verpassten historischen Aufholjagd. In London hingegen dominierten Jubel und Genugtuung. Die Boulevardpresse feierte den Sieg mit Wortspielen, und Trainer Thomas Tuchel lobte die mentale Stärke seiner Mannschaft nach der Halbfinalniederlage gegen Argentinien.
Internationale Beobachter hoben den Unterhaltungswert und die zahlreichen Bestmarken hervor. Italienische Zeitungen zeigten die englische Freude auf den Titelseiten, brasilianische Medien sprachen von einem Torfest. Mbappés Leistung wurde trotz der Niederlage weltweit gewürdigt – mit zehn Toren in einem Turnier ist er der erste Spieler seit Gerd Müller 1970, dem dies gelang.
Der Blick richtet sich nun auf das Finale zwischen Argentinien und Spanien. Für Mbappé bleibt der Trost, dass sein Rekordvorsprung vorerst Bestand hat, während England unter Tuchel den dritten WM-Platz als Fundament für zukünftige Erfolge zu nutzen hofft.
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