
Tödliche Vorfälle in Lateinamerika: Motorradunfälle und Gewaltverbrechen fordern mehrere Opfer
Von Argentinien über Brasilien bis Mexiko ereigneten sich am Wochenende mehrere tödliche Zwischenfälle, darunter Verkehrsunfälle und ein mutmaßliches Tötungsdelikt.
Am vergangenen Wochenende sind in mehreren Ländern Lateinamerikas bei verschiedenen Vorfällen mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Umstände reichen von schweren Verkehrsunfällen mit Motorrädern bis zu einem mutmaßlichen Gewaltverbrechen in Mexiko-Stadt. Die Behörden in den betroffenen Regionen haben Ermittlungen aufgenommen.
In Argentinien ereigneten sich zwei folgenschwere Zwischenfälle. In Posadas, Provinz Misiones, verlor ein 18-jähriger Motorradfahrer am frühen Sonntagmorgen die Kontrolle über sein Fahrzeug, als er auf der Uferstraße ein sogenanntes Wheelie ausführte. Er erfasste einen 27-jährigen Soldaten, der die Straße überquerte, und flüchtete zunächst. Der Soldat erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Der Fahrer wurde später identifiziert und festgenommen, wie örtliche Polizeiquellen mitteilten. In San Miguel de Tucumán prallte ein 18-Jähriger mit seinem Motorrad gegen einen Baum und starb im Krankenhaus. Dort entdeckten die Ärzte eine Schusswunde im Rücken. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus und sucht nach einem Begleiter, der nach dem Unfall floh.
In Brasilien starben in Tangará da Serra, Mato Grosso, zwei Motorradfahrer bei einem Frontalzusammenstoß. Einer der Toten, ein 28-jähriger Soldat, hatte vor acht Jahren einen ähnlichen Unfall überlebt, bei dem ein Kamerad ums Leben kam. Ein Mitfahrer wurde verletzt. Die Polizei untersucht den Hergang. Im mexikanischen Orizaba, Veracruz, erlag eine 23-jährige Frau ihren Verletzungen, nachdem ihr Motorrad mit einem Taxi kollidiert war. Sie war zwei Tage zuvor mit einem Begleiter unterwegs, als das Taxi wendete.
In Kolumbien wurde ein bislang nicht identifizierter Motorradfahrer am Sonntagmorgen tot neben einem Laternenmast aufgefunden. Ersten Erkenntnissen zufolge war er ohne Helm mit hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen. In Mexiko-Stadt wiederum wurde ein 17-Jähriger in der Colonia Nueva Atzacoalco durch einen Kopfschuss getötet. Die Hintergründe sind unklar, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes.
Die zuständigen Behörden in allen betroffenen Ländern haben die Ermittlungen aufgenommen. In mehreren Fällen werden Videoaufzeichnungen ausgewertet, um die genauen Abläufe zu rekonstruieren. Die vorläufigen Opferzahlen beruhen auf Angaben von Polizei und Rettungsdiensten und können sich im Zuge der Untersuchungen noch ändern.
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