
Finale 2026: Warum der Weltmeisterpokal nur für wenige Minuten in den Händen des Kapitäns bleibt
Der 18-karätige Goldpokal, entworfen von Silvio Gazzaniga, wird dem Sieger nur für die Zeremonie überlassen – danach kehrt er streng bewacht ins FIFA-Museum zurück, während das Team eine bronzene Replik erhält.
Es ist der ikonische Moment jedes WM-Finales: Der Kapitän der siegreichen Mannschaft streckt den goldenen Pokal in den Nachthimmel, während Konfetti regnet und die Kameras surren. Im MetLife Stadium in New Jersey wird an diesem Sonntag entweder der Argentinier oder der Spanier diese Geste vollführen. Doch was nur wenige wissen: Das Original aus 18-karätigem Gold, 36,8 Zentimeter hoch und 6,175 Kilogramm schwer, verbleibt nur für die Dauer der Siegerehrung in den Händen der Spieler. Schon im Kabinengang muss der Pokal zurückgegeben werden – er bleibt unverrückbares Eigentum des Weltverbands.
Entworfen wurde die Trophäe 1971 von dem italienischen Bildhauer Silvio Gazzaniga, dessen Entwurf sich gegen 53 Konkurrenten durchsetzte. Zwei athletische Gestalten, die die Weltkugel emporstemmen, symbolisieren den Triumph. Gefertigt wird das Stück seit einem halben Jahrhundert von der Mailänder Manufaktur GDE Bertoni. Massiv wirkt es, doch es ist hohl: Bestünde es aus purem Gold, wöge es über 70 Kilogramm – kein Kapitän könnte es heben. Zwei grüne Malachitringe an der Basis setzen einen farblichen Kontrast, der an den Rasen erinnert. Nur ehemalige Weltmeister und amtierende Staatsoberhäupter dürfen die Trophäe ohne Handschuhe berühren, eine Regel, die FIFA-Präsident Gianni Infantino selbst in Erinnerung rief, als er Argentiniens Trainer Lionel Scaloni nach einer Protokollpanne entschuldigend aufforderte, den Pokal mit bloßen Händen zu greifen.
Die strikte Handhabung hat historische Gründe. Der Vorgänger, die Jules-Rimet-Trophäe, war nach dem dritten brasilianischen Titel 1970 dauerhaft in den Besitz der Seleção übergegangen – und wurde 1983 in Rio de Janeiro gestohlen, um nie wieder aufzutauchen. Schon 1966 war sie in London entwendet und von einem Hund namens Pickles in einem Gebüsch aufgespürt worden. Um ein ähnliches Schicksal zu verhindern, beschloss die FIFA, den neuen Pokal nie wieder dauerhaft zu vergeben. Stattdessen erhalten die Weltmeister eine bronzene, stark vergoldete Replik, die in den Verbandsvitrinen des jeweiligen Landes steht. Das Original hingegen verlässt das FIFA-Weltfußballmuseum in Zürich nur für drei Anlässe: die Auslosung, das Eröffnungsspiel und das Finale.
An diesem Sonntag wird neben dem sportlichen Ruhm auch die wirtschaftliche Dimension sichtbar. Allein der Materialwert des Goldes wird auf 250.000 bis 400.000 US-Dollar geschätzt; der ideelle Wert gilt als unermesslich. Dem Sieger winken zudem 50 Millionen Dollar Preisgeld, der Unterlegene erhält 33 Millionen. Nach der Zeremonie wird die originale Trophäe unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen nach Zürich zurückgeflogen. Im Gepäck der neuen Weltmeister bleibt die Replik – und das Wissen, für jene flüchtigen Minuten den greifbar gewordenen Traum des Fußballs in Händen gehalten zu haben.
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
The trophy is a precious artifact whose technical features are revealed.
By focusing on weight, materials, and value, the symbolic dimension is reduced to mere objective data, avoiding any criticism of FIFA's control.
The cost of the replica and the disparity between the original trophy's value and that of the copy are not mentioned.
The ceremony is the highlight, with figures of power presenting the award.
By including Trump and Infantino, the event is personalized and attention shifts from the trophy itself to the personalities, making the story more mundane.
The reason why FIFA keeps the original and the implications for fans are not discussed.
The trophy has a craft history and tradition that make it unique.
By framing the question in a historical perspective (who makes it, for how long), the replica rule is normalized as part of tradition.
The issue of FIFA's ownership as a restriction is not addressed, but presented as an unquestioned custom.
Erweitere deinen Horizont
Trump kehrt unter massiven Sicherheitsvorkehrungen zum Gala-Dinner der US-Hauptstadtpresse zurück
10 Sprachen · 30 Quellen
Aus Economy & MarketsEskalation im Luftkrieg: Kiew attackiert Wildberries-Logistik, Russland trifft Rüstungsmesse
8 Sprachen · 14 Quellen
Aus TechnologyElon Musk zieht Bilanz: Politische Reue und ungebremster Techno-Optimismus
3 Sprachen · 5 Quellen